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 Hiromi Reyven

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Reyven
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PokeDollar : 342

BeitragThema: Hiromi Reyven    Sa Mai 06, 2017 10:27 am



{Hiromi Reyven}
« Seriously, I'm not worth all the fuss »


{ALLGEMEINES}

› NAME: Hiromi Reyven
› ALIAS: Hiro
› GEBURTSDATUM & ALTER: 20. Februar; Zwanzig Jahre alt
› GEBURTSORT: Blizzach, Sinnoh
› WOHNORT: Kein fester in Hoenn
› TÄTIGKEIT: 1. Top 4, Typ Eis

{FAMILIE}

› MUTTER:
› Kotori Reyven | Verstorben mit 27 Jahren | ehemalige Verkäuferin
Kotori war für Hiromi immer alles gewesen, was er sich in einer Mutter hätte wünschen können. Sie war in jungen Jahren schwanger geworden, bevor sie die Möglichkeit hatte sich eine Karriere oder dergleichen aufzubauen, und natürlich war es nicht geplant gewesen. Ebenso wenig war es geplant gewesen, von ihrem Partner verlassen zu werden und zwei Kinder alleine aufziehen zu müssen. Aber sie hatte das Glück, sich auf die Unterstützung ihrer eigenen Eltern verlassen zu können, und so gelang es ihr, unter Aufbietung all ihrer Kräfte, ihre Zwillingskinder so gut es eben ging aufzuziehen. Mit ihrem Job als einfache Verkäuferin verdiente sie natürlich nicht die Welt, aber es reichte, um die kleine Familie über die Runden zu bringen, auch wenn sie oft genug Überstunden machen musste. Trotz all der Anstrengungen, die ihr dieses Leben abverlangte, und obwohl dieses sicher nicht so war, wie sie es sich gewünscht hatte, war sie immer eine liebevolle Mutter. Ihre Kinder genügten ihr stets um glücklich zu sein, und sie hätte jederzeit alles für sie getan. Wenn es sein musste, wurde sie streng, aber in aller Regel erzog sie nicht mithilfe Strafen. Hiromi liebte seine Mutter und hatte all die Jahre lang ein enges Verhältnis zu ihr gehabt. Und er vermisste sie schmerzlich. Kotori wurde krank, als er gerade mal acht Jahre alt war, und sie starb bereits wenige Monate später. So wirklich war nie klar, was sie eigentlich hatte. Sie wurde einfach nur immer schwächer und schwächer, lag mit hohem Fieber im Bett und konnte kaum noch etwas alleine machen. Trotzdem allem verstarb sie relativ friedlich, ihre Kinder in die Obhut ihres ebenfalls in Blizzach heimischen eigen Vater, also Samuel, Hiromis und Cecilias Großvaters, gebend. Natürlich war all dies für Hiromi extrem schmerzhaft und es dauerte Jahre, bis er mit den Schmerzen richtig umgehen konnte. Ohne einen Vater war seine Mutter seine einzige wirkliche Erwachsene Bezugsperson gewesen, und sie zu verlieren war ein harter Schlag.

› VATER: Unbekannt
Hiromis Vater ist einer von der Sorte gewesen, die ihre Partnerin still und heimlich verlassen, sobald es darum geht, Verantwortung zu übernehmen. Wenn Kotori von ihren Kindern gefragt wurde, warum sie keinen Vater hätten, dann antwortete sie stets wahrheitsgemäß: vermutlich habe er einfach Angst bekommen. Dafür schien sie ihn nie richtig verurteilt zu haben. Er war gegangen, kurz nachdem er erfahren hatte, dass Kotori von ihm schwanger geworden war. Er verabschiedete sich weder, noch meldete er sich je wieder um sich nach seiner "Familie" zu erkundigen. Das war auch schon alles, was Hiromi über seinen Vater wusste. Und mehr wollte er auch nicht wissen. Es interessierte ihn nicht wie er hieß, was er tat, wo er lebte und wie er aussah. Es genügte ihm zu wissen, dass er sich augenscheinlich nicht für ihn interessierte. Aber das war eigentlich auch okay so. Man könnte meinen, dass kleine Jungs ohne Vater irgendwann an einen Punkt kommen würden, wo sie etwas über diese mysteriöse Person herausfinden wollen würden, aber bei Hiromi war das nie so gewesen. Er hatte glückliche Jahre mit seiner Mutter und seiner Schwester verbracht, und das hatte ihm immer genügt. Er wusste, dass er Kotori jederzeit hätte fragen können, was er wollte, und dass sie ihm alles beantwortet hätte, aber er hatte schlichtweg kein Interesse damit, sich mit diesem Teil seines und ihres Lebens auseinanderzusetzen und sah auch keinen Grund, warum er es sollte.

› GESCHWISTER:
› Cecilia Reyven | Zwanzig Jahre alt | Zwillingsschwester | Rangerin
Cecilia ist Hiromis Zwillingsschwester. Wenn man also wissen will, wie sie aussieht, dann kann man sich einfach letzteren in weiblich vorstellen und schon hat man ein ganz gutes Bild von ihr im Kopf. Die beiden Geschwister hatten stets ein gutes Verhältnis zueinander, auch wenn der Kontakt in den letzten Jahren deutlich weniger geworden ist. In ihrer Kindheit verbrachten sie im Grunde all ihre Zeit miteinander, was ja bei Zwillingen nicht wirklich verwunderlich ist. Der Tod ihrer Mutter schweißte sie nur noch mehr zusammen. Im Teenager-Alter lebte sich das natürlicherweise ein wenig auseinander, als beide ihre eigenen Freunde fanden, aber das änderte nicht, dass sie sich gegenseitig sehr wichtig waren und auch immer noch sind. Hiromi fühlte sich oft in der Rolle des großen Bruders, der seine kleine Schwester beschützen musste. Dazu sei erwähnt, dass Cecilia immer sehr abenteuerlustig war und sich deswegen oft überstürzt in irgendwelche dumme Situationen warf. Prinzipiell ist sie ein lebensfroher, motivierter Mensch, der stets in den Tag hinein lebt. Außerdem hatte und hat sie einen großen Sinn für Gerechtigkeit und konnte niemals jemanden leiden sehen, sei es Mensch oder Pokémon. Vor allem gegen Mobbing und Ausgrenzung setzte sie sich regelmäßig ein, was sie das ein oder andere Mal in Konflikte mit den falschen Personen brachte. Auch dann probierte Hiromi stets sein bestes, seine Schwester vor Übergriffen jeglicher Art zu beschützen. Der Tod Kotoris traf natürlich auch sie stark, aber solange sie und Hiromi sich gegenseitig hatten, kamen sie einigermaßen zurecht. Die Beziehung zu ihrem Bruder war stets geprägt von liebevollen Sticheleien, gegenseitigem Vertrauen und Unterstützung. Die große Karriere war noch nie etwas für Cecilia gewesen, im Gegensatz zu ihrem Bruder, weswegen sie sich dazu entschied ihren Alltag damit zu verbringen, sich um Pokemon zu kümmern und gleichzeitig die Gegend zu erkunden. Bis heute bewandert sie als Rangerin Sinnoh, verbringt aber auch immer wieder Zeit in Blizzach bei ihrem Großvater und pflegt das Grab ihrer Mutter.

› SONSTIGE:
› Samuel Reyven | Einundachtzig Jahre alt | Großvater
Hiromis Großvater war eine weitere wichtige Konstante in Hiromis Leben. Er ist vermutlich auch einer der Gründe, wieso er seinen fehlenden Vater nie wirklich vermisst hat, nicht mal nach dem Tod seiner Mutter. Samuel setzte sich immer sehr für seine Tochter und seine Enkel ein und unterstützte die kleine Familie so gut, wie es ihm möglich war. Oft nahm er die Kinder nachmittags zu sich, während Kotori arbeitete. Entsprechend haben Hiromi und Cecilia ein enges Verhältnis zu ihrem grummeligen aber doch sehr liebevollen Großvater, da sie stets so viel Zeit mit ihm verbracht haben. Er war es auch, der sie, als ehemaliger Trainer, an Pokémon heranführte. Oft erzählte er ihnen Geschichten von Reisen, Kämpfen und Abenteuer seiner Jugend. Für Hiromi wurde er damit eine Art Vorbild - auch er wollte Pokémon trainieren, immer stärker werden und Orden erringen. Nach Kotoris Tod nahm er die beiden zu sich, allerdings nur für einige Monate. Da er selber kein Geld mehr verdiente, blieb ihm nichts anderes übrig, als das alte Haus der Familie zu verkaufen, und sein eigenes war schlichtweg zu klein für zwei Kinder. Alleine schaffte er es nicht, sie zu versorgen, und so musste er sie schweren Herzens an ein Waisenhaus geben. Trotzdem besuchte er sie noch so oft wie möglich, machte ihnen Geschenke, probierte ihnen allerlei beizubringen und für sie da zu sein. Auch wenn Samuel seine Gefühle selten zeigt, ist er doch sehr stolz auf seine Enkel und vermisst ihre tägliche Gegenwart im ruhigen Blizzach.

› Reeve Kyaryn | Neunzehn Jahre alt | Trainer | Rivale
Reeve und Hiromi lernten sich mit ungefähr neun Jahren im Waisenhaus näher kennen. Ihre Beziehung war stets von Gegensätzen geprägt. Einerseits verbrachten sie viele spaßige Momente miteinander, verstanden sich gut und traten dem anderen stets zur Seite. Beide fanden wenig Zugang zu den anderen Jungs ihrer Altersgruppe im Waisenhaus - unter anderem gab es da eine Gruppe Jugendlicher die es besonders auf "Außenseiter" abgesehen hatten. Solange sie zusammen hielten, konnten sie sich allerdings gegen deren verbalen und auch physischen Attacken wehren. Auf der anderen Seite jedoch gerieten sie sich schnell in die Haare und wetteiferten immer miteinander darum, wer irgendwas besser und schneller konnte als der andere. Eine gewisse Rivalität war also immer vorhanden, die sich vorerst in Grenzen hielt aber über die Jahre immer größer wurde. Dies ist ganz einfach auf ihren jeweiligen Ehrgeiz, der bei beiden vergleichbar stark ausgeprägt war und immer mehr angefeuert wurde, zurückzuführen. Ihre charakterlichen Ähnlichkeiten führten aber, wie gesagt, darüberhinaus auch zu einer engen Freundschaft. Hiromi würde es vermutlich nie so wirklich zugeben, aber Reeve war ihm durchaus wichtig; er war ihm dankbar für vieles und er dachte gerne an ihre gemeinsame Zeit zurück. So war es zumindest damals. Irgendwann sollte das, was mal eine Freundschaft gewesen war, endgültig und vollständig in Rivalität umschlagen. Es passierte wahrscheinlich als es offensichtlich wurde, dass Hiromi der erfolgreichere Trainer von beiden werden sollte. Ihm entging dabei leider, wie groß Reeves Ehrgeiz wirklich war, wie dessen Eifersucht mehr und mehr wuchs, und dass er sich deswegen von ihm distanzierte. Hiro konnte dieses Verhalten nicht nachvollziehen, denn für ihn war ihre Freundschaft noch immer wichtiger als sein Erfolg. Andersrum war dies aber wohl nicht der Fall. Letztendlich entfernte Reeve sich endgültig von seinem ehemaligen Freund, als hätten sie sich nie gekannt. Er geriet in die falschen Freundeskreise und wand sich ab sofort brutal gegen den nun allein stehenden Hiromi. Ihre Wege trennten sich erst vollständig, als letzterer mit fünfzehn zu seiner Reise aufbrach. In den folgenden Jahren stießen sie nicht mehr aufeinander. Was Reeve mittlerweile macht, weiß er nicht genau, aber er vermutet, dass er noch immer durch die Welten reist um sich als Trainer zu stählen. Hiromis letzte Information ist, dass er sich nach Einall aufgemacht hatte, um neue Gebiete zu erkunden. Er weiß nicht, ob er ihm je wieder begegnen wird und auch nicht, ob er es wollen würde. Noch heute ist er von Reeves Taten und Entscheidungen verletzt.


