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 Ethan 2.0

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Reyven
Admin
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PokeDollar : 342

BeitragThema: Ethan 2.0   Fr Apr 28, 2017 1:29 am


ETHAN
Nathaneal Matthew Dylan Isaac
CALLUM
« ... I'm not running away »

« ALLGEMEINES
All the things you might need to know.
« NAME: Ethan Nathaneal Matthew Dylan Isaac Callum
... Ethan Nathaneal Matthew Dylan Isaac Callum. Genau! Genau so heißt der junge Mann. Zumindest mit vollen Namen, aber sein Rufname lautet schlichtweg Ethan. Zum Glück. Er selber weiß bis heute nicht, wie seine Eltern auf die vollkommen bescheuerte Idee kamen, ihm ganze fünf verdammte Namen an den Hals zu hängen, aber wie es aussieht hatten sie eine ganz deutliche Vorliebe für englische Namen. Oder vielleicht konnten sie sich auch einfach nicht entscheiden, was auch immer. Ethan selber stellt sich natürlich so gut wie nie mit seinem vollen Namen vor, und so weiß eigentlich so gut wie niemand von der lächerlichen  vollen Länge seines Namen. Einzig und allein seine Mutter hatte früher die nervende Angewohnheit ihn immer, wenn sie auf ihn sauer war, mit seinem vollen Namen zu rufen. Samt Nachnamen und allem drum und dran. Der Blauhaarige hat keine Ahnung, ob irgendeiner seiner Namen irgendeine Bedeutung hat, aber es interessiert ihn auch recht wenig. Es sind seine Namen, er benutzt sie so gut wie gar nicht, vergisst manchmal fast schon, dass sie überhaupt existieren - sie sind einfach da, da kann er eben leider nicht so viel gegen tun. Was seinen ersten Vornamen, beziehungsweise Rufnamen, angeht - nun, er ist okay. Es gibt bessere. Es gibt auch schlimmere. Daran stört sich Ethan eigentlich nicht. Generell ist ihm sein Name prinzipiell sogar ziemlich egal; er denkt da einfach nicht weiter drüber nach und nimmt es so hin, wie es ist.

« ALIAS: Ethny?!
Also eigentlich, eigentlich, hatte Ethan nie einen richtigen Spitznamen. So besonders lang ist sein Name ja nun nicht, dass man da viel abkürzen könnte, ohne das es sich total bescheuert anhören würde. Da waren natürlich seine Eltern, die seinen Namen, als er noch ein kleines Kind war, gerne hin und wieder mal verniedlichten oder irgendeine Endung dranhingen, aber als richtigen Spitznamen oder Alias kann man das ja nun wirklich nicht bezeichnen. Wen man genau sein will, dann wurden Ethan schon viele verschiedene Namen gegeben, aber das waren zu neunzig Prozent mehr Beleidigungen als Spitznamen. Wir bleiben also dabei, dass er keinen Spitznamen hat. Genau. Gar keinen. Und dabei wird es auch bleiben, wenn es nach Ethan ginge.
... Gut, seien wir ehrlich. Es gibt da ja noch seine große Schwester, die sich selbstverständlich immer einen Spaß daraus gemacht hatte und immer machen würde, ihn aufzuziehen. "Ethny", das einzige, was man aus seinem Namen irgendwie hätte machen können. Natürlich musste sie sich sowas bescheuertes raussuchen, und Ethan hasste es über alles. Ethny. Das muss man sich mal vorstellen - wie erniedrigend. Er kann nur hoffen, dass sonst niemand je auf diese Idee kommen würde.

« GEBURTSDATUM: Vor zwanzig Jahren geboren am 01. April
Ethan ist gewiss kein unerfahrener Jungspund mehr, doch zu seinem Leidwesen schätzt man ihm dank seines Aussehens und vor allem auch wegen seiner Größe oft jünger ein, als er ist. Wenn die Leute dann hören, wie alt er wirklich ist, dann sind sie in aller Regel ein wenig überrascht und Ethan probiert seine Beleidigung zu überspielen. Mit zwanzig steht er natürlich noch in der Blüte seiner Jugend, hat noch eine Menge vor sich, viel zu lernen und zu erleben. Aber das gesteht er sich nur ungern ein. Lieber tut er erfahrener und erwachsener, als er eigentlich ist. Deswegen stört es ihn auch so, wenn man ihn als noch jünger behandelt, als er sowieso schon ist.

Vor zwanzig Jahren erblickte er das Licht der Welt ... am 01. April.
Ethan hasst seinen Geburtstag. Schon allein der Monat. "April". So ziemlich der schlimmste Monat im Jahr! Das Wetter ist bescheuert und irgendwie kann man sich nicht mal auf eine richtige Jahreszeit festlegen. Das soll wirklich Frühling sein? Aber der Tag übertrifft alles. Ausgerechnet der erste. Wenn es der zweite gewesen wäre, okay. Oder der letzte Tag im März- Aber nein, es musste, natürlich, ausgerechnet der erste April sein. Gut, man kann sich seinen Geburtstag ja leider nicht aussuchen und ändern kann man ihn erst recht nicht. Ethan erzählt eigentlich niemanden von seinem Geburtstag und er hat ihn auch schon seit ... bestimmt fünf Jahre nicht mehr gefeiert. Warum sollte er auch? Angeblich soll der Geburtstag ja der wichtigste Tag im Jahr sein, aber der Blauhaarige hält das für einfach vollkommen überbewertet. So ein Schwachsinn.

« GEBURTSORT: Kanto; Lavandia
Lavandia. Gäähn! ... Ja, in Lavandia, einer mittelgroßen Stadt in Kanto, wurde Ethan geboren und dort ist er auch aufgewachsen, bis er sich dann mit sechzehn endgültig entschieden hat auf Reisen in anderen Regionen zu gehen. Zum Glück! Sonst wäre ihm so viel entgangen! Aber davon wohl später mehr - Ethan kann seine "Heimatstadt" absolut nicht leiden. Was hätte er nicht alles dafür gegeben in einer Großstadt zu leben ... aber nein, so viel Glück sollte er dann nicht haben. Aber jetzt war er seit vier wunderschönen Jahre nicht mehr dort, und er hat auch nicht vor das zu ändern. Ganz bestimmt nicht. Seine Eltern leben noch immer dort, aber sie haben sich nicht ein einziges mal um Kontakt bemüht - nicht, dass Ethan überhaupt geantwortet hätte, aber was soll man machen. Lavandia ist zwar Ethans Geburtsort, aber ganz sicher nicht seine Heimat.

« WOHNORT: Kein fester Wohnort
Seit Ethan sich von zu Hause los gemacht hat, hatte er nichts mehr, was er als festen Wohnsitz bezeichnen würde. Statt sich irgendwo niederzulassen war er immer zu nur unterwegs gewesen, und er hat sich auch eigentlich nie was anderes gewünscht. Er genießt seine Freiheit in vollen Zügen, bereist so viele Orte und Regionen, wie es ihm möglich ist, und schläft dort, wo es eben gerade passt. Ob er diesen Lebensstile irgendwann ein Mal ändern möchte, darüber hat er sich noch keine ernsthafte Gedanken gemacht. Bisher gefällt es ihm so sehr gut. Er braucht keinen Ort, an den er sich gebunden fühlt.

« TÄTIGKEIT: Krimineller
Bei seinem Aufbruch von zu Hause hatte Ethan eine gewisse Summe angespartes Geld, die allerdings relativ schnell schwand. Ihm war bewusst, dass er sich als Trainer nicht über Wasser halten konnte. Er war nie darauf aus gewesen Orden zu sammeln oder sein beschiedenes Team so stark zu trainieren, dass er andere herausfordern könnte. Manchmal, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet, macht er vielleicht einen kleinen, ehrlichen Nebenjob, um sich ein bisschen was dazu zu verdienen. Aber die meiste Zeit verdient er sich seine Brötchen nicht ganz so ehrlich. Irgendwann hatte er festgestellt, wie einfach es sein konnte, als Krimineller an Geld zu kommen. Und irgendwie machte es ihm halt auch Spaß. Ethan agiert vor allem auf eigene Faust, nimmt aber auch Aufträge von anderen an, wenn sie gut bezahlt werden. Von dem großen, organisierten Verbrechen hält er nicht viel. Er ist im Grunde also ein einfacher Kleinkrimineller, der sich in der Szene allerdings schon einen gewissen Ruf gemacht hat und dadurch mittlerweile relativ regelmäßig Anfragen als Auftrags-Dieb, oder was die Leute auch sonst benötigen, bekommt. Auf diese Weise kommt er heutzutage gut über die Runden und muss sich um Geld deutlich weniger Sorgen machen als noch am Anfang seiner Reisen.