{AUSSEHEN}

› GRÖSSE & STATUR: 1,86 Meter; sportlich-schlank
› HAARFARBE: sehr dunkles braun bis schwarz
› AUGENFARBE: grün
› BESONDERHEITEN: Trägt immer und absolut jederzeit einen Schal

Steht man Hiromi gegenüber, dann gibt es folgende Dinge zu bemerken: Erstens ist er relativ groß. Nicht extrem, aber durchaus groß. Daraus macht der junge Mann sich aber nicht wirklich viel. Es ist vermutlich ganz einfach ziemlich angenehm, alles erreichen zu können, an das man herankommen will. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, denn Hiro macht sich keine Gedanken über solcherlei Dinge.
Aber gehen wir mal systematisch vor. Hiro hat eine schlanke, aber durchaus sportliche Figur. Das hängt damit zusammen, dass er viel Wert auf Bewegung, Sport und seine körperliche Fitness legt. Er ist also nicht dürr oder dergleichen, auch wenn er eher schmal gebaut ist, sondern durchtrainiert und zumindest leicht muskulös. Wäre dies nicht der Fall, so würde er durch seinen natürlichen Körperbau schlichtweg nur dünn und schwächlich wirken. Dies konnte er sich vor allem in seiner Jugend nicht erlauben, und danach blieb es einfach so.. So fühlt er sich letztendlich am wohlsten und ist demnach im großen und ganzen vermutlich recht zufrieden mit seinem Körperbau und seiner Figur.

Hiromis Haare sind irgendetwas zwischen einem sehr dunklen braun und schwarz, und er trägt sie simpel und klassisch kurzgeschnitten bis knapp über die Ohren. Auf die Stirn fällt dazu ein strubbeliges Pony. Generell macht er sich nicht viel aus seiner Frisur und achtet kein bisschen darauf, seine Haare irgendwie ordentlich zu halten. Dementsprechend trifft man ihn meist mit vom Wind durchwühlter und nicht näher identifizierbarer Frisur an. Das dunkle Pony und ein heller Teint wiederum lassen seine grasgrünen, rundlichen, von dunklen Wimpern umrahmten Augen im Kontrast stark hervorstechen. Relativ dünne Augenbrauen, eine kleine Nase und ein schmales Kinn vervollständigen sein Gesicht, das sonst keine Auffälligkeiten mehr trägt. Alles in allem ist Hiromi ein gut aussehender junger Mann, sowohl was seine Gesichtsmerkmale als auch seinen Körper angeht, aber er ist sich dessen nicht bewusst und macht sich darüber auch keine weiteren Gedanken. Man könnte fast behaupten, dass es ihm fast schon ganz egal ist, wie er aussieht, denn er ist alles andere als ein oberflächlicher Typ.

Dementsprechend achtet er auch nicht großartig auf das, was er trägt. Sein Klamottenstil, wenn man das überhaupt einen Stil nennen kann, ist simpel und unauffällig. Meist trägt er schwarz, oder zumindest dunkle Kleidung. Normale Jeans, einfache Shirts und Jacken sind an der Tagesordnung. Das einzige besondere, das es hier noch zu erwähnen gibt, ist die Tatsache, dass Hiro jederzeit einen Schal trägt, selbst im Sommer. Der junge Mann ist nämlich, entgegen aller Vermutungen, wenn man seine Herkunftsort betrachtet, extrem kälteempfindlich. Das wäre dann aber auch schon das einzige Accessoire, das man jemals an ihm finden wird. Davon abgesehen ist der junge Mann niemand, an dem man mit seinem Blick kleben bleiben würde, wenn man ihn nicht kennt. Er geht in der Masse unter, wirkt vor allem im ersten Moment vor allem durchschnittlich und unauffällig. Sicherlich könnte er mehr aus sich und seinem Aussehen machen und seine Vorteile besser hervorheben, aber das ist ihm nicht ein Mal bewusst. So fällt er einem meistens erst auf den zweiten Blick auf, und beim dritten Mal hingucken fällt einem dann vielleicht auch auf, dass er gar nicht mal schlecht aussieht. Außer natürlich, man weiß wer er ist.
Hiromi tritt in aller Regel mit einem leichten Lächeln auf den Lippen auf und wirkt dadurch auf die meisten Menschen freundlich, hilfsbereit und vor allem um einiges selbstbewusster, als er eigentlich ist.


{CHARAKTER}

Begegnet man Hiromi das erste Mal oder beobachtet man ihn einfach ein wenig von außen, dann hat man in aller Regel eine ganz bestimmte erste Vorstellung von ihm. Dieser trifft in gewisser Hinsicht auch zu, aber nicht vollkommen. Aber wann trifft ein erster Eindruck auch schon Mal zu einhundert Prozent zu? Im Endeffekt täuscht man sich doch immer ein wenig in Menschen, sogar wenn man denkt, man wüsste alles über sie.
Der junge Mann erweckt durch sein typisches ruhiges Lächeln, die freundlich dreinblickenden Augen sowie dem festen Gang mitsamt stets gehobenem Kopf den Eindruck eines immerzu zuvorkommenden, offenen und selbstbewussten Menschen. Und ja - Hiromi ist tatsächlich äußerst zuvorkommend. Er ist ein von Grund auf freundlicher und hilfsbereiter Mensch, und das strahlt er auch nach außen aus, auch wenn es ihm vermutlich nicht mal richtig bewusst ist. Dabei sollte man wissen, dass Hiro sich prinzipiell nicht über sich selbst und seine Wirkung nach außen bewusst ist oder sich gar Gedanken darüber macht - aber dazu später mehr. Würde also jemand, der den jungen Top 4 nur ein wenig, aber nicht näher, kennt - und davon gibt es dank seiner Position einige Leute -, ihn beschreiben müssen, dann würden eben jene Attribute fallen. Nach erstem Kontakt und vielleicht dem ein oder anderem Gespräch würde vielleicht noch vertrauenswürdig und charmant auf der Liste ergänzt werden. Das meiste davon sind jedoch Dinge, mit denen Hiromi sich selber nie identifizieren würde.

Gehen wir diese imaginäre Liste also doch noch ein Mal entlang: Zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit. Das haben wir bereits angeschnitten. Der Dunkelhaarige würde niemanden je die Unterstützung abschlagen, egal ob Freund oder Fremder. In aller Regel bietet er sogar selbst seine Hilfe an oder hilft eben einfach aus eigenem Ansporn heraus, wenn er sieht, dass irgendwo Not am Mann ist. Generell ist er im Umgang mit anderen aber nicht nur hilfsbereit, sondern auch stets freundlich und entgegenkommend. Diese Charakterzüge sind in ihm ganz grundlegend gefestigt, hier lässt sich also mit gutem Gewissen sagen: Ja, es ist nicht nur eine Wirkung oder ein erster Eindruck, sondern es entspricht definitiv und ohne Zweifel der Realität.
Offen und selbstbewusst waren die nächsten Punkte, die oft aufkommen. Dieses Mal gilt aber genau das Gegenteil. Hiromi mag zwar so wirken, als ob er genau wüsste, was er tut und welche Wirkung er dadurch hat, aber in Wirklichkeit hat er absolut keine Ahnung. Was dann auch hin und wieder zu unangenehmen Momenten führen könnte, zumindest wenn man in längerem Kontakt mit ihm ist. Wenn er charmant rüber kommt, dann gewiss nicht mit Absicht, sondern vollkommen unbewusst. Selbstbewusst ist er auf keinen Fall, viel mehr ist er insgeheim sehr selbstkritisch und hat vor allem ein ganz falsches Selbstbild, beziehungsweise ist sich wortwörtlich seiner selbst ganz einfach nicht bewusst. Und auch offen trifft ebenfalls nicht zu, und das würde man auch merken, wenn man ihn ein bisschen näher kennen lernt, denn im Grunde spricht Hiro nie über sich, seine Gedanken, Gefühle, Vergangenheit oder dergleichen. Es ist ihm einfach unangenehm und er fühlt sich verletzlich, sobald er sich doch öffnen sollte. Tatsächlich ist er also sehr verschlossen, auch wenn er so anfangs nicht scheint. Zutreffender wäre hier, ihn als einen Einzelgänger zu beschreiben. Freundlich, ja, zuvorkommend, ja, aber trotzdem auf lange Sicht lieber alleine und für sich. Dies hängt natürlich auch mit seinem nicht allzu hohem Selbstwertgefühl beziehungsweise Selbstvertrauen zusammen, weswegen er sich niemanden aufbürden will. Dieser Charakterzug hat allerdings den kleinen aber feinen Vorteil, dass er Hiromi zu einem sehr selbständigen Menschen gemacht hat, der ohne Probleme alleine zurecht kommt. Sowohl was praktische Dinge angeht, als auch den Umstand, dass er nicht schnell einsam oder dergleichen wird. Außerdem ist er ja auch nie ganz alleine, schließlich hat er sein Pokemon-Team, die für ihn fast schon so etwas wie Familie sind.

Generell lässt sich auch noch sagen, dass Hiro jedem gegenüber gleich höflich und respektvoll ist (außer es sind Kriminelle, Unruhestifter oder dergleichen), ganz egal die Erscheinung. Der dunkelhaarige ist alles andere als oberflächlich. Das lässt sich vermutlich schon von seinem eigenem Auftreten ableiten, denn er achtet ja auch überhaupt nicht auf sein Aussehen und ist extrem bescheiden was all diese Dinge angeht. Genau sowenig wie sein eigenes Aussehen interessiert ihn auch das von anderen. Deswegen würde er nie einen Fremden respektlos behandeln und unhöflich werden.

Weiterhin sehr charakteristisch für Hiromi ist, was für ein riesiger Chaot er sein kann. Tatsächlich ist er hin und wieder ziemlich tollpatschig, was im ersten Moment auch äußerst überraschend für den ein oder anderen sein kann. Manchmal stellt er sich einfach viel zu ungeschickt bei alltäglichen Dingen an. Und chaotisch ist er, ehrlich gesagt, grundsätzlich. Er probiert es ja - er probiert sich zu organisieren. Vor allem seit er ein Top 4 ist, kommt es ihm so vor, als wäre er irgendwie dazu verpflichtet, sich und seine Angelegenheiten besser zu organisieren. Aber darin war er noch nie gut, und wie es aussieht wird er es auch nie sein. Ständig vergisst er irgendwas, verzettelt sich oder macht es sonst irgendwie so, wie es eigentlich nicht sein sollte. Aber er gibt durchaus sein bestes, und der Gedanke zählt ja - oder so ...

Trotz einiger Schwierigkeiten, die durch seine Tollpatschigkeit hier und da entstehen, ist Hiro ein sehr zielstrebiger und ehrgeiziger Mensch, vor allem wenn er die richtige Motivation hat. Aber das muss man ja auch irgendwie sein, wenn man es so weit schaffen will, oder? Hiromis Motivation ging vor allem aus dem Wunsch hervor, seine Mutter und seinen Großvater stolz machen zu wollen. Außerdem wurde er in seiner Kindheit durch die damals in Blizzach ansässige Arenaleiterin, mit der er den ein oder anderen Übungskampf austrug, dazu motiviert, sich als Trainer weiter zu probieren. Dazu kam dann noch die Rivalität mit Reeve, die im nahezu dazu zwang, immer mehr und mehr zu trainieren - aber er machte es gerne, denn er genoss es, jeden Tag stärker zu werden. Top 4 zu werden war aber nie wirklich sein Lebensziel oder dergleichen gewesen. Es war mehr ein Zufall, aber natürlich ist er glücklich und auch irgendwo stolz, dass er es dank seiner Zielstrebigkeit soweit geschafft hat, und sich nicht von Problemen hat aufhalten lassen. Trotzdem ist sein Ehrgeiz noch nicht ganz erloschen; noch immer will er weiter trainieren um weiterhin stärker zu werden.
Prinzipiell lässt sich festhalten, dass es verdammt schwer ist, den Dunkelhaarigen dazu zu bewegen, von etwas abzulassen, wenn er es sich erst ein Mal vorgenommen hat. Da ist es ganz egal worum es geht. Ob ein persönliches Ziel oder einfach nur der Wunsch, jemand anderen zu helfen, ist - Hiromi kann verdammt beharrlich sein. Er wird sich kaum aufhalten lassen, bis er nicht auf irgendeine Art und Weise erreicht hat, worauf er hinaus wollte. Dies zeugt natürlich auch von einem hohen Maß an Willenskraft und ist ganz sicher einer der wichtigsten Gründe, weswegen er als Trainer überhaupt so erfolgreich werden konnte.

Hiromi hasst Lügen und alles, was damit zusammen hängt. Die sinnvolle Folgerung ist, dass er ein grundsätzlich ehrlicher Mensch ist. Auf sein Wort kann man sich also in mehrfacher Hinsicht verlassen. Zum einen kann man davon ausgehen, dass das, was er sagt, der Wahrheit entspricht, und außerdem braucht man sich keine Sorgen machen, dass er ein Versprechen oder ähnliches brechen würde. Und selbst wenn er wollen würde - Hiro ist ein scheußlicher Lügner. Deswegen probiert er es auch gar nicht, selbst wenn die Wahrheit schmerzhaft für sein Gegenüber sein könnte. Natürlich probiert er in so einem Fall, das ganze ein bisschen angenehmer zu verpacken, aber lügen würde er trotzdem nicht, außer wenn es eine absolute Außnahmesituation wäre. Aber das müsste dann auch ein wirklich großer Notfall sein, um ihn dazu zu bewegen, jemanden anzulügen. Und vermutlich würde er die nächsten acht Monate trotzdem von einem schlechten Gewissen gequält werden.
Noch eine Sache aus einem ähnlichen Bereich, die Hiromi absolut verabscheut, ist ganz allgemein jegliche Art von Ungerechtigkeit. Da ist es auch ganz egal, ob sie ihm selber oder jemand anderen zugefügt wird, und um was es sich genau handelt. Sollte der junge Mann irgendetwas davon mitbekommen, dann wird er nicht scheuen, was dagegen zu unternehmen. Sein Gerechtigkeitssinn ist einfach zu stark ausgeprägt; das hat er vermutlich von seiner Zwillingsschwester. Ganz besonders heftig wird es aber erst, wenn es um Leute geht, die ihm am Herzen liegen (zum Beispiel seine Zwillingsschwester). Hiro hat einen sehr starken Beschützerinstinkt gegenüber solchen Leuten und würde sie vor jeglicher Gefahr beschützen. Das stammt höchstwahrscheinlich aus ihrer Zeit im Waisenhaus, in der Hiromi ständig seine Schwester in Schutz nehmen musste. Seitdem fühlt er sich oft in der Rolle eines "großen Bruders", der andere, die sich nicht wehren können, vor Ungerechtigkeiten bewahren muss. Und er tut es auch gerne, und meist ohne groß weiter darüber nachzudenken. Dazu passt sein ebenfalls sehr großes Verantwortungsbewusstsein, das er anderen Menschen (oder auch Pokemon) gegenüber leicht entwickelt, vor allem eben, wenn er ihnen näher kommt. Solche Leute würde er niemals hintergehen oder zurücklassen. Stattdessen würde er wirklich alles in seiner Macht stehende tun, um sie zu unterstützen und für sie da zu sein.

Der junge Top 4 hat grundsätzlich ein sanftes, ruhiges und positives Gemüt. Das passt natürlich zu dem, was bisher schon über seine Persönlichkeit gesagt wurde und ist der Grund, warum er auf andere oft so vertrauenswürdig wirkt. Er ist nicht sonderlich temperamentvoll und niemand, der plötzlich in starke Gefühle ausbrechen würde, seien sie positiver oder negativer Natur. Extreme Wut, Trauer oder Freude erlebt man eher selten bei ihm. Und selbst wenn er so etwas empfindet, dann merkt man es ihm von außen kaum an, außer man kennt ihn länger und hat gelernt, seine verschiedenen emotionalen Zustände auseinander zu halten, mögen sie auch noch so wenige Unterschiede aufweisen.
Auch wenn er unter Druck und Stress gerät, bleibt sein Gemüt in aller Regel ausgeglichen und ruhig. Und wenn er wirklich nicht mehr weiter weiß, dann verlässt er sich meist spontan auf seine Intuitionen, was natürlich sowohl positiv als auch negativ sein kann. Bei Pokemon Kämpfen ist das ähnlich, aber es gibt einen kleinen Unterschied: Selbst wenn es knapp wird, bleibt er vor allem äußerlich extrem konzentriert und beherrscht und gerät nicht in Panik - seiner Meinung nach der Hauptgrund, warum er es in Kämpfen so oft geschafft hat, sie am Ende noch für sich zu entscheiden. Bei sowas funktioniert das auch gut, denn da kann er sich ganz einfach nur auf das Kampfgeschehen und seine Pokemon konzentrieren, alles andere ausblenden, und so die am Ende richtige Entscheidung treffen. In allen anderen Situationen sieht das aber schon ganz anders aus. Wenn Hiromi sich wirklich stark auf etwas konzentriert, dann ist es nämlich erstaunlich leicht, ihn aus dem Konzept zu bringen, so dass er seinen Gedankenfaden verliert, wenn man ihn irgendwie ablenkt. Das ist auch der Grund, warum er sich dann meistens eher auf seine Intuition verlässt anstatt groß zu überlegen. Schließlich hat er mit der Zeit festgestellt, dass er seine Gedanken zu leicht unterbrechen lässt und es deswegen vor allem in extremen Stresssituationen, die schnelles Handeln verlangen, sowieso nichts bringt.
Eigentlich gibt es nur eine Ausnahme, in der man ihn von einer ganz anderen Seite erleben kann, und die lautet, erneut, Freunde oder Familienmitglieder, die in Gefahr sind. Je nachdem, was es für eine Situation ist, kann es schon Mal passiert, dass Hiro überraschend seine sonstige Selbstbeherrschung verliert und gar extrem wütend werden kann, angenommen jemand anderes ist daran Schuld, dass eben jene Personen in Gefahr geraten. Auch in einem solchen Moment würde er sich auf seine Intuitionen verlassen und nicht groß vor einer Handlung nachdenken, was dann auf die ein oder andere Art enden könnte.

Davon abgesehen ist Hiromi aber nicht gerade die risikofreudigste Person. Klar, er hat sich von seiner Schwester hin und wieder mal in die ein oder andere dumme Situation katapultieren lassen, aber er selber ist eher zögerlich wenn es um verrückte Abenteuer oder vergleichbar dumme Ideen geht. Wenn er die Möglichkeit hat, dann bevorzugt er es, eine solche Aktion vorher zu überdenken und die Risiken abzuwägen, bevor er sich auf sowas einlässt. Trotzdem gerät er oft schneller als ihm lieb ist in solche Situationen rein, einfach aufgrund seines starken Beschützerinstinkt und Verantwortungsbewusstseins, was ihn handeln lässt ohne nachzudenken. Oder wegen seiner Tollpatschigkeit, das könnte natürlich auch passieren. Und wenn man so zielstrebig und ehrgeizig wie Hiromi ist, dann lassen sich manche unangenehme Situationen auch leider nicht vermeiden, egal wie viel man es vorher durchdenkt.