« FAMILIE
A little something about the people who should be the closest to me.
Eigentlich hat Ethan für seine Familie nicht mehr viel mehr als Verachtung übrig. Kontakt zu ihnen hat er schon seit langem nicht mehr aufgebaut und andersherum ist es auch nicht der Fall. Obwohl sie es jederzeit könnten - denn seine Eltern und Schwester haben sehr wohl seine aktuelle Handynummer. Sie scheinen sich vollkommen damit zufrieden zu geben, dass er irgendwann mal zu einer Reise aufbrach und dann niemals zurück nach Hause kam. Was aus ihm geworden ist und wird scheint sie nicht mehr zu interessieren, und Ethan selber stört sich nicht weiter daran.

« MUTTER: Ayase Callum - 46 Jahre alt - Hausfrau
Ayase ist Ethans Mutter, eine ehemalige Koordinatorin, die bei der Geburt ihrer Tochter ihren Job an den Nagel hing, um sich ganz ihrere Familie widmen zu können. Ayase war eigentlich immer eine sehr liebevolle und fürsorgliche Mutter und Hausfrau, die sich voller Hingabe um ihre Kinder kümmerte. Sie widmete ihnen fast ihre ganze Aufmerksamkeit und gab für ein idyllisches Familienleben ihre ehemalige Freiheit auf, die sie als Jugendliche sehr genossen hat. Sie verstand also den Drang ihres Sohns Ethan nach Freiheit und die beiden hatten früher ein recht inniges Verhältnis. Doch nach dem Tod von Nath, Ethans jüngerem Bruder, veränderte sie sich. Der Schock, ein Kind zu verlieren, hat sie nie ganz verlassen. Sie wurde extrem in sich gekehrt und schenkte ihrer Umwelt kaum noch Beachtung, als wäre sie in einer anderen Welt. Auch wenn es irgendwann so wirkte, als würde sich ihr Zustand verbessern, wurde sie nie mehr wirklich die alte. Bis heute ist sie vor allem in sich selber zurückgezogen und spricht kaum mit jemanden außer ihrem Mann und ihrer Tochter. Ethan selber hat keine Ahnung, wie es ihr heutzutage geht und was sie über ihn und sein Verschwinden denkt. Zugegeben, eine ganze Weile lang hat er sich selber nicht um irgendeine Form von Kontakt gekümmert. Als es dann aber nach circa eineinhalb Jahren doch zu einer Begegnung mit seinem Vater kam, die in einem Streit und erneutem Kontaktabbruch endete, verwehrte jener ihm die Möglichkeit, etwas über den Zustand seiner Mutter in Erfahrung zu bringen.

« VATER:Samuel Callum - 49 Jahre alt - Forscher
Samuel war Ethans Vater - er ist es immer noch, aber der Blauhaarige sieht ihn schon seit längerem nicht mehr wirklich als seinen Vater an. Bis zu Naths Tod war er ein gut verdienender Forscher, der sich auf legendäre Pokemon spezialisiert hatte, doch auch er veränderte sich nach diesem einem Ereignis. Überhaupt schien sich alles nach diesem einem Tag geändert zu haben. Vorerst schien er der starke Familienvater zu sein, der sich nach diesem Verlust rührend um die Verbleibenden kümmerte. Als dann aber klar wurde, dass seine Frau, Ayase, vermutlich nie wieder so werden würde, wie sie ein Mal war, erkannte man auch ihn kaum noch als den liebevollen Vater von damals wieder. Samuel ist immer gereizt, wird schnell wütend und auch er spricht kaum noch mit jemand anderen als seiner Frau, um die er sich mit all seiner Kraft zu kümmern probiert. Stattdessen steigert er sich schnell in irgendwelche unsinnigen Sachen ein. Die einzigen Dinge, die ihn noch interessieren sind seien Frau, seine Arbeit und die Erfolge seiner Tochter. Irgendwann kam er durch einen dummen Zufall dahinter, wie Ethan sich heutzutage über Wasser hält, was zu einem riesigen Streit führte, und seitdem sprachen die beiden kein Wort mehr miteinander. Außerdem verwehrte er es seit dieser Situation seinem Sohn, Kontakt mit seiner Mutter aufzunehmen.

« GESCHWISTER:
Lyel Callum - 25 - Koordinatorin - Schwester
Nath Callum - verstorben - Bruder
Dann gibt es da noch Lyel, Ethans fünf Jahre ältere Schwester; sie ist also mittlerweile fünfundzwanzig Jahre alt. Die beiden Geschwister haben sich noch nie sonderlich gut verstanden, das hat mal ausnahmsweise rein gar nichts mit dem Tod ihres Bruders zu tun. Viele Familien würden nach so einem Verlust vielleicht zusammen rücken und ein engeres Verhältnis aufbauen, aber so war es nicht bei ihnen. Im Gegenteil, die ganze Familie klaffte nur immer weiter auseinander. Ethan verspürt einen regelrechten Hass auf seine ältere Schwester. Schon immer wurde sie bevorzugt - kein Wunder, sie war ja auch die tolle Lyel, die fantastische Koordinatorin, die schon mit jungen Jahren so hart trainiert hatte um ihrer Mutter nachzueifern und sie stolz zu machen. Selbstverständlich war sie auch noch wunderhübsch, immer freundlich und hilfsbereit. Die perfekte Tochter. -Ganz anders als Ethan, der keinerlei Interesse hatte Orden zu sammeln oder sonst irgendwas in diese Richtung. Und so wurde er ständig von Lyel übertroffen, was seine Wut und seinen Hass auf sie steigerte. Sie selber war und ist so ehrgeizig, dass sie sich für ihren Bruder, den Nichtsnutz, meist nur schämte, und das schon in frühen Jahren. Seit ihrer frühen Kindheit haben beide sich nur gestritten oder sind sich aus dem Weg gegangen. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Lyel sieht ihren Brüdern nicht sehr ähnlich, hat sie doch die braunen Locken und dunklen Augen ihres Vaters geerbt. Seit Naths Tod kümmert Lyel sich natürlich rührend um ihre Eltern, während sie gleichzeitig ihre Karriere nicht aus den Augen verliert - ganz anders als ihr Bruder, der die Familie einfach im Stich liest. Ethan sieht manchmal ein Bild von ihr in der Zeitung, aber seit seinem Aufbruch haben sie nicht mehr miteinander gesprochen.

Nath war Ethans jüngerer Bruder. Er starb in einem Verkehrsunfall, als Ethan Fünfzehn Jahre alt war, Nath war zu seinem Todeszeitpunkt zehn. Nach diesem Ereignis änderte sich so ziemlich alles in Ethans Leben, aber er gibt seinem Bruder natürlich nicht die Schuld dafür. Die beiden Brüder hatten ein gutes Verhältnis gehabt, schon früh hatte Ethan sich um den Jüngeren gekümmert und viel Zeit mit ihm verbracht. Nath war ein aufgewecktes Kind gewesen das bereits in jungen Jahren die Begeisterung Samuels für legendäre Pokemon übernommen hatte. Sein großer Traum war es, wie man es von einem Kind eben erwartet, ein Mal eines zu treffen. Er wollte es nicht fangen, denn er war eine grundsätzlich friedliche Natur, die diesen majestätischen Pokemon ihre Freiheit lassen wollte, aber ein Mal eins sehen wollte er. Seine Haare und Augen hatten die selbe auffällige Farbe wie Ethans, geerbt von ihrer Mutter.