Ebenso vorsichtig ist der junge Top 4, wenn es darum geht, wem er vertrauen soll. In der Hinsicht ist er sehr von seiner damaligen Freundschaft zu Reeve geprägt. Es wurde ja bereits erwähnt, dass er eigentlich sehr verschlossen ist und ungern etwas über sich preisgibt. Darüber hinaus ist er nahezu bindungsscheu, wenn man es so nennen mag. Das geht vielleicht schon über Vorsicht hinaus und nähert sich eher einer Angst an. Angst davor, ausgenutzt oder hintergangen zu werden, wie es damals auch passiert ist. Das erklärt auch, warum er seit Reeve eigentlich keine wirklichen Freunde mehr hatte, wenn man mal von seinen Pokemon und seiner Schwester absieht. Sollte man probieren sich ihm anzunähern, dann merkt man in der Regel sehr schnell, dass es gar nicht so einfach ist, wie man denken könnte, ihn als Freund zu gewinnen. Denn Hiromi verschenkt sein Vertrauen nicht leichtfertig, ganz egal ob er sich für jemanden einsetzt und immerzu freundlich ist, oder nicht. Statt eine engere Freundschaft mit jemanden zuzulassen bleibt er ganz einfach weiterhin höflich, zuvorkommend, und alles weitere, was schon gesagt wurde, aber eben auf eine subtile Art distanziert.
Hier werden auch zwei weitere Charaktereigenschaften des jungen Manns offensichtlich. Zum einen ist er insgeheim viel sensibler, als er offen zugeben oder zeigen würde. Reeves Aktionen haben tief verletzt, und das auf Dauer, und beeinflussen ihn auch heute noch. Und er weiß, dass er leicht wieder verletzt werden könnte, und deswegen probiert er sich davor zu schützen. Desweiteren ist er überraschend nachtragend, was natürlich auch mit seiner Verletzlichkeit zusammenhängt. Er weiß selber nicht, wie viele Jahre es dauern würde, bis er einen Verrat oder dergleichen vergessen würde.

Aber machen wir mal ein Gedankenexperiment: Angenommen Hiromi würde jemand anderen an sich heranlassen und ins Herz schließen, dann könnte man sein Verhalten dieser Person gegenüber eigentlich mit dem bezüglich seiner Schwester vergleichen. Zum einen stichelt er den anderen überraschend gerne mit Kleinigkeiten. Natürlich würde er es niemals böse meinen und auch sofort aufhören, sobald besagte Person genervt oder verletzt wäre. Aber solange das nicht der Fall ist, macht er sich daraus gerne einen kleinen Spaß und ist auch nicht empfindlich, wenn entsprechend zurück gefeuert wird. Darüberhinaus lässt sich noch ein Mal festhalten, dass man in ihm einen Freund gefunden hätte, auf den man sich jederzeit verlassen könnte. Wenn man ein Problem hat, wäre er jederzeit zur Stelle und er würde auch sein Bestes geben, die Beziehung zu hegen und zu pflegen. Auch ist es erwähnenswert, was ein guter Zuhörer Hiro ist, wenn jemanden etwas belastet. Er ist aufmerksam und bedächtig indem, was er sagt, um zu helfen. In solchen Situationen kann er erstaunlich gut mit Gefühlen umgehen - solange es nicht seine eigenen sind. Und auch hier würde der Grünäugige sich als sehr beharrlich erweisen, denn er würde nicht aufgeben, bis er den Betroffenen von seinen Sorgen befreit hätte. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Hiromi leider, sobald er jemanden dann doch an sich heran gelassen hat, schnell nahezu besitzergreifend wird und sich auch ständig Sorgen macht, was aber nachvollziehbar ist, wenn man seinen Beschützerinstinkt und sein Verantwortungsbewusstsein beachtet. Auch kann er seine eigenen Gefühle gegenüber jenen, zu denen er eine engere Bindung hat, anders kaum zum Ausdruck bringen kann. Nie weiß er, wie er zeigen soll, was die jeweilige Person ihm bedeutet.

Zuletzt noch ein paar Aspekte, die sein Dasein als Top 4 beeinflussen. Es fällt eventuell schon an der Wahl seiner Kleidung auf, aber Hiromi ist, entgegen aller Logik, extrem Kälteempfindlich. Nach 15 Jahren in Blizzach könnte man meinen, er hätte eine gewisse Resistenz dagegen entwickelt, aber das ist nicht der Fall. Und ja, er trainiert trotz allem Eispokemon. Und deswegen trägt er auch jederzeit einen Schal, sonst würde er vermutlich immerzu nur frieren.
Zuletzt noch, dass Hiromi es nicht wirklich genießt, viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist natürlich als Top 4 teilweise unvermeidlich, und er kann auch damit umgehen und sein Unwohlsein gut überspielen, aber trotzdem bevorzugt er es, wie wir bereits wissen, seine Ruhe zu haben. Aber das ist auch der Grund, weswegen er das Angebot, nach Hoenn zu gehen, angenommen hat: Mit der Hoffnung, hier ein wenig Abstand zu gewinnen, da ihn wohl zumindest für eine Weile kaum jemand kennt.

› STÄRKEN:
‹ zielstrebig
‹ loyal
‹ eigenständig
‹ hilfsbereit
‹ verantwortungsbewusst
‹ ehrlich
‹ bedächtig
‹ sportlich
‹ vorsichtig
‹ aufmerksam
› SCHWÄCHEN:
‹ besitzergreifend
‹ schnell eifersüchtig
‹ selbstkritisch
‹ nachtragend
‹ chaotisch
‹ ungeschickt
‹ sensibel
‹ bindungsscheu
‹ verschlossen
‹ leicht zu irritieren

› VORLIEBEN:
‹ Gerechtigkeit
‹ Herausforderungen
‹ Sommer
‹ Natur
‹ Stille
‹ Nacht
‹ Süßigkeiten
‹ Ausschlafen
‹ Tee
‹ Musik
‹ ländliche Gegenden
‹ das Meer
‹ warmer Sand
‹ weite Wiesen
‹ Säfte
‹ Kämpfe
‹ Wärme
› ABNEIGUNGEN:
‹ Winter
‹ Kälte
‹ Wind
‹ Großstädte
‹ Hektik
‹ Lärm
‹ Lügen
‹ Ignoranz
‹ Schnee
‹ Eintönigkeit
‹ Ungerechtigkeit
‹ Stress
‹ Aufmerksamkeit
‹ beengende Räume
‹ Fleisch
‹ grelle Farben
‹ Oberflächlichkeit


Zuletzt von Reyven am Fr Mai 19, 2017 9:09 am bearbeitet; insgesamt 30-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hiromi Reyven    So Mai 07, 2017 2:31 am



{Trainerpass}

{INVENTAR}

› ORDEN:
Kohleorden | Erzlingen
Waldorden | Ewigenau
Bergorden | Schleiede
Fennorden | Weideburg
Reliktorden | Herzhofen
Minenorden | Fleetburg
Firnorden | Blizzach
Lichtorden | Sonnewik
› BÄNDER: Keine
› BEUTEL:
› Wechselklamotten
› Schlafsack
› Handschuhe
› Thermoskanne
› Notizbuch
› Geldbeutel
› Handy
› Taschenmesser
› Landkarte
› PokéDex

{PANDORA}› Glaziola


› GESCHLECHT: Weiblich
› FÄHIGKEIT: Schneemantel
› TRAGEITEM: Ewiges Eis
› ATTACKEN:
› Eiszahn
› Spiegelcape
› Eissplitter
› Blizzard

Pandora war Hiromis erstes Pokemon, und seine Bindung zu ihr ist entsprechend eng. Das kleine Evoli war damals ein Geschenk seines Großvaters gewesen, als er sechs Jahre alt wurde, und die beiden sind die folgenden Jahre im Grunde gemeinsam aufgewachsen und haben Erfahrungen gesammelt. Alles, was Hiromi erlebt und gelernt hat, hat er zusammen mit Pandora an seiner Seite getan. Neben seiner Zwillingsschwester vertraut Hiro niemanden so sehr, wie diesem Pokemon.
Pandora ist weniger grazil, als man vielleicht erwarten würde. Stattdessen ist sie ein ungeschickter Tollpatsch, und tut es ihrem Trainer damit oft gleich. Trotzdem kann man sich im Kampf absolut auf sie verlassen; sie würde Hiro niemals enttäuschen wollen und auch stets alles tun, um ihn vor Gefahr zu bewahren. Nichts könnte die beiden trennen - genauso, wie die Beziehung eines Trainer zu seinem Pokemon sein sollte, würde man Hiromi nach seiner Meinung fragen.


{AETHER}› Rexblisar


› GESCHLECHT: Männlich
› FÄHIGKEIT: Hagelalarm
› TRAGEITEM: Fragiabeere
› ATTACKEN:
› Rasierblatt
› Weißnebel
› Eisesodem
› Holzhammer

Aether wurde von Hiro als Shnebedeck gefangen und hat sich dann im Laufe ihres gemeinsamen Trainings zu Rexblisar weiterentwickelt. Auch zu ihm hat Hiromi ein starkes Band - allgemein kann man festhalten, dass er für sein ganzes Team jederzeit alles geben und nicht zulassen würde, dass ihnen jemand etwas antun würde. Sie sind seine Familie und Freunde.
Dieses Rexblisar ist, vermutlich entgegen der allgemeinen Erwartung, die man diesen Pokemon gegenüber hat, ein sehr gemütliches Wesen. Und vor allen Dingen eines, das gerne knuddelt. Am liebsten seinen Trainer. Das einzige Problem hierbei ist dessen Empfindlichkeit gegenüber Kälte, weswegen der das meistens gar nicht so witzig findet ... aber davon mal ganz abgesehen, verstehen sich die beiden prächtig.


{NYAD}› Frosdedje


› GESCHLECHT: Weiblich
› FÄHIGKEIT: Schneemantel
› TRAGEITEM: Frosttafel
› ATTACKEN:
› Eissturm
› Spukball
› Abgangsbund
› Auroraschleier

Auch Nyad wurde von Hiromi schon ihn ihrer Vorentwicklung gefangen und seit dem fleißig trainiert. Auf ihr Geschick kann er sich in Kämpfen am meisten verlassen und sie überrascht ihn ständig mit geschickten Ideen und Strategien, auf die er selber nie gekommen wäre.
Insofern ist sie eine fantastische Ergänzung für das Team des jungen Mannes. Ansonsten kann Nyad recht eitel sein, und zeigt selten, dass ihr Hiromi etwas bedeutet, aber er weiß, dass das nur Show ist. Würden sie in eine brenzlige Situation geraten, dann wäre sie definitiv zur Stelle, so wie er es auch tun würde. Frosdedje ist definitiv hinterlistig und ihre Handlungen nur schwer voraussehbar, womit sie in etwa den Vorstellungen, die man diesem Pokemon hat, entspricht.


{CALYPSO} › Lapras


› GESCHLECHT: weiblich
› FÄHIGKEIT: Panzerhaut
› TRAGEITEM: Fragiabeere
› ATTACKEN:
› Surfer
› Eisstrahl
› Lake

Calypso ist sicherlich das anhänglichste von allen von Hiros Partnern. Seit er sie, als sie verletzt und hilflos war, gefangen und geheilt hatte, wich sie, sobald aus dem Ball befreit, nicht mehr von seiner Seite. Und sie passt immerzu auf ihn auf, fast wie eine Mutter auf ein junges Küken. Wenn Hiromi stolpert, dann packt sie ihm am Kragen und richtet ihn wieder auf, wenn er Gefahr läuft, gegen einen Baum zu rennen, zieht sie ihn weg. Weil dieses Verhalten aber recht anstrengend sein kann, lässt der Trainer sein Lapras meistens lieber im Ball, auch wenn er Calypso natürlich genauso liebt, wie alle anderen.


Zuletzt von Reyven am Fr Mai 19, 2017 9:10 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hiromi Reyven    Do Mai 11, 2017 9:47 am


{VERGANGENHEIT}

Kotori Reyven war eine junge Frau von 19 Jahren, voller Wünsche und Träume für ihre Zukunft, als sie überraschend schwanger wurde. Und anders als der werdende Vater, der natürlich genauso überrascht wurde, konnte sie davor nicht einfach weglaufen.
Als sie zu der Erkenntnis ihrer Schwangerschaft kam, saß der Schock verständlicherweise tief. All die Pläne, die sie sich für ihre Zukunft aufgebaut hatte, waren mit einem Mal dahin und ihr Leben drehte sich in den folgenden Monaten um 180 Grad. Gefangen in einer naiven Hoffnung, glaubte sie trotzdem noch, sie und besagter Vater würden zusammen eine kleine Familie gründen und ihr Kind gemeinsam großziehen können. Stattdessen kam es aber, wie es kommen musste, und er nahm, getrieben von der Angst, Verantwortung übernehmen zu müssen, Reißaus, ohne sich noch ein Mal von der Schwangeren zu verabschieden. Eine kurze Weile sah es so aus, als würde Kotori von ihrer darauffolgenden Verzweiflung übermannt werden, aber mit einer Sache hatte sie Glück. Sie konnte sich der Unterstützung ihres eigenen, wenige Jahre zuvor verwitweten, Vaters sicher sein, welcher nicht vor hatte, seine Tochter in dieser Situation im Stich zu lassen.
So vergingen neun Monate, in denen es der jungen Frau gelang, sich an die Vorstellung ihres neuen Lebens zu gewöhnen und sogar sich darauf zu freuen. An einem besonders kalten Tag im Februar sollte es dann soweit sein. Die Geburt dauerte fast 24 Stunden und war komplizierter, als gedacht. Zum einen lag das daran, dass Kotori schon immer einen schwachen Körper hatte, und zum anderen waren es Zwillinge, die dort zur Welt gebracht wurden. Irgendwann war es jedoch vollbracht, und alle drei durchstanden die Prozedur überraschend gesund.

Die folgenden Jahre waren nicht gerade einfach für die kleine Familie. Als junge Mutter mit zwei Kindern und ohne Mann wurde einem nicht sehr viel Respekt von anderen gegenüber gebracht. Auch einen Job zu finden war alles andere als leicht. Schließlich endete Kotori als einfache Verkäuferin, die viele Überstunden machen musste, um sie alle über Wasser zu halten. Samuel kümmerte sich zu diesen Zeiten stets um die Zwillinge. Trotz all dieser Schwierigkeiten wirkte die junge Frau nie unglücklich, denn sie liebte ihre Kinder über alles. Und so waren diese ersten Jahre zwar nicht einfach, aber trotzdem glücklich.
Cecilia und Hiromi wuchsen in einem behütetem Umfeld auf, mit einer Mutter, die alles für sie tun würde, und einem Großvater, der sie mindestens genauso liebte. Obwohl sie keinen Vater hatten, sehnte sich niemand von ihnen je wirklich nach einem, denn sie hatten eine glückliche frühe Kindheit, in der es ihnen an nichts wirklich mangelte. Samuel, der ein Mal ein Trainer gewesen war, führte die Kinder schon früh an Pokemon heran und erzählte ihnen stets von seinen Abenteuern. Auf diese Art entwickelten die beiden schon in jüngsten Jahren eine enge Bindung zu diesen. Cecilia ließ sich jedoch stärker von den Erzählungen ihrer Mutter beeinflussen, die ein Mal Rangerin hatte werden wollen, während Hiromi von der Vorstellung, ein Trainer zu werden, in seinen Bann gezogen wurde. Ansonsten waren diese ersten Jahre des Lebens der Zwillinge von keinem besonderen Ereignis sondern einfach nur von einer liebevollen Erziehung und einem ruhigen Leben, in dem sie nie alleine waren und sich stets gegenseitig hatten, geprägt.
Zu ihrem sechsten Geburtstag dann erhielten Hiromi und Cecilia ein ganz besonderes Geschenk von ihrem Großvater: Ihr erstes Pokemon. Beide bekamen sie einen Pokeball der je ein kleines Evoli enthielt. Samuel hatte sie von einer Züchtung bekommen. Selbstverständlich waren die Zwillinge überschwänglich vor Freude endlich ein eigenes Pokemon bei sich haben zu dürfen und es dauerte nicht lange, bis sie die besten Freunde waren. Wie das nun mal meistens so ist bei Kindern. Dass die beiden Evolis auch noch so jung waren, passte gut, denn so konnten sie die folgenden Jahre gemeinsam aufwachsen.
Hiromi taufte seine neuen Partnerin Pandora, und natürlich war er von Anfang an erpicht darauf, zusammen mit ihr zu trainieren. Anfangs musste er sich aber damit begnügen, beispielsweise gegen die Pokemon seines Großvaters "anzutreten", denn selbstverständlich durfte er sich in diesem zarten Alter noch nicht in die Nähe wilder Pokemon werfen. Glücklicherweise passten Hiro und das junge Evoli gut zusammen, denn auch Pandora scheute die Herausforderung nicht und genoss es die folgenden Jahre, zusammen mit ihrem Trainer stärker zu werden. Cecilia wiederum hatte im Gegensatz zu ihrem Bruder nicht das Bedürfnis, ein starkes Team zu trainieren. Trotz ein paar derartiger Unterschiede hatten die Zwillinge auch in diesem Alter schon ein enges Band zueinander, das nur noch stärker werden sollte, denn natürlich verbrachten sie den Großteil ihrer Zeit miteinander.

So und ähnlich ging es noch zwei Jahre weiter, bis sich diese glückliche Zeit überraschend dem Ende zuneigen sollte. Es begann nur kurz nach dem achten Geburtstag der Zwillinge. Was zuerst für eine einfache Erkältung gehalten wurde, entpuppte sich bald als mehr und schwächte Kotori rasant und dauerhaft. Hiromi und Cecilia verstanden in diesem Alter natürlich noch nicht genau, was los war, aber sie verstanden durchaus, dass es ihrer Mutter, die sie über alles liebten, und zu der sie ein sehr enges Band hatten, nicht gut ging. Bald konnte die junge Frau nicht mehr arbeiten und schaffte es kaum noch, das Bett zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt übernahm Samuel all die Arbeiten im Haus, die eben täglich anfielen, und tat alles, um die Kinder abzulenken, aber alleine gelang es ihm auf Dauer nicht, diese ganzen Aufgaben zu bewältigen. Diese Zeit, in der sie gefühlt niemanden hatten, als den jeweils anderen, schweißte die Zwillinge nur noch näher aneinander.
Kotoris Krankheit wurde trotz aller Bemühungen verschiedenster Ärzte nicht besser. Umso mehr Tage vergingen, desto schwächer wurde sie, und als es langsam Herbst wurde, war man sich sicher, dass sie das Jahr nicht mehr überleben würde, wenn kein Wunder geschähe.
Aber es geschah kein Wunder. Kotori starb friedlich, mit dem Wissen, dass ihre geliebten Kinder bei ihrem Vater in guter Obhut wären.

Leider war nicht alles ganz so einfach. Der plötzliche Tod ihrer Mutter traf Hiromi und Cecilia, selbstverständlich, hart. Sie waren zwar noch jung, aber trotzdem konnten sie die Leere spüren, die ein solcher Verlust hinterließ. Schließlich hatten sie außer ihren Großvater und sich selber immer nur Kotori um sich herum gehabt, und nun war sie fort, und sie konnten noch nicht so ganz verstehen, wieso. Vor allem Hiromi zog sich nach diesem Vorfall weiter zurück und wurde für einige Jahre ein äußerst stilles Kind. Nur seiner Schwester gegenüber blieb er weiterhin offen und entwickelte mehr und mehr das Gefühl, sie beschützen zu müssen, da sie sonst niemanden hatten. Cecilia gelang es, die Trauer schneller zu bewältigen als ihr Bruder, aber auch sie fixierte sich fortan mehr auf ihn.
Samuel hatte sich zwar seit ihrer Geburt regelmäßig und viel um die Zwillinge gekümmert, trotzdem wurde es schnell offensichtlich, dass diese neue Aufgabe Überforderung für den immer älter werdenden Mann darstellte. Er schaffte es nicht, alles alleine zu bewältigen, und vor allem finanziell waren die Probleme groß. Es dauerte nur einige Monate bis er dazu gezwungen war, das kleine Häuschen Kotoris und der Kinder zu verkaufen. In seinem eigenen, noch kleinerem Haus, war aber kaum genug Platz für zwei achtjährige und einen älteren Mann. Kurz vor ihrem neunten Geburtstag musste er eine Entscheidung treffen, die ihm selber das Herz brach: Er sah keine andere Wahl mehr, als Hiromi und Cecilia in ein Waisenhaus zu bringen, wo sich um sie gekümmert werden könnte. Es fiel ihm alles andere als leicht, sie wegzugeben und so auch den Wunsch seiner Tochter zu missachten, aber er kannte keinen anderen Ausweg mehr.

Kurz bevor der Tag kam, an dem die Zwillinge ins ansässige Waisenhaus gebracht werden sollte, machte Samuel sich auf auf einen Ausflug mit seinem Enkel. Er wusste, dass es Hiromis großer Wunsch war, weitere Pokemon zu fangen, mit ihnen zu trainieren und stärker zu werden. Deswegen machten er und der Junge einen Spaziergang zu einer Blizzach nahe liegenden Route, in der es von wilden Eispokemon nur so wimmelte. Es dauerte nicht lange, bis sie auf ein relativ schwaches Shnebedeck stießen, das geradezu gefangen werden wollte. Hiromis Evoli war natürlich noch nicht sehr stark trainiert, aber zusammen mit den alten Pokemon seines Großvaters, der ihm genau zeigte, was er tun sollte, gelang es tatsächlich, es einzufangen. Mit nur vier verbrauchten Pokebällen. Natürlich war Hiro extrem stolz, dass sein Team größer geworden war - in seinen Augen war er spätestens nun auf dem besten Weg, ein erfolgreicher Trainer zu werden. Ein wenig später taufte er es auf den Namen Aether.