« SONSTIGE: Minami Lyess - 21 - Rangerin - ehemalige beste Freundin
Minami und Ethan lernten sich als Kinder in ihrer Heimat kennen als Minami mit ihrere Familie nach Lavandia zog. Ihre Eltern wollten dort eine Pokemon Pension eröffnen. Sie waren gerade fünf beziehungsweise sechs Jahre alt und sofort beste Freunde, wie das nun Mal so ist, als Kinder. Und sie blieben es auch ihre ganze Jugend hindurch. Minami war ein gutmütiges Mädchen voller Energie, die selten ein Blatt vor den Mund nahm und mit ebenso viel Abenteuerlust wie Ethan, und so waren die beiden ständig irgendwo unterwegs. Um genau zu sein war Minami immer seine einzige, wirkliche Freundin, abgesehen von seinen Pokemon, und er brauchte auch sonst niemanden. Sie konnten einander vertrauen und waren immer füreinander da. Selbstverständlich, dass das fürsorgliche Mädchen ihrem engsten Freund beistehen wollte, nachdem dessen Bruder bei einem schrecklichen Unfall ums Leben gekommen war. Aber Ethan, der ihre mitleidigen Blicke genauso wenig ertragen konnte wie die Reaktionen seiner Familie, tat stets, als würde er selber damit zurechtkommen können. Als dann der Tag kam, an dem er von zu Hause aufbrechen wollte, konnte er es nicht über sich bringen, sich von ihr zu verabschieden. Am liebsten hätte er gehabt, sie würde mitkommen, aber er wusste, dass es ihr Wunsch war, in der Umgebung als Rangerin zu arbeiten und ein Mal die Pension ihrere Eltern zu übernehmen.  Ein paar Wochen später kehrte er doch noch ein Mal kurz zurück, was in einem großen Streit endete. Seit dem ist der Kontakt abgebrochen.


« AUSSEHEN
Why don't you just look at me?
« GRÖSSE & STATUR: 1,69 Meter
Wenn du Ethan gegenüber stehst, dann wird dir, zu seinem Bedauern, vermutlich schnell auffallen, dass er für einen zwanzigjährigen Mann recht klein geraten ist. Und daran wird sich auch nicht mehr viel ändern, denn schließlich ist er längst ausgewachsen. Trotzdem gibt er die Hoffnung nicht auf, wenigstens noch einen Zentimeter zu wachsen, um dann von sich behaupten zu können 1,70m zu sein ... immerhin. Ja, genau, Ethan ist nur einen Meter und 69 Zentimeter "groß". Und das bekommt er leider immer wieder zu spüren.
Generell hat er eine recht schlacksige Statur; und das in Verbindung mit seiner Größe lässt ihn schwächlich und "süß" wirken, und da gibt es eben immer wieder Leute, die gar nicht anders können, als ihn damit aufzuziehen. Und weil er auch immer wieder darauf anspringt und sich so gut ärgern lässt, hören sie, zu seinem Leidwesen, auch nicht auf. Natürlich bringt klein sein auch den ein oder anderen Vorteil, aber in den meisten Fällen ist es einfach nur nervig, und Ethan würde sicherlich viel dafür geben, zehn Zentimeter größer zu sein. Oder wenigstens fünf!
schlank war Ethan schon immer gewesen, aber dafür noch nie besonders sportlich. Entsprechend ist er kein bisschen muskulös sondern einfach nur dünn. Aber auch nicht abgemagert - er bewegt sich durchaus in einem gesunden Rahmen. In dieser Hinsicht mag der junge Mann seinen Körper aber eigentlich, denn aus Muskeln hat er sich noch nie viel gemacht. Er bevorzugt es, die Muskeln in seinem Kopf zu nutzen. Einzig und allein die Größe stört ihn also und weniger seine Statur - zumindest so lange, wie niemand auf die Idee kommt, ihn für sein "schwächliches" Auftreten aufzuziehen.

« HAARFARBE: blau-türkis
« AUGENFARBE: ebenfalls blau-türkis

Seine Haare trägt Ethan, so mögen manche vielleicht sagen, für einen jungen Mann ein wenig länger als es üblich ist. Das hat ganz einfach damit zu tun, dass er es mag, sie cool zu stylen. Was wäre das denn, wenn er modisch immer herausgeputzt wäre, aber dafür einen wilden Wischmopp auf dem Kopf tragen würde? Die typische "Ethan-Frisur" ist ein kleines Zöpfchen - bei seiner Haarlänge gerade so möglich. Die eine Seite trägt er komplett streng zurückgekämmt, auf der anderen fällt ein lockerer, seitlicher Pony heraus, der sein Gesicht umrahmt und auch manchmal in die seine Augen fällt. Man kann sich vorstellen, dass der Blauhaarige es nicht mag, wenn seine Frisur zerstört wird. Noch eine Sache, mit der man ihn super ärgern kann.
Diese wiederum stechen aufgrund seiner blassen Haut, die, obwohl er sich eigentlich immer draußen aufhält, kaum Farbe zu bekommen scheint, mit ihrem den Haaren sehr ähnlichen türkis-blauen Ton oft ziemlich heraus, wenn man ihn mustert.

« BESONDERHEITEN: Also ich würde ja sagen, dass allein Ethans Haare schon recht auffällig sind, schließlich haben sie einen recht extremen Farbton, oder nicht? Und das dann als Naturhaarfarbe, das sticht schon irgendwie heraus. Zumindest bildet sich das der junge Mann selber ein, denn der liebt seine Haare und besonders ihren Farbton. Entsprechend achtet er auch immer darauf, sie ordentlich zu stylen. Ansonsten ist Ethan allerdings recht durchschnittlich, würde ich fast behaupten. So sehr man auch sucht, man wird keine Narben oder andere extreme Auffälligkeiten an seinem Körper finden. An dieser Stelle könnte man als einziges noch mal darauf zurück kommen, dass er recht klein ist, was auch jeder sofort merkt, der ihm gegenüber steht. Ab und zu stricht er vielleicht noch durch seine Kleidung heraus; je nachdem, in was für einer Stimmung er am jeweiligen Tag war.

Ethan achtete sehr auf das, was er anzieht. Mal schnell irgendeinen labbrigen Pulli und eine einfache Jenas angezogen? Das kommt ihm nicht in die Tüte. Nein, um ehrlich zu sein ist er bei dem Thema fast wie eine Frau - natürlich zieht er keine Frauenklamotten an, aber trotzdem verbringt er mit seiner Kleidungsauswahl bestimmt mindestens so viel Zeit wie eine modebewusste Frau. Hemd, Jacke, Hose, Schuhe, jegliche Accessoires - das alles muss schon zusammen passen. Der junge Mann bevorzugt Kleidungsstücke, die eine gewisse Eleganz haben, ein einfaches Shirt trägt er eher selten. Viel öfter trifft man ihn in einem Hemd, einer Weste oder einer weißer Jacke an. Zu seinen Lieblingsstücken zählt außerdem eine blaue Jacke mit großen schwarzen Knöpfen. Sie reicht nur bis zur Hüfte, so dass man darunter oft noch ein Shirt, Hemd, oder was auch immer gerade drunter trägt, sieht. Außerdem hat die Jacke eine orange Naht und einen recht tiefen V-Ausschnitt mit umgeschlagenen Kragen. Insgesamt ist sie recht schwer zu beschreiben, aber sie ist und bleibt eins seiner, in seinen Augen, stylishsten Lieblingsstücke. Relativ häufig ist er auch in einem komplett weißen Anzug anzutreffen. Insgesamt achtet er jederzeit darauf, eine gewisse Eleganz auszustrahlen und sein Bewusstsein für Mode offen an den Tag zu legen.


Seine ganz bewusst ausgewählte und aufeinander abgestimmte Kleidung, in der er sich selbstverständlich sehr wohl fühlt, seine persönliche Vorliebe für seine Haare und seinen grundsätzlichen Körperbau sowie ein gewisses Maß an Eitelkeit ermöglicht es Ethan - trotz seinem Komplex bezüglich seiner Größe - selbstbewusst aufzutreten. Dadurch schafft er es oft, zumindest kurzzeitig, in den ersten Augenblicken, über seine "schwächliche" und "süße" Wirkung hinwegzutäuschen. Zumindest wenn er sich dazu entscheidet, in den Vordergrund zu treten. Dazu kommt ein sehr neutraler Gesichtsausdruck, den er in den letzten Jahren perfektioniert hat. Eine Art Pokerface, durch das er sich nur sehr wenig anmerken lässt, wenn er es nicht möchte. Da er sich zudem meist im Hintergrund hält, verleiht ihm das eine leicht mysteriöse Aura für Beobachter. Nur dafür sind seine Größe und Statur wirklich nützlich - um weniger aufzufallen, solange er nicht auffallen will.