Wenige Tage später folgte dann unumgänglich die große Ernüchterung, und die Zwillinge mussten sich von ihrem Großvater verabschieden. Es war eine schwere Trennung - in diesem Moment fühlte es sich so an, als würden sie auch ihre letzte Bezugsperson verlieren und waren ab sofort alleine. Sie hatten nur noch sich selber, was ihre Beziehung nur noch mehr stärkte. Samuel tat sein bestes, trotz allem so oft wie möglich vorbeizukommen und sie zu besuchen, aber das änderte nichts daran, wie es sich für die beiden anfühlte. Es war, wie verlassen werden, und das so kurz nach dem Tod ihrer Mutter.

Wie überall gab es auch hier diese Art von Kinder, mit denen man vielleicht etwas zu tun haben wollte, und jene, von denen man sich weit entfernt halten sollte. Letzte waren eine Gruppe von Jungs, die sich, wie es üblich ist, die schwächeren Kinder rauspickten um sie zu ärgern und dergleichen. Cecilia, die schon damals einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hatte, konnte sich dieses Verhalten nicht mit ansehen und legte sich von Anfang an und die ganzen folgenden Jahren immer wieder mit besagten Leuten an, um schwächere in Schutz zu nehmen. Hiro wiederum, der sich nicht angucken konnte, dass seine Schwester sich in Gefahr brachte, probierte dann stets sein Bestes, sie zu beschützen. Eigentlich probierte er es nicht nur, er tat es auch immer wieder.
In diesem Zusammenhang lernte er auch Reeve kennen, der ebenso wie er selber eher zu den Außenseitern gehörte. Sie waren zu diesem Zeitpunkt gerade neun Jahre alt, und wurden schnellstens enge Freunde, nachdem Hiro sich für den eher schwächlichen Jungen eingesetzt hatte. Schnell wurde beiden klar, dass sie in vielerlei Hinsicht ähnliche Interessen hatten, und dass sie sich gegen die anderen wehren konnten, wenn sie zusammen hielten. Auf diesem Wege, geprägt durch gegenseitige Unterstützung, wurde ihr freundschaftliches Band immer stärker. Gleichzeitig entwickelte sich auch eine vorerst lockere Rivalität, die sich zu Beginn lediglich auf Pokemon Kämpfe bezog. Die beiden forderten sich immer wieder spaßeshalber gegenseitig heraus. Sobald einer von ihnen verlor trainierte er solange weiter, bis er den anderen erneut herausfordern und hoffentlich dieses Mal besiegen konnte. So ging das ganze immer zu weiter und der Ehrgeiz der Jungen wuchs mehr und mehr. Spätestens im Alter von zehn Jahren war Hiromi sich hundertprozentig sicher, dass er auf jeden Fall ein erfolgreicher Trainer werden wollte. Ein Grund dafür war, unter anderem, dass er den heimlichen Wunsch verfolgte, seine Mutter und seinen Großvater damit stolz machen zu können. So hatte er noch einen weiteren Ansporn gefunden, um immer mehr zu trainieren und zu üben. Er, Evoli und Shnebedeck wurden dadurch schon in frühen Jahren schnell stärker.
Als er eines Tages - es war kurz vor seinem elften Geburtstag - wieder ein Mal alleine in der Nähe Blizzachs unterwegs war, um gegen wilde Pokemon zu kämpfen, traf er auf die zu diesem Zeitpunkt amtierende Arenaleiterin. Oder besser gesagt: Er beobachtete sie heimlich, wie sie selbst mit ihrem Team am trainieren war. Ein Team, das komplett aus Eis Pokemon besteht, und das Hiromi faszinierte. Ab sofort beobachtete er sie öfter und öfter beim Kämpfen um sich so etwas für sich selber abgucken zu können. Es kam aber natürlich, wie es kommen musste, und er blieb nicht unbemerkt. Sie entdeckte ihn, wie er gerade probierte, sie in einem Kampf zu imitieren. Fortan trafen sich die beiden in unregelmäßigen Abständen auf eben jener eisigen Route, und die junge Frau erzählte Hiromi etwas über das Kämpfen, über Eis Pokemon, über das Leiten einer Arena und führte hin und wieder einfache Übungskämpfe mit ihm durch. Relativ schnell sah sie das Potenzial in dem Jungen und motivierte ihn in Zukunft ständig, seine Ziele zu verfolgen. So kam es, das Hiro eine eigene Faszination für Eispokemon entwickelte und der Arenaleiterin insgeheim nacheifern wollte. Schon damals nahm er sich vor, dass er sie eines Tages ernsthaft herausfordern und sie auch schlagen würde.

An seinem elften Geburtstag machte Samuel ihn ein weiteres, wertvolles Geschenk. Es nahm ihn mit zum Eisfelsen, der sich nicht allzu weit entfernt von Blizzach befindet. Er hatte den Ehrgeiz Hiromis bemerkt und auch dessen Faszination für Eispokemon erkannt. Dementsprechend gab er ihm und seinem Evoli, Pandora, an diesem Tag die Möglichkeit, mit einem Mal um einiges stärker zu werden. Sobald Pandora sich dem mysteriösen Felsen genähert hatte, begann sie, eine Verwandlung durchzumachen. Hiromi hatte zu diesen Zeitpunkt nur davon gehört, dass Pokemon sich unter gewissen Umständen entwickeln konnten, aber es noch nie mit eigenen Augen beobachtet. Dem Jungen schlug das Herz bis zum Hals und er stand da wie eingefroren, während er wartete, bis sich das gleißende Licht wieder legte. Was dann vor ihm stand, sah nicht mehr aus wie das Pokemon, was er nun so viele Jahre schon seine Partnerin nannte. Einen kurzen Moment lang war er irritiert, bis er langsam die Ähnlichkeiten wieder entdeckte. Als Pandora dann schnurstracks auf ihn zu gelaufen kam, wusste er, dass es noch immer sein Pokemon war, nur um einiges stärker. Pandora hatte sich zu einem Glaziola weiterentwickelt. Von diesem Zeitpunkt an konnte Hiro sich deutlich öfter gegen seinen Freund Reeve durchsetzten, und langsam erwachte so in letzterem wohl auch seine Eifersucht.

Im Nachhinein warf Hiromi sich oft vor, dass er Reeves Gefühle früher hätte erkennen können und müssen. Das, was er viel zu lange naiv für ihre normale Rivalität gehalten hatte, war in Wirklichkeit nach und nach in Eifersucht umgekippt. Reeve fühlte sich immer wieder von Hiro gedemütigt. Denn letzterer war blind für das, was in seinem Freund vorging, und behandelte ihn weiterhin wie immer, unterstützte ihn und war für ihn da, während dieser gegenüber dem dunkelhaarigen mehr und mehr Abneigung empfand. Hiromis großzügiges Verhalten machte alles nur noch schlimmer. Das ganze brodelte noch eine ganze Weile im Stillen vor sich hin, bis es schlussendlich ans Tageslicht kam. Bis dahin verlief, für Hiromi zumindest, alles normal. Er kämpfte mit Reeve, er legte sich mit denen an, die Cecilia und er nicht leiden konnten, und er trainierte jeden Tag mit Pandora und Aether.
Sie waren ungefähr dreizehn, als Reeves Abneigung gegenüber seinem früheren Freund letztendlich offensichtlich wurde. Cecilia hatte ihren Bruder schon vorher öfter darauf hingewiesen, dass etwas nicht stimmte, aber dieser hatte es nicht wahrhaben wollen. Bis er dann eines Tages feststellen musste, dass der, den er für seinen besten Freund gehalten hatte, sich mit jenen Leuten abgab, gegen die sie sich immer zusammen hatten wehren müssen. Und sie hatten sich mal wieder seine Schwester ausgesucht, bewarfen sie gleichermaßen mit Worten als auch mit kleineren Gegenständen. Selbstverständlich musste Hiromi eingreifen. Das ganze Ende in einer Prügelei, wie so oft, nur dass es dieses mal Hiro gegen Reeve war anstatt sie beide gemeinsam gegen den Rest. Selbstverständlich konnte sich der Junge alleine nicht durchsetzten.
Ab diesem Tag stellten beide Zwillinge fest, dass das Leben im Waisenhaus eine wahre Hölle sein konnte. Es war nie schön gewesen - aber erträglich. Solange sie sich zur Wehr hatten setzten können, solange sie zumindest einen Freund hatten. Klar, sie hatten sich noch immer gegenseitig und sie hatten ihre jeweiligen Pokemon, aber gegen die Massen an verbalen und physischen Übergriffen, die folgten, reichte das einfach nicht. Es dauerte noch Jahre bis Hiro endlich dahinter kam, was seinen Freund wohl dazu getrieben hatte, ihn derartig zu hintergehen. Und noch bis heute hat er es nicht vergessen, und hat nie wieder jemanden außerhalb seiner Familie oder seiner Pokemon so sein Vertrauen geschenkt. Er fühlte sich ausgenutzt, verraten, gedemütigt und einsam.

In den nächsten Monaten zog Hiromi sich ein weiteres Mal mehr in sich zurück und fing an, mehr und mehr alleine die Gegend rund um Blizzach zu erkunden. Dies brachte ihm auch Vorteile für sein Training, denn er traf auf anspruchsvollere Gegner, an denen er sich messen konnte. Auch wuchs in ihm der Wunsch, diesen Ort endlich verlassen zu können. Er wollte seine Ziele verfolgen, er wollte stärker werden, er wollte die Welt erkunden, und er wollte sich nicht mehr so eingeengt und gefangen vorkommen. Er war es leid, ständig Opfer von denen zu werden, die dachten, sie könnten sich alles erlauben, nur weil sie in der Überzahl waren. Gleichzeitig wollte und konnte er aber auch seine Schwester niemals alleine lassen, und er wusste, dass sie ihn nicht würde begleiten wollen.
Zu seinem vierzehnten Geburtstag bekam er Pokebälle geschenkt, und es dauerte keine zwei Tage, bis sie ihren Einsatz fanden. Natürlich musste er sie nutzen. Er musste einfach weiter dafür sorgen, dass er und sein bisher sehr kleines Team immer stärker werden konnten. Vor ein paar Jahren, als er Aether gefangen hatte, hatte sein Großvater ihm alles genau gezeigt und ihm geholfen. Jetzt, davon war er überzeugt, konnte er es alleine. Zugegeben - es war nicht einfach. Aber im Grunde war er ja auch gar nicht alleine. Nach all dem jahrelangen Training waren Pandora und Aether keineswegs mehr schwach, und so gelang es ihnen gemeinsam, ein junges Schneppke zu überwältigen. Hiromi brauchte ein paar Versuche, bis er den Dreh mit den Pokebällen wieder raus hatte, aber als er an seinem letzten Ball angekommen war, klappte es endlich. Das Pokemon blieb im Ball. Erleichtert rief Hiromi seinen neuen Partner wieder heraus und betrachtete es neugierig. Er brachte es sogar zu Blizzachs Arenaleiterin, um ihr zu zeigen, was er geschafft hatte. Gemeinsam fanden sie heraus, dass es sich um ein weibliches Schneppke handelt, und es wurde Nyad getauft.

Es dauerte noch über ein Jahr, bis der Junge seinen Entschluss endgültig getroffen hatte. Er hielt es einfach nicht länger gefangen an diesem Ort aus. Seit Reeve sich von ihm abgewandt hatte, war das Leben im Waisenhaus, in Blizzach, für ihn wie eine Höllenfahrt gewesen. Die einzige Ablenkung, die er hatte, war das Training mit seinen Pokemon sowie seine Schwester. Es war sein fünfzehnter Geburtstag, als er ihren Großvater bat, ob er das Heim verlassen und durch Sinnoh reisen könnte. Das war keine einfache Entscheidung, aber am Ende ließ Samuel sich überzeugen, weil er erkannte, dass er seinen Enkeln ein derartiges Leben nicht länger antun konnte. Außerdem wollte er Hiromi seinen Wunsch nicht verwehren, schließlich war er in demselben Alter ganz ähnlich gewesen. Und er hatte ein bereits recht starkes Pokemonteam an seiner Seite. Cecilia verließ das Heim ebenfalls - sie zog nun zurück zu ihrem Großvater, um ihn zu unterstützen und ihre eigenen Ziele und Träume zu verfolgen.

Hiro verließ seine Heimat mit gemischten Gefühlen. Vor allem seine Schwester würde er schmerzlich vermissen, aber dafür wusste er, dass er den Ort und all die Erinnerungen, die damit verbunden waren, ganz weit hinter sich lassen wollte, was letztendlich überwog. Und das war der einzige Weg. Die Arenaleiterin, mit der er in den letzten Monaten mehr Zeit verbracht hatte, übernahm es, den Jungen auf dem Luftweg quer durch Sinnoh nach Erzlingen zu bringen. Dort würde seine Reise beginnen. Noch nie in seinem Leben hatte Hiromi sich derartig gefühlt; eine Mischung aus Aufregung und purer Freude auf das, was ihm bevorstehen würde.

Der Dunkelhaarige hatte zwar jahrelang all seine Freizeit mit Training verbracht, wusste aber trotzdem nicht, ob er in der "echten Welt" wirklich gegen andere Trainer oder gar Arenaleiter bestehen könnte. Darüber hatte er schlichtweg keinerlei Einschätzung. Mit Glaziola, Shnebedeck und Schneppke an seiner Seite fühlte er sich aber sicher genug, als eine Art Probe ihrer gemeinsamen Fähigkeiten, den Arenaleiter von Erzlingen herauszufordern.
Es wurde ein extrem harter Kampf, härter, als Hiromi erwartet hätte. Dies hing auch schlichtweg mit dem Typenvorteil zusammen, den der Arenaleiter gegenüber Hiros Eis-Team hatte und über den dieser sich vorher, um ehrlich zu sein, keinerlei Gedanken gemacht hatte. Trotzdem zahlte sich das jahrelange, harte Training aus, und er errang - mit Mühe und Not - seinen ersten Orden. Als er ihn in der Hand hielt, konnte er es kaum glauben - plötzlich fühlte er sich, als wäre er seinem Ziel zum greifen nah. Bis zu diesem Tag hatte er nie wahrhaftig gelaubt, dass er das Potenzial hätte, das zu erreichen, wovon er immer geträumt hatte. Aber in diesem Moment, als er dieses funkelnden Stück Metall in seiner Hand betrachtet, war er sich auf ein Mal ganz sicher, dass er das Zeug dazu hatte. Und ein weiteres Mal nahm er sich vor, seine Mutter, seinen Großvater, seine Schwester und auch Blizzachs Arenaleiterin, die ihn immer unterstützt hatte, stolz zu machen.

Die folgenden Jahre in Hiromis Leben sind eine verschwommen ineinander übergehende Masse an immer wieder den selben Abläufen. Er trainierte, er trainierte wie ein wahnsinniger, war aber stets darauf bedacht, seine Partner nicht zu überanstrengen. Und natürlich setzte er langsam seine Reise durch Sinnoh fort. Er beeilte sich nicht sonderlich voran zu kommen, stattdessen erkundete er jede Stadt und jede Route, durch die er kam, ganz genau und nutzte jede Gelegenheit, die sich im bot, um stärker zu werden. Und natürlich errang er weitere Orden.
In dem selben Jahr, in dem er aufgebrochen war - also im Alter von fünfzehn Jahren - entwickelte sich Aether weiter zu Rexblisar. Etwas, was für Hiromi ziemlich überraschend kam, obwohl es nach all dem Training zu erwarten gewesen war. Diese erneute Steigerung ihrer Stärke ermöglichte es Hiro gegen Ende des Jahres den Waldorden in Ewigenau ohne größere Schwierigkeiten zu erringen. Von dem Glücksgefühl, nach einem erfolgreichen Kampf, bekam der junge Trainier nicht genug. Als Resultat ließ er sich nicht genug Zeit, sich auf seinen nächsten Arenakampf vorzubereiten, und forderte den Leiter in Schleiede schon kurz darauf heraus. Sein eher untypisches und überstürztes Handeln führte leider auch genau zum passenden Ergebnis - Hiromi verlor das erste Mal einem Arenakampf. Dieses Erlebnis war zwar demütigend und erschütterte den Jungen kurzzeitig in seiner Willenskraft, war aber auch wichtig für seine weitere Entwicklung. Immerhin muss man auch lernen, zu verlieren.
Natürlich verlor Hiro seine Ziele nicht aus dem Auge nur wegen einer Hürde, die ihm im Weg lag. Also fing er wieder an zu trainieren, und das so lange, bis er sich sicher sein konnte, dass er den Orden auch schaffen würde. Er war mittlerweile sechzehn geworden, als er sich ein wenig weiter von der Stadt entfernte, um am See der Kühnheit neue Herausforderungen zu suchen. Eine kluge Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Hiromi spazierte gerade am Ufer entlang, sich und seinen Pokemon eine Pause gönnend, als er die eindeutigen Rufe eines verletzten Pokemons hörte. Ja, natürlich, um zu trainieren mussten andere wilde Pokemon unumgänglich verletzt werden, aber Hiro bemühte sich immer, es nicht zu weit zu treiben. AUch bevorzugte er es, seit er sich durch Sinnoh bewegte, sich mit Trainern zu messen. Die Geräusche, die er jetzt vernahm, klangen aber ganz eindeutig nach ernsthaften Schmerzen und vor allem auch nach Angst - auf jeden Fall klang es anders, als er es gewohnt war. Von echter Sorge getrieben machte er sich auf die Suche nach der Geräuschquelle - und fand ein verletztes Lapras. Der junge Trainer wollte dem leidenden Pokemon helfen, aber es war verschreckt und ließ ihn nicht näher als auf drei Meter an sich heran. Nach mehreren verschwendeten Stunden sah er keine andere Möglichkeit mehr, als es einzufangen. Selbstverständlich brachte er es zu einem Pokemon Center und wollte es danach wieder frei lassen, aber als er das tat, wollte das Lapras plötzlich nicht mehr gehen. Es wirkte fast so, als hätte es Angst vor der Wildnis, beziehungsweise vor dem, was es zuvor so verletzt hatte. Und so wuchs Hiros Team ein weiteres und bis heute letztes Mal um ein neues Mitglied an.

Zusammen mit Calypso, so der Name des gefundenen Lapras, gelang es ihm schließlich auch, den Bergorden in Schleiede zu erringen. Der Fennorden aus Weideburg City sowie der Reliktorden in Herzhofen folgten in den nächsten Monaten, ohne dass Hiromi größere Schwierigkeiten bei diesen Kämpfen gehabt hätte. Und immerzu reiste und trainierte er weiter. Er war siebzehn, als sich all die Übung erneut auszahlte, und Nyad sich zu Frosdedje weiterentwickelte. Dieses Ereignis sowie die Leichtigkeit, mit der er die letzten zwei Orden hatte gewinnen können, gaben ihm das Gefühl, fast unschlagbar zu sein und er stürzte sich nach Fleetburg um dort schon seinen sechsten Orden zu gewinnen. Das was folgte, hat ein bisschen was von einem Dejavu Erlebnis. Denn, wie auch beim letzten Mal, verlor er hier, nachdem er sich so überstürzt in den Kampf geworfen hatte. Und auch beim zweiten Versuch wurde es nicht viel besser. Aber Hiro sah es gewiss nicht ein, jetzt aufzugeben. Nicht, nachdem er schon so viel geschafft hatte. Selbst wenn er sich noch zehn Mal würde Demütigen lassen müssen, selbst, wenn er noch in zwei Jahren in Fleetburg festhängen würde. Das Problem in diesem Kampf war erneut der Typ-Vorteil gegen Hiros extrem einseitiges Eisteam. Aber natürlich kam es nicht so weit, und er musste keine zwei Jahre in Fleetburg verbringen. Stattdessen überlegte er sich dieses Mal eine ausgeklügelter Strategie, wie er gegen den hartnäckigen Arenaleiter und dessen Team vorgehen könnte. Nach zwei Kämpfen konnte er dessen Vorgehensweise einigermaßen vorausahnen und wusste ganz genau, welche Pokemon ihm gegenüber stehen würden. Und so probierte er es nach einigen Wochen, die mit hartem Training gefüllt waren, ein drittes Mal. In diesem Kampf konzentrierte er sich voll und ganz auf seine Strategie, und erinnerte sich gleichzeitig im Hinterkopf immer wieder daran, warum er das alles tat, was seine Motivation war. Und das genügte tatsächlich - Hiromi konnte den Minenorden seiner Sammlung hinzufügen. Es war ein extrem langwieriger Kampf gewesen, und am Ende hatte es kurz so ausgesehen, als ob er schon wieder verlieren würde, aber im letzten Moment gelang es ihm, das Ganze noch herumzureißen.