« CHARAKTER
Those questions are getting quite personal now.
Ethan ist ein großer Widerspruch in sich. Nicht nur einer, tausend Widersprüche auf einen Haufen. Das trifft es vermutlich schon ganz gut. Und genau das macht ihn für andere Menschen vermutlich ziemlich schwer einschätzbar und kaum nachvollziehbar - genau das, was er meistens auch erreichen will. Unberechenbar sein ist sein Bestreben. Wo fängt man da denn am besten an?

Ethan ist ständig darum bemüht, einen kühlen und lässigen Eindruck auf andere zu vermitteln. Er läuft mit Pokerface um die Welt - oder zumindest probiert er das -, erzählt eigentlich kaum was über sich, seine Gefühle, seine Vergangenheit oder anderes. Er redet generell nicht viel, behält seine Gedanken - die er sich tatsächlich in großen Massen um alles mögliche macht - für sich, wirkt desinteressiert, oft genervt. Er probiert meist sein bestes, sich selber mit einer fast schon mysteriösen Aura zu umgeben, um sich so unauffällig durch die Massen bewegen zu können, ohne das jemand auf die Idee kommt, ihn anzusprechen.

Es sei erwähnt, dass der junge Mann recht intelligent ist, was er auch weiß, und was er gerne zu seinem Vorteil ausnutzt. Um genau zu sein zählt er diese Fähigkeit, seine Umgebung genau zu beobachten, Zusammenhänge zu erkennen, die anderen nicht sofort auffallen mögen, und diese für sich selber auszunutzen, als seine größte Stärke. Seiner Meinung nach ist der durchschnittliche Mensch in seinem Alltag die ganze Zeit viel zu abgelenkt von allem und bekommt deswegen nur die Hälfte von dem mit, was um ihn herum passiert. Aber genau das ist es, was er nicht will. Ethan probiert immer sein Aufnahmevermögen so breit gefächert zu halten, wie irgendwie möglich. Um das zu erreichen hält er sich lieber im Hintergrund und tritt nur in das Geschehen ein, wenn es sein muss oder ihm einen persönlichen Vorteil bringt. Nur weil er nicht viel sagt und in der Regel alles mögliche probiert, um sich selbst mit einer mysteriösen Aura zu umgeben, heißt das ja nicht, dass er das alles, was um ihn herum passiert, nicht registriert, oder nicht sogar an dem Geschehen mitwirkt. Aber es muss ja nicht gleich jeder wissen, was er für eine Rolle bei dem ganzen spielt, oder?

Aber natürlich ist er nicht immer so. Hinter diesem Pokerface versteckt sich noch eine Menge mehr, sobald er sich dazu entschieden hat, dass es für ihn einen größeren Nutzen hat mehr in den Vordergrund zu kommen und mit anderen in Kontakt zu treten. Zum einem liebt Ethan es wirklich über alles, Ironie und Sarkasmus zu benutzen. Es gibt kaum etwas, was ihm mehr Freude bereitet, als andere zu verwirren, indem er einfach auf so gut wie alles ironisch reagiert. Ob er sich das anmerken lässt, indem er einen dementsprechenden Unterton zulässt, oder nicht, kommt immer ganz auf die Person ihm gegenüber und die Situation an. Wenn er nicht will, dass man merkt, dass er alles, was er gerade sagt, sarkastisch meint, dann merkt man es eben auch nicht - zumindest nicht an seiner Stimme, seiner Mimik oder dergleichen. Und wenn man ihn nicht kennt, und seine Vorliebe nicht erahnt, dann kann es wirklich schwierig werden herauszufiltern was er jetzt ernst meint, und was nicht. Man sollte seine Worte als nie für bare Münze nehmen und im Gespräch mit ihm ein wenig vorsichtig sein. Er macht sich einen richtigen Spaß daraus, naive Personen ein wenig auf den Arm zu nehmen, und auch hier und da einen Witz auf den Kosten des Gegenübers zu machen. Dieses Verhalten führt unumgänglich auch dazu, dass Ethan meist ziemlich herablassend auf andere wirkt, als würde er sich selbst für etwas besseres halten. Und das tut er vielleicht auch ein bisschen. Zumindest ist er hinsichtlich seines eigenen Aussehens recht eitel und achtet sehr auf sein äußeres Erscheinungsbild sowie generelles Auftreten gegenüber Fremden (also so ziemlich jeden, da Ethan keine engeren Kontakte pflegt). Ab zurück zu seinem Verhalten in Kommunikation mit anderen- Ethan ist zwar extrem sarkastisch, meistens genervt und ziemlich herablassend, aber man kann ihm nicht vorwerfen, keinen Sinn für Humor zu haben. Ganz im Gegenteil, er kann auch gut mit einen Witz der ausnahmsweise auf seine Kosten geht umgehen. Er freut sich regelrecht, wenn jemand ihn gut kontern kann und nimmt nicht alles so ernst. das mag überraschend sein, denn dann kann sich sein sonst so grimmig-gelangweiltes Gesicht ganz plötzlich in ein lachendes verwandeln.  

Ethan ist gewiss kein Mensch, der sich gerne in Angelegenheiten andere einmischt, außer er kann es zu seinem großem Vorteil ausnutzen. Meistens hält er sich aber eher zurück, auch um das Bild des kühlen, desinteressierten jungen Mannes aufrechtzuerhalten. So gesehen ist der Blauhaarige ziemlich egoistisch. Es ist verdammt unwahrscheinlich, dass er jemand Fremden bei irgendetwas helfen würde, wenn dabei nichts für ihn selber herumspringen würde, was den Aufwand rechtfertigt. Ethan hat also nicht das Interesse irgendjemanden zu helfen oder besonders freundlich zu ihm zu sein um sich Freude zu machen, allerdings will er sich genauso wenig irgendwelche Feinde machen. Zumindest nicht direkt. Aber wenn man egoistisch ist, lässt sich das leider nicht immer vermeiden. Es lässt sich also festhalten, dass Ethan im Allgemeinen probiert, seien Distanz zu anderen zu wahren. Er genießt seine fast uneingeschränkte Freiheit. Engere Kontakte oder gar Freundschaften würden ihn, so seine Meinung, nur zurückhalten.

Was man noch erwähnen sollte, ist der Umstand, das Ethan sehr chaotisch ist. Und ein Tollpatsch obendrein. Ein weiteres Resultat seiner Liebe für Freiheit. Er hält nichts von Ordnung oder langfristigen Plänen, weil er es sowieso nicht schaffen würde, sich daran zu halten. Viel mehr mag er spontane Entscheidungen und jede Art von Überraschungen. Der junge Mann liebt Überraschungen! Und wenn man alles bis aufs kleinste Detail durchplant, wie soll es dann noch irgendwelche Überraschungen geben? Das wäre einfach nur noch langweilig und öde. Und Ethan hasst alles was langweilig ist. Das führt auch dazu, dass man sich eigentlich nie auf ihn verlassen kann, weil er einfach alles vergisst, es absichtlich verdrängt oder einfach nicht ernst nehmen will. Außer es geht um etwas, dass ihm einen persönlichen Vorteil bringt, natürlich. Und als wäre es nicht schon genug, würde er sich auch nie von irgendwas irgendwelchen Stress machen lassen. Selbst wenn ihm fünf Minuten vor einer wichtigen Verabredung noch einfallen würde, dass er irgendeine ganz dringende Sache in einer vollkommen anderen Stadt vergessen hätte, würde er sich nicht stressen lassen.