Der nächste Orden, den es zu erringen gab, war der Firnorden. Dafür musste er jene Arenaleiterin, zu der er schon so früh aufgesehen hatte, besiegen und zurück nach Blizzach gehen. Das erste Mal seit er vor drei Jahren aufgebrochen war. Mittlerweile war er achtzehn Jahre alt, und weit von der Person entfernt, die er damals gewesen war. Nach so langer Zeit wieder in seiner Heimat zu sein, war ein beklemmendes Gefühl. Als er alleine durch die allzu bekannten, schneebedeckten Straßen lief, konnte er nicht anders, als sich all die traurigen und schmerzhaften Erinnerungen seiner Kindheit  wieder ins Gedächtnis zu rufen. Am liebsten wollte er direkt wieder aufbrechen, und diesen Ort weit hinter sich lassen, aber es gab einige Dinge, die er davor erledigen musste, und die er nicht aufschieben konnte.
Natürlich traf er sich mit seiner Schwester, die sich ebenfalls verändert hatte, aber keineswegs so viel, wie ihr Bruder, sowie seinen stark gealterten Großvater, der aber noch genauso schien wie früher. Es war ein glückliches Wiedersehen. Natürlich hatten sie all die Zeit über durch Briefe und Telefon Kontakt gehalten, aber es ist immer etwas ganz anderes, die Menschen, die einem so am Herz liegen, endlich wieder real vor sich stehend zu sehen. Cecilia ließ ihn kaum noch los, so sehr hatte sie ihren Zwillingsbruder vermisst. Hiro ging es natürlich nicht anders – täglich hatte er an sie gedacht – aber trotzdem bereute er es keine Sekunde lang, Blizzach hinter sich gelassen zu haben. Und er hätte es auch ohne zu zögern erneut getan.
Auch seine Mutter besuchte er. Anfangs stand er einfach nur vor ihrem Grab, starrte es an, fühlte sich leer und wusste nicht, was er tun sollte. Dann folgte er irgendwann seiner Intuition und fing an zu reden. Er erzählte von all den Dingen, die er erlebt und erreicht hatte. Dabei wurde ihm erst selbst wirklich klar, wie weit er es geschafft hatte, und wie stolz er dafür auf sich selber sein konnte. Immerhin war es in diesem Moment schon mehr, als er sich je zu träumen gewagt hatte. Er kam sich komisch vor, aber es tat auch gut, all diese Dinge loszuwerden, auch wenn ihm eigentlich niemand zuhörte. Als er fertig gesprochen hatte wurde ihm so schwer ums Herz, dass er es keine Sekunde mehr länger auf dem Friedhof aushielt. Bis heute kam er nicht mehr wieder.
Zuletzt galt es nun, endlich die Arena herauszufordern um den vorletzten Orden der Sinnoh Region zu erringen. Vor keinem seiner Kämpfe war er je so aufgeregt gewesen. So viele Jahre war es nun her, dass er sich vorgenommen hatte, die Eis Arenaleiterin zu bezwingen. Jetzt war der Moment gekommen, an dem es ihm entweder gelingen oder er scheitern würde – in der Stadt, die er bereits mit so viel Schlechtem verband. Obwohl er schon Monate vor seiner Ankunft in Blizzach härter trainiert hatte als je zuvor, bekam er plötzlich Angst, und war überzeugt, dass er es nicht schaffen konnte. Das erste Mal in seinem Leben dachte er daran, es einfach bei dem zu belassen, was er bereits geschafft hatte. Aber das war nur ein kurzer Moment der Schwäche, der sich derartig nicht wiederholen würde. Er überwand sich, betrat die ihm allzu bekannte Arena und trat seiner alten Bekannten gegenüber. Sie sah noch fast genauso aus wie an dem Tag, an dem sie ihn damals in Erzlingen abgesetzt hatte. Sie schien sich zu freuen, endlich herausfinden zu können, wie stark er geworden war und zu sehen, ob sie sein Potenzial damals richtig eingeschätzt hatte.
Und das hatte sie. Es war ein harter und hemmungsloser Kampf. Eis und Eis standen sich gegenüber. Wenn Hiro daran zurückdenkt, kommt er immer wieder zu dem Entschluss, es sei der härteste Kampf seines bisherigen Lebens gewesen. Die Eisleiterin war unerbittlich – sie wollte ganz genau sehen, wozu er und sein Team in der Lage waren. Aber auch Hiromi zeigte keine Gnade. Plötzlich war sein Kopf nur noch von einem Gedanken erfüllt: Er wollte gewinnen. Er musste gewinnen. Sonst wären die letzten drei Jahre wertlos. Als er die Arena wieder verließ war die Sonne bereits untergegangen und dicke Schneeflocken rieselten vom Himmel. In seiner Hand schimmerte der Firnorden und Hiro war vermutlich noch nie zuvor so erschöpft aber auch so erleichtert gewesen.

Der junge Mann blieb noch ein Weilchen in Blizzach und verbrachte viel Zeit mit seiner Schwester, aber allzu lange hielt er es dort nicht aus. Als er wieder aufbrach fühlte er sich bereit, es mit dem letzten Arenaleiter, der letzten Hürde, Sinnohs aufzunehmen. Aber er hatte aus seinen früheren Fehlern gelernt und warf sich nicht unvorbereitet in den Kampf. Er ließ sich Zeit, er trainierte geduldig und erkundete die Gegend zwischen Blizzach und Sonnewik ausführlich. Als er schließlich vor der Arena stand war er ganz ruhig und blieb es auch den ganzen Kampf lang. Im Vergleich mit dem Kampf in Blizzach kam ihm dieser wie ein Kinderspiel vor.
Hiromi hatte sich auf einer Parkbank in einer ruhigen Gasse Sonnewiks niedergelassen, seine Pokemon um sich herum, und starrte stumm auf den Boden. Die Sonne schien ihm warm ins Gesicht und ein leichter Wind durchzottelte seine Haare. Hiro fühlte sich seltsam leer. Das Gefühl der Freude, was er erwartet hatte, blieb aus. Vorsichtig zog er die Schatulle, in der er seine Orden aufbewahrte, heraus, und legte den Lichtorden hinein. Und jetzt? Da lagen sie vor ihm; alle acht Orden Sinnohs. Er hatte sie alle gesammelt, in etwas dreieinhalb Jahren. Er und seine Partner waren um ein vielfaches stärker geworden, sie waren zusammengeschweißt. Und er hatte sich verändert. Er hatte sein Träume verfolgt, und er hatte sie erreicht. Er hatte alles bekommen, was er wollte. Er zählte spätestens jetzt zu der Spitzenklasse aller Trainer Sinnohs; nicht viele würden sich mit ihm messen können. Er war nicht der Stärkste, aber das war auch nie sein Ziel gewesen. Was jetzt? Sollte er andere Regionen bereisen, mehr Orden sammeln? Wollte er wirklich den Rest seines Lebens so verbringen?

Es vergingen einige Wochen, in denen Hiromi nicht wusste, was er mit sich und seinem Leben anfangen sollte. Letztendlich tat er das eigentlich einzig logische und beschloss, einfach weiter zu machen. Sprich: Als nächstes müssten die Top 4 herausgefordert werden. Er verbrachte also weitere Monate damit, sich zu stählen und wagte sich dann an die Pokemon Liga Sinnohs. Ein Schritt, den er sich selber noch vor ein paar Jahren nie zugetraut hätte. Aber es lief erstaunlich gut – zumindest Anfangs. Beim zweiten Top 4 wurde es sehr, sehr knapp; beim dritten scheiterte er, und beschloss daraufhin, erst mal eine Pause einzulegen. Sein Team war zwar in top Form – aber vermutlich einfach zu klein. Hiromi zog zwar in Erwägung, es zu vergrößern, aber er wollte es nicht erzwingen. Außerdem hatte er das Gefühl, dass er, Pandora, Aether, Nyad und Calypso mal so etwas wie einen Urlaub verdient hätten.
An seinem neunzehnten Geburtstag, der kurz darauf stattfand, erhielt er dann ein überraschendes Angebot. Er würde den freiwerdenden Posten des 1. Top 4s bekleiden können, wenn er denn wollte. Hiromi dachte nicht viel darüber nach, als er zusagte. Wie hätte er auch nein sagen können? Nun war er wirklich und offiziell einer der stärksten Trainer in der Region. Er hatte deutlich mehr erreicht, als er sich je zugetraut hätte. Also sagte er zu. Und er bereute seine Entscheidung nicht.
Das folgende Jahr verbrachte er mit allem, was man als Top 4 eben so tat. Natürlich musste er stets weiter trainieren, denn er konnte es nicht leisten, sich jetzt auf die faule Haut zu legen. Er reiste immer noch ein wenig, aber nicht mehr so viel wie davor. Mittlerweile hatte er auch, so kam es ihm zumindest vor, alles in Sinnoh gesehen, was zu sehen gab. Er lernte die verschiedensten Trainer kennen und genoss es, sich mit ihnen zu messen und jeden Tag etwas Neues dazuzulernen. Trotzdem könnte man fast sagen, dass dieses eine Jahr das entspanntest seit langem für ihn gewesen war.
Er war noch keine 14 Monate ein Top 4, als er erneut ein Angebot erhielt. Oder eher eine Bitte. In Hoenn war Not am Mann, wenn man es so sagen wollte. Auch hier war die Position des ersten Top 4s frei geworden, und es war kein Ersatz aufzutreiben. Man bat ihn, die Stelle anzunehmen.
Diese Entscheidung wiederum fiel dem jungen Mann schwerer, als die vorherige. Er musste einige Wochen hin und her überlegen und sich auch mit Cecilia beraten, die extra von Blizzach zu ihm reiste, um ihn zu sehen. In Sinnoh lebte seine Familie. Nach Hoenn gehen würde bedeuten, sie noch weniger zu sehen, als sowieso schon. Aber langsam wurde es ihm leid, immer nur das gleiche um sich herum zu haben. er wollte neues erleben. Und vor allem war es ihm leid, dass jeder ihn kannte. Nach Hoenn gehen – das wäre sowas wie ein frischer Start in einer Region, von der er absolut nichts wusste. Es war ein Risiko, und Hiromi mochte keine Risikos, aber letztendlich überzeugte ihn seine Schwester davon, dass es das richtige für ihn sei, ja zu sagen. Also sagte er ja und betrat kurz darauf ein Schiff, das ihn nach Hoenn bringen sollte.


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BeitragThema: Re: Hiromi Reyven    Sa Dez 23, 2017 6:23 pm

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Hiromi Reyven
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