Einen Vorteil hat diese Gelassenheit allerdings auch - Ethan gerät eigentlich nie in Panik. Panik zu bekommen ist in den meisten gefährlichen Situationen schließlich eher unpraktisch. In denen befindet sich Ethan allerdings nicht gerade selten, was seiner Abenteuerlust, Neugierde, Tollpatschigkeit und schlichtweg seiner Art, sich sein Geld zu verdienen, zu verdanken ist. Der Blauhaarige bleibt immer ruhig - was ihm wohl schon das ein oder andere mal den Kopf gerettet hat. Zumindest war das bisher immer so. Es mag ja immer Ausnahmen geben. Aber selbst wenn sich mal ein bisschen Angst oder Panik in seinem Bauch bildet, dann tut Ethan einfach so, als wäre er so ruhig, wie immer. Das reicht meistens schon, damit er sich wirklich wieder etwas beruhigt und die Situation in Ruhe wieder durchdenken kann. Auch hier ist seine Intelligenz sicherlich oft von großem Vorteil. Irgendwie muss er seine Unsportlichkeit ja ausgleichen.

Was sehr starke Emotionen angeht, egal ob Wut, Trauer oder Freude, weiß Ethan in aller Regel nicht, wie er mit ihnen am besten umgehen sollte. Meist probiert er sie zu unterdrücken und sich nichts anmerken zu lassen, wie er es sonst auch tut. Sollte das nicht möglich sein, weil die Gefühle einfach zu stark sind, dann merkt man schnell, dass der junge Mann mit der Situation leicht überfordert ist. Das gleiche passiert, wenn er mit solcherlei Emotionen von anderen Leuten konfrontiert wird, nicht nur, wenn er sie selber empfindet.

Der Blauhaarige hat keine festen Pläne und Ziele in seinem Leben, das sollte mittlerweile klar sein. Er ist nicht ehrgeizig, wie zum Beispiel seine Schwester. Stattdessen lebt er in den Tag hinein und wartet ab, was sein Interesse weckt, was passieren wird. Erfolg, Ruhm, großer Reichtum, eine Familie gründen, sich niederlassen, Pokemon trainieren, Champ werden, Macht erlangen - all diese Dinge interessieren ihn nicht. Er genießt in vollen Zügen seine Freiheit zu tun und lassen was er will, wann er es will, und wo er es will, ohne irgendwelche Regeln und Vorschriften. In seinem Leben will er so viele Orte bereisen, wie es ihm möglich ist. Der Einsamkeit, der er sich selber aussetzt, ist er sich selber nicht bewusst. Und auch würde er sich nicht eingestehen, dass er nicht ewig auf diese Art weiter machen kann. Insgeheim gibt es aber eine große Sache, die ihn immer weiter treibt, auch wenn er es niemals jemanden sagen würde. Ethan hat ein Interesse an legendären Pokemon. Nicht aus Machtgier, nicht um seinen Vater nachzueifern sondern weil er sich tief im Inneren wünscht zu tun, was sein Bruder nie würde können.

Aber weiter im Text. Ethan hat, überraschenderweise, auch ein paar fast schon kindliche Züge an sich. Zum Beispiel kann man ihn mit Leichtigkeit auf irgendetwas neugierig machen, und wenn ihn die Neugier erst mal gepackt hat, dann beharrt er darauf - fast wie ein Kind. Ebenso können ihn Kleinigkeiten sehr leicht begeistern. Er liebt Süßigkeiten, allen voran Kaugummis. Eigentlich kaut er immer einen Kaugummi und zeigt damit auch manchmal durch auffällig lautes Kauen oder Blase-platzen-lassen seine Verstimmtheit. Sowas würde man sicher nicht erwarten, wenn man den stillen, mysteriösen, herablassenden jungen Mann das erste Mal trifft.

Eine Sache gibt es noch zu sagen. Auch das mag unerwartet sein, aber Ethan kann erstaunlich gut mit Kritik umgehen. Wahrscheinlich würde man mit einem Dickkopf rechnen, aber im Grunde nimmt der junge Mann sich Kritik immer zu Herzen und denkt darüber nach, auch wenn er es sich wahrscheinlich nicht direkt anmerken lässt.

Also was haben wir jetzt? Wir haben den Pokerface Ethan, wie er von außen wirkt. Wir haben den sarkastischen, hochmütigen Ethan, sobald man mit ihm in Kontakt kommt. Und wir haben den humorvollen, abenteuerlustigen, chaotischen und leicht zu begeisternden Ethan, wenn man dann ein wenig mehr mit ihm zu tun hat.

Betrachten wir aber doch mal die entfernte Möglichkeit, dass es jemanden doch gelingen sollte, eine engere Beziehung zu Ethan aufzubauen. Sicherlich wäre der Blauhaarige niemand, dem es leicht fallen würde, zu zeigen, dass ihm jemand wichtig ist. Stattdessen würde er wahrscheinlich die meiste Zeit seine genervte-Visage aufrechterhalten, oder es zumindest probieren. Allerdings hat Ethan einen überraschend großen Beschützerinstinkt wenn es um Menschen geht, die ihm viel bedeuten. Etwas, was ihm selber vermutlich nicht mal bewusst ist - allein schon, weil es so lange her ist, dass es eine solche Person in seinem Leben gegeben hätte. Aber wenn doch, dann würde der Blauhaarige für einen solchen Menschen im Stillen tatsächlich viel mehr tun, als er sich selber eingestehen würde, um sie vor jeglichen Schaden zu bewahren. Er wäre ein Freund, auf dem man sich im Geheimen verlassen könnte, sobald es um etwas wirklich wichtiges geht. Jemand, mit dem man regelrecht Ponitas stehlen könnte, der für jedes noch so dumme Abenteuer zu haben wäre.

Aber warum dann das ganze? In Wahrheit haben natürlich auch Ethan die Ereignisse seiner Vergangenheit nicht kalt gelassen. Seine Reaktion, auf das, was geschehen ist, war bloß anders, als die seiner Umgebung, was er sich selber aber nicht eingestehen kann. Im Grunde hat er einfach all seine Sensibilität und all die Traurigkeit und Schuldgefühle irgendwo verschlossen, und sich selber und allen anderen etwas vorgespielt, und das tut er auch heute noch, ohne es anerkennen zu wollen.

« STÄRKEN:
« intelligent
« gelassen
« guter Beobachter
« kritikfähig
« "Pokerface"
« selbstständig
« Improvisationstalent
« Durchhaltevermögen
« humorvoll
« SCHWÄCHEN:
« chaotisch
« tollpatschig
« planlos
« unzuverlässig
« eigensinnig
« egoistisch
« herablassend
« eitel
« verschlossen

« VORLIEBEN:
« Ironie
« blau
« Süßigkeiten
« Humor
« Abenteuer
« Sarkasmus
« Musik
« Kaugummi
« Herbst
« Wind
« Überraschungen
« weiß
« Gewitter
« Geheimnisse
« gewinnen
« Großstädte
« Herausforderungen
« Mode
« Freiheit
« ABNEIGUNGEN:
« Hitze
« Schluckauf
« Eintönigkeit
« verlieren
« belehrt werden
« Feuer
« Stress
« Vorschriften
« aufdringliche Leute
« bevormundet werden
« Ordnung
« Pläne
« Lärm
« Naivität
« Polizisten
« Verantwortung
« Höhe
« Kinder
« unterschätzt werden


« VERGANGENHEIT
Things that made me become who I am. Might be boring.
Ayase und Samuel lernten sich in ihrere Jugend näher kennen, obwohl beide schon  ihr ganzes Leben in der selben Stadt verbracht hatten. Sie hatten nie wirklich viel miteinander zu tun gehabt, was daran lag, dass Ayase in ihren führen Jahren viel unterwegs war, mit dem Ziel, eine spitzen Koordinatorin zu werden. Irgendwann gerieten sie dann aber durch einen glücklichen Zufall in näheren Kontakt und- Ach, es geht hier ja nicht um die beiden. Kurz gesagt, es passierte genau das, womit man rechnet: sie verliebten sich, führten eine glückliche Beziehung, zogen irgendwann zusammen, und Ayase wurde schwanger. Nach einigen Monaten gab sie ihren Beruf als Koordinatorin auf, um sich ganz ihrer zukünftigen Familie zu widmen. Samuel arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Pokémon Labor und verdiente genug, um dies möglich zu machen. Und so wurde wenig später die süße Lyel geboren, wodurch eine kleine Familie entstand. Im Grunde war alles sehr unproblematisch, sowohl die Geburt als auch ihre ersten Jahre. Schon früh wurde der Kleinen bewusst, dass sie ein Mal den Traum ihrer Mutter weiterführen wollte. All die Geschichten und Fotos von Ayase die sie hörte und sah, waren einfach zu faszinierend für ein Kind, und diese Faszination sollte sie nie mehr wirklich los lassen. So wurde auch schon früh ihr Ehrgeiz geweckt, der sich in einigen Jahren ganz deutlich zeigen sollte.

Nach fünf weiteren, glücklichen, größtenteils ereignislosen Jahren in der Familie Callum, kam es erneut zu Zuwachs. Das einzig interessante Ereignis in der Zwischenzeit war wahrscheinlich eine Beförderung Samuels. Aber jetzt sind wir endlich da, wo wir hin wollten, nämlich die Geburt von Ethan. Besser gesagt: Ethan Nathaneal Matthew Dylan Issac Callum. Bescheuert, oder? Was auch immer seine Eltern sich dabei gedacht haben, keiner weiß es. Vielleicht wissen sie es selber nicht. Ethan hat auf jeden Fall nie danach gefragt. Da hätten wir nun also unsere vierköpfige Familie Callum, glücklich wie eh und je, könnte man so sagen. Lyel und Ethan verstanden sich im Grunde von Anfang an nicht besonders gut, aber das sollte die Familienidylle in diesen frühen Jahren nicht weiter stören.

Ethan wuchs in einer absolut behüteten Umgebung im ruhigen Lavandia auf und genoss eine durchaus angenehme Kindheit. Er hatte zwei liebevolle Eltern, die sich um ihn sorgten und ihm die Fähigkeiten beibrachten, die er für sein zukünftiges Leben brauchen würde - zum Beispiel laufen, sprechen und alleine auf die Toilette gehen. Er hatte eine Schwester, die ihn nicht sonderlich mochte, und von der er sich spätestens ab einem Alter, in dem er selbständig darüber nachdenken konnte, fernhielt. Groß daran stören tat er sich in diesen frühen Jahren seines Lebens aber noch nicht.

Und so wurde der kleine Ethan älter, und plötzlich war er schon fünf Jahre alt. Hätte man Samuel und Ayase damals gefragt, sicher hätten sie gesagt, dass sie nicht glauben könne, wie die Zeit so schnell vergehen kann.
Es war ein sonniger Vormittag im Juni, als ein großer Umzugswagen durch Lavandia fuhr. Ethan, voller kindlicher Neugier, konnte natürlich nicht anders, als das ganze Geschehen aus größtmöglicher Nähe beobachten zu wollen. An der Hand seiner Mutter rannte er also nach draußen, voller Aufregung, denn sonst passierte wirklich nicht allzu viel spannendes in Lavandia. Heraus aus dem Wagen kam eine kleine Familie; Mutter, Vater und ein kleines Mädchen ungefähr in Ethans Alter. Später stellte sich heraus, dass sie nur ein Jahr älter war und Minami Lyess hieß. An diesem glücklichen Tag wurde innerhalb weniger Minuten, nachdem die erste Schüchternheit überwunden war, eine enge Freundschaft zwischen den beiden Kindern geknüpft, die sie für viele Jahre verbinden sollten. Ethans Eltern waren besonders erleichtert, denn in Lavandia lebten kaum andere Kinder in diesem Alter und so war Ethan die meiste Zeit alleine und ohne festen Spielkameraden gewesen. Aber jetzt war da ja Minami, die nur wenige Häuser entfernt wohnte. Ihre Eltern eröffneten ein Pokémon Pension und waren deswegen nach Lavandia gekommen.

Ebenfalls in diesem Jahr wurde Ayase ein drittes mal schwanger, und der kleine Nath wurde geboren. Damit war die Familie dann endgültig vollständig. Für Ethan war dieses Ereignis besonders positiv, denn von Anfang an empfand er große Freude dafür, sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. So kam es dazu, dass er in den folgenden Jahren eine deutlich engere Verbindung zu Nath haben sollte, als zu seiner großen Schwester.

Ein Jahr später sollte es zu einem weiteren, wichtigen Ereignis kommen. Ethans sechster Geburtstags. In den Augen seiner Eltern das richtige Alter, um ihr Kind näher mit einem Pokémon vertraut zu machen. Und so bekam der Blauschopf das beste Geschenk, was er sich damals hätte wünschen können: Sein erstes eigenes Pokémon, ein Partner, der ihn immer begleiten würde. Es sollte ein kleines Hydropi sein, das mindestens genauso jung, unerfahren und tollpatschig wie Ethan selber war. Samuel hatte es durch seine Arbeit im Labor bekommen. Ethan und Kizu, wie es getauft wurde, verband sofort ein enges Band, wie es meistens ist, mit ersten Pokémon und im frühen Kindesalter. Lyel hatte übrigens im selben Alter fünf Jahre zuvor ihr erstes Pokémon erhalten, ein junges Flemmli.

Die folgenden Jahre liefen wie folgt ab. Die Differenzen zwischen Ethan und Lyel wuchsen. Das hatte verschiedene Gründe, hing aber vor allem damit zusammen, dass das Mädchen nun in ein Alter kam, in der sich ihr Ehrgeiz, an der Spitze zu stehen, sehr deutlich zeigte. Damit erntete sie eine Menge Aufmerksamkeit und Lob ihrere Eltern. Natürlich beanspruchte auch der kleine Nath noch viel Aufmerksamkeit Ayases, während Samuel viel arbeiten musste, um seiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen, und so bleib nicht mehr viel für Ethan übrig. Es ist unvermeidlich, dass sich so die Beziehung der beiden Geschwister nur verschlechtern konnte. Außerdem entwickelte Lyel die Angewohnheit, ihren kleinen Bruder mehr und mehr mit verschiedenen Dingen aufzuziehen, zum Beispiel dummen Spitznamen. Diese langsam wachsende Distanz zu seiner Familie führte zu einer engeren Bindung Ethans zu Minami. Die beiden waren im Grunde ständig unterwegs und erlebten mehr und mehr verrückte Abenteuer, je älter sie wurden. Natürlich wuchs auch Ethans Freundschaft zu Kizu, doch obwohl sie viel gemeinsam unterwegs waren, verspürten sie beide nicht das Bedürfnis, viele Trainerkämpfe zu bestreiten. Lieber erkundeten sie gemeinsam mit Minami ihre Umgebung als zu trainieren. Auch Minami war nicht aufs kämpfen aus - viel lieber versorgte sie Pokémon, und trat damit langsam aber sicher in die Fußstapfen ihrere Eltern. Ayase, die ein großes Verständnis für die Abenteuerlust und den Freiheitsdrang ihres Sohnes aufbringen konnte, ließ ihn größtenteils gewähren, wie er wollte. So war Ethan nach und nach fast nur noch zum schlafen zu Hause. Dadurch konnten auch größere Konflikte mit Lyel vermieden werden, die in seinen Augen immer unausstehlicher wurde, wodurch der Anschein einer glücklichen Familie weiterhin gewahrt werden konnte.

Mit dem Heranwachsen Naths zu einem aufgeweckten, wissbegierigen Jungen, der seinem Vater gleichend sofort besonders von legendären Pokémon fasziniert wurde, bemühte sich Ethan auch, wann immer er zu Hause war, sich um seinen kleinen Bruder zu kümmern. Trotz einem Altersunterschied von fünf Jahren verbrachte er gerne Zeit mit ihm und genoss es, sich um ihn zu kümmern, während seine große Schwester immerzu nur anderes zu tun hatte. Und wenn er nicht gerade bei seinem Bruder war, dann war er wie immer viel mit Minami unterwegs.

Mit vierzehn gelang es ihm, ein weiteres Pokémon seinem kleinen aber feinem "Team" hinzuzufügen. Natürlich nicht alleine ... Hydropi war dafür viel zu wenig trainiert. Minami und er wurden auf einem ihrere Ausflüge an einem windigen Herbsttag von einem aufgebrachten Absol überrascht. Es verhielt sich unnatürlich aggressiv den beiden gegenüber, und sie hatten keine andere Wahl als sich gemeinsam mit ihren Pokémon zu verteidigen. Später stellte sich heraus, dass das Absol verletzt gewesen war, und deswegen so wild gewesen war. Ethan und Minami gelang es zusammen nach einem nicht einfachem Kampf und einigen Pokebällen schließlich, das Absol zu fangen, und gemeinsam versorgten die beiden es danach. Als es ihm wieder besser ging, wollte Ethan es eigentlich frei lassen, aber das Pokémon schien sich bereits sehr an ihn gewöhnt zu haben. Außerdem unterhielt er sich mit seinem Vater und lernte, dass Absol natürlicherweise eigentlich nicht in Kanto vorkommen würde. Es sah also ganz danach aus, als wäre es in der Gegend ausgesetzt worden und hatte sich dann in der unbekannten Umgebung die Verletzung zugezogen. Das bewegte Ethan dazu, es zu behalten, sich mit ihm anzufreunden und schließlich Reeve zu taufen.

Ethan war fünfzehn, als sich sein größtenteils glückliches Leben eine 180 Grad Drehung hinlegen sollte. Es war Dezember, und über Nacht hatte es angefangen zu schneien. Am Morgen dieses Tages hatte Ethan noch zusammen mit dem zehnjährigen Nath Bilder von Latios und Latias angeguckt (wahrscheinlich die legendären Pokémon, die ihn zu dieser Zeit am meisten begeisterten). Als Ethan dann gegen Mittag aufbrechen wollte, um sich mit Minami zu treffen und um eine Schneeballschlacht oder dergleichen zu veranstalten, wollte Nath seinen großen Bruder begleiten, aber dieser schlug ab. Es war eine Zeit, in der sich Ethan seiner engen Freundschaft mit Minami schmerzlich bewusst geworden war, und lieber jegliche Zeit mit ihr alleine verbringen wollte. So ließ er seinen kleinen Bruder zusammen mit Lyel im Haus zurück, und war auf und davon. Ihre Eltern waren an diesem Mittag unterwegs, Besorgungen machen.

Dieser Tag, der so schön mit der weißen, glitzernden Schneedecke startete, sollte im genauen Gegenteil enden. Ethan und Minami brachen gemeinsam auf und entfernten sich ein gutes Stück von Lavandia, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben. Ethan war dieses Mal besonders still, da er unsicher war, wie er mit seinen Gefühlen und seiner langjährigen Freundin umgehen sollte. Als die Sonne am Horizont unterzugehen begann, machten sie sich auf den Weg zurück nach Hause, wie sie es fast täglich taten. Lavandia lag still und dunkel zwischen den Bäumen als sie ankamen. Am Ortseingang verabschiedete Ethan sich von Minami. Doch als er zu Hause ankam, waren alle Lichter aus und niemand aufzufinden. Auch auf deren Handys konnte der Junge niemanden seiner Familie erreichen. Am Ende war es Minami, die plötzlich wieder vor seiner Tür stand. Sie hatte von ihren Eltern gehört, was kurz nachdem die beiden Freunde Lavandia für den Tag verlassen hatten, vorgefallen war und wollte Ethan beistehen. Doch geschockt musste sie feststellen, dass dieser noch von gar nichts wusste. Und so war sie es am Ende, die dem Blauhaarigen berichtete, wie sein kleiner Bruder am Mittag das Haus verlassen hatte, um im Schnee zu spielen. Und wie ein Auto von der rutschigen Straße abgekommen war und dem Zehnjährigen nicht mehr hatte ausweichen können. Wie ein Krankenwagen gekommen wäre, der die ganze Familie Callum schon vor Stunden abgeholt hätte.
Natürlich glaube Ethan ihr nicht. Das war vollkommen absurd. Sowas konnte nicht passiert sein - Lyel war dort gewesen, sie hatte auf Nath aufgepasst. Und wenn, dann hätte man ihm doch Bescheid gesagt. Immerhin war es sein Bruder. Man hätte ihn doch anrufen müssen. Doch Minami beharrte auf ihrer vollkommen absurden Geschichte und Ethan bekam es mit der Angst zu tun. Und dann wurde er sauer - er wusste nicht was er tun sollte, was er glauben sollte. Letztendlich brüllte er seine Freundin an, sie sollte ihn in Ruhe lassen und aufhören mit den Lügen. Dann ging sie, und der verängstigte Junge blieb alleine in seinem leeren Haus sitzen.
Es dauerte einige Stunden, bis Samuel, Ayase und Lyel wiederkamen, mit blassen und vom Weinen aufgequollenen Gesichtern. Ethan fragte sofort nach Nath, fragte wo er sei. Samuel nahm ihn beiseite, weg von seiner Mutter und seiner Schwester, um ihn so schonend wie möglich die Wahrheit zu vermitteln. Aber natürlich konnte man so etwas nicht schonend beizubringen. Nath war schon im Krankenwagen seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Ärzte hatten nichts tun können.

Nach diesem Tag war natürlich nichts mehr, wie es war. Am schlimmsten getroffen war Ayase, die in einen Schockzustand fiel und sich vorerst komplett von der Außenwelt abschottete. Samuel nutzte diesen Umstand, um sich von seinem einigen Schmerz abzulenken, und konzentrierte sich ganz auf seine Frau. Lyel tat es ihm ähnlich. Ethan probierte so zu tun, als würde er mit allem was passiert ist gut zurecht kommen. Und als würde er gut alleine zurecht kommen, denn für ihn war nun noch weniger Aufmerksamkeit über, als davor. Im Grunde kümmerte sich in dieser Zeit niemand mehr um ihn. Gleichzeitig entwickelte sich in ihm ein stiller Hass gegenüber seiner Schwester, die in seinen Augen ihre Aufsichtspflicht über Nath vernachlässigt hatte. Damit floh er innerlich vor dem Gedanken, selber Schuld zu tragen - er hätte Nath einfach mitnehmen können. Das Gefühl, von seinen Eltern vernachlässigt zu werden, bohrte sich gleichzeitig ebenso tief in ihn hinein und er begann, als auch nach langer Zeit keine Besserung in Sicht war, Verachtung für sie zu entwickeln. Minami gegenüber wusste er weiterhin nicht, wie er sich verhalten sollte, vor allem nach ihrem Streit an dem Tag des Unfalls. Auch wollte er nicht über das, was geschehen war, sprechen - immerhin konnte er "gut selber damit umgehen". Dies sorgte für eine gewisse Distanz zwischen den beiden, das erste Mal, seit sie sich kannten.

Fast ein Jahr nach dem Vorfall steckte Lyel sich mehr denn je Arbeit in ihr Ziel, eine Spitzenkoordinatorin zu werden. Sie und Ethan sprachen zu dieser Zeit bereits so gut wie gar nicht mehr miteinander. Ayases Zustand verbesserte sich nur wenig, was schließlich auch dazu führte, dass Samuel nicht mehr länger den starken Familienvater mimen konnte. Er kümmerte sich noch immer liebevoll um seine Frau und war stolz auf seine Tochter, aber für Ethan, seinen Sohn der jeden Tag irgendwo herumstreifte anstatt etwas sinnvolles zu tun (mittlerweile öfter alleine als mit Minami zusammen), hatte er nur noch mehr und mehr Verachtung übrig. Er war schnell gereizt und immer öfter wütend. So entfernte Ethan sich schließlich endgültig von seiner Familie.

Er war sechzehn und es war schon wieder Spätsommer, als er sich entschied, dass er es nicht länger aushielt in diesem Haus zu bleiben. Also nahm er kurzerhand seine wichtigsten Habseligkeiten und alles Geld, das er über die Jahre angespart hatte und ging einfach. Er war sowieso jeden Tag unterwegs, es würde nicht ein Mal richtig auffallen. Ethan wollte sich von Minami verabschieden, er wollte es wirklich, aber er brachte es nicht über sich.

Obwohl er so dringend weg wollte, schaffte er es trotzdem nicht, die Region einfach zu verlassen und nicht mehr zurückzuschauen. Sein schlechtes Gewissen hielt ihn mehrere Wochen in der Nähe von Lavandia fast. Und so kehrte er schließlich doch noch ein Mal zurück, dieses Mal mit dem festen Vorsatz, sich von Minami ordentlich zu verabschieden. Als sie ihn sah, wirkte sie erst geschockt und dann verletzt, dass er einfach gegangen war, ohne etwas gesagt zu haben. Ethan probierte sich zu entschuldigen, aber noch immer gelang es ihm nicht, richtig zu erklären was der Grund für sein Verhalten war. Minamis Geduld war damit langsam am Ende, und sie ließ ihrere Enttäuschung freien Lauf. "Hör endlich auf, davor wegzulaufen." waren die Worte, die ihn am meisten im Kopf blieben, und nach denen das Gespräch ohne eine Klärung zu Ende ging. Seit dem haben beide keinen Kontakt mehr miteinander aufgenommen.

Und seitdem ist Ethan alleine unterwegs auf Reisen und hat Lavandia nicht mehr betreten. Kanto hat er auf schnellsten Wege verlassen, ohne noch ein Mal zurückzukommen und ist nach Johto gegangen. Dort hat er die folgenden drei Jahre verbracht und ist in dieser Zeit zu der Person geworden, als die man ihn heute kennt. Die meiste Zeit war er alleine und hat einfach nur jeden Winkel dieser Region erkundet. Nebenbei hat er insgeheim die Augen offen gehalten nach Informationen über legendäre Pokémon. Als sein Geld knapp wurde, hat er sich Anfangs mit allen möglichen ehrlichen Jobs über Wasser gehalten, ist aber irgendwann unausweichlich auf die Kriminelle Schiene abgerutscht. Schließlich wollte Ethan sich nie besonders lange an einem Ort aufhalten, und das war für die meisten Jobs leider eine logische Voraussetzung. Deswegen konnte er immer nur Jobs annehmen, die extrem zeitlich begrenzt waren. Da sprang natürlich nie das große Geld bei rum. Zu seinen ersten kriminellen Tätigkeiten kam es deswegen eher aus einer Notsituation heraus, als er einfach nichts mehr fand, mit dem er sich etwas dazu verdienen hätte können oder wollen. Außerdem verlor er ziemlich schnell jeglichen Skrupel davor, gegen das Gesetz zu handeln, als er feststellte wie einfach es manchmal sein konnte, die Leute zu betrügen.

Einzig erwähnenswerte Ereignis während seiner Zeit in Johto war eine unerwünschte Begegnung mit seinem Vater, ungefähr eineinhalb Jahre nach seinem Aufbruch. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er nichts von seiner Familie gehört und sie auch nicht von ihm. Ethan war sich nicht sicher wie, aber irgendwie war es seinem Vater gelungen, ihn aufzuspüren. Zu diesem Zeitpunkt war der Blauhaarige erst seit relativ kurzer Zeit als Krimineller tätig. Scheinbar hatte Samuel seinen Sohn gesucht, in der Hoffnung, aus ihm wäre in dieser langen Zeit doch noch etwas geworden. Ethan, den das plötzliche geheuchelte Interesse seines Vaters, das er so lange vermisst hatte, nur wütend machte, war extrem distanziert und nach kürzester Zeit brach ein riesiger Streit vom Zaun. Das wurde auch nicht besser, als seinem Vater dämmerte, was sein Sohn tatsächlich tat, um sich über Wasser zu halten - natürlich nicht, was er sich erhofft hatte. Das ganze endete damit, dass die beiden endgültig den Kontakt miteinander abbrachen, und als Ethan sich über seine Mutter erkundigen wollte, wurde er abgeblockt. Er vermutet, dass sein Vater Ayase nie auch nur erzählt hat, dass die beiden sich getroffen haben.

In Johto hat es ihm im Endeffekt nicht besonders gut gefallen, irgendwann wurde es langweilig. So ist er mit 19 Jahren wieder weiter gezogen, auf ein Schiff gestiegen und in Hoenn gelandet, wo er sich noch heute aufhält. Hier verdient er sich weiterhin als Krimineller sein Geld, und kommt so ganz gut zurecht. Mittlerweile ist er unter den anderen seiner "Branche" in Hoenn schon relativ bekannt, wodurch er sich hier und da ein paar gewinnbringende Aufträge sichern kann. Ein Mal gelang es ihm, mit einer großen Portion Glück, einen wertvollen Gegenstand für einen reichen Kunden aus einem gut gesicherten Gebäude zu entwenden. Die Belohnung dafür war ein ganz besonders wertvoller Pokéball. Er enthielt ein Alola Vulpix; eigentlich hatte Ethan vorgehabt, es zu verkaufen, aber irgendwie fand er es einfach zu niedlich, um es wegzugeben. Es war von Anfang an extrem anhänglich und er konnte sich nicht von ihr, Flake, trennen. Damit ist sie der neuste Teil seines Teams - das ganze ist erst vor wenigen Wochen passiert.


« ANDERES

« AVATARPERSON: Mikaze Ai [Uta no☆prince-sama♪]
« MEHRCHARAKTERE: Nein
« HERGEFUNDEN DURCH: Cass Fletcher
« BILDQUELLEN: Header || Aussehen || Kleidung || Hydropi || Vulpix
« REGELN GELESEN: *editiert von Thom



Zuletzt von Reyven am Do Mai 11, 2017 9:57 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ethan 2.0   Fr Apr 28, 2017 1:30 am


TRAINERPASS

« INVENTAR

« ORDEN: Keine
« BÄNDER: Keine

« BEUTEL:
« Wechselklamotten
« dünner Schlafsack
« diverse Landkarten
« Kaugummi-Vorrat
« Notizbuch
« Handy
« Geldbeutel
« ein Kartendeck


« KIZU
Hydropi || Wasser || Männlich

« FÄHIGKEIT: Sturzbach
« TRAGEITEM: Zauberwasser

« ATTACKEN:
« Tackle
« Aquaknarre
« Whirlpool

Kizu ist Ethans Starterpokemon, welches er mit sechs Jahren von seinen Eltern geschenkt bekommen hat. Damals war es noch ein kleines Baby und heute ... naja, ist es immer noch klein. Obwohl die beiden schon so lange Partner sind, ist das tollpatschige Hydropi nicht wesentlich stärker als am Anfang, einfach weil keiner von den beiden das große Interesse daran hat, das zu ändern. Also wird Kizu wahrscheinlich noch eine lange Zeit ein kleines Hydropi bleiben. Ethan und Kizu verbindet nach so vielen Jahren logischerweise ein sehr enges Band und sie würden sich niemals voneinander trennen wollen.


« REEVE
Absol || Unlicht || Männlich

« FÄHIGKEIT: Glückspilz
« TRAGEITEM: Sinelbeere

« ATTACKEN:
« Biss
« Nachthieb
« Psychoklinge

Reeve wurde irgendwann von Unbekannten in Kanto, in der Nähe von Lavandia, ausgesetzt und traf dort, nachdem es sich eine Verletzung zugezogen hat, auf Ethan und Minami. Die beiden fingen und versorgten es, danach wollte es nicht wieder zurück in die freie Wildbahn. Außerdem hatten die beiden Teenager keine Möglichkeit, es zurück in seine ursprüngliche Heimat zu bringen, also wurde es Ethans Partner. Reeve ist manchmal ziemlich eigensinnig, aber trotzdem haben er und Ethan mittlerweile eine enge Freundschaft aufgebaut.


« FLAKE
Alola Vulpix || Eis || Weiblich

« FÄHIGKEIT: Schneemantel
« TRAGEITEM: Sinelbeere

« ATTACKEN:
« Pulverschnee
« Kulleraugen
« Eissplitter

Flake ist noch nicht lange Teil von Ethans Team. Erst vor wenigen Wochen erhielt der Kriminelle sie als Belohnung für einen Auftrag, den er ausgeführt hat. Das kleine Vulpix ist super verschmust, schläft bestimmt die Hälfte der Zeit und ist dabei so niedlich, dass Ethan es einfach behalten musste.
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Ethan 2.0
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