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 Quartett Kyu

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Reyven
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BeitragThema: Quartett Kyu   Fr Jul 10, 2015 9:31 am



"Ein perfekter Tag~"
mit 'Kyu', dem Quartett~


Eine frische Brise kam auf und ebenjener Wind wehte mir durch mein Haar. Haaaach~! Dieser Moment war einfach nur schön... er war beinahe perfekt.
Ich richtete meinen Blick auf meine Freundinnen, die hier, am Wasserfall von Mosaia, mit mir saßen. Jap, das war definitiv das perfekte Wetter, sowie auch der perfekte Ort für ein Picknick. Und nicht nur das... es war auch mit den perfektesten Menschen, die ich kannte. Ich lächelte Zelda an, die gerade mit Pandora und ihrem Kuscheldeckchen Tauziehen spielte. Ich glaube, dadurch, dass wir vier so unterschiedlich waren, war diese Freundschaft etwas besonderes. Etwas – um mich noch einmal zu wiederholen – perfektes. Auch wenn Cecile und Panny oft den Streit mit der armen, kleinen Zelda suchten (und es unser Butler, Richard, inzwischen auch tat – ich musste ihm später echt mal die Leviten lesen...), war es dennoch eine gute Idee nach Kalos zu kommen. Wir hatten eigentlich geplant, 'Kyu' in Johto umzusetzen und um ehrlich zu sein, ich kenne den genauen Grund für unseren Umzug nicht mehr, aber es fühlte sich an, wie ein traumhafter Urlaub unter Freundinnen. Ein Urlaub, der kein Ende nehmen würde...
Aus meiner Schneidersitz-Position legte ich mich nun ins Gras und genoss das schöne Wetter. Es sollte verboten sein, so viel Spaß miteinander zu haben. „Leute?“, fing ich an und machte direkt weiter. „Ich wollte euch einfach mal für alles danken... klar, das klingt total kitschig und klischeehaft, aber die ganze Idee mit 'Kyu' war echt genial – und ich bin glücklich, dass wir so zusammenhalten!“. Zufrieden summte ich vor mich hin. Wie gesagt, es war eklig kitschig, aber es musste gesagt sein und ich dachte auch direkt darüber nach, was ich noch hinzufügen konnte... schnell kam mir etwas in den Sinn: „Das ist – nochmal – so kitschig, aber... ich hoffe, dass wir für immer zusammenbleiben! Dass uns nichts auseinander reißen kann! Und ich bin mir sicher... NICHTS auf dieser Welt konnte eben das tun~!“. Ich fing aus irgendeinem Grunde an zu lachen. Oh mein Gott... das letzte Mal, als ich so glücklich war, war als die Stahlfabrik mir meinen persönlich angefertigten Stahlkäfig ins Kyuartier geliefert hatte und alles dazu gehörige, damit mein Raum, der „♣ “-Raum, fertiggestellt werden konnte. Uuuuuuuuh...~! So ein kuscheliger Stahlkäfig~! Ich hoffe wirklich, dass die Herausforderer genauso viel Spaß an ihm haben, wie ich~!
Aber das tat gerade nichts zur Sache. So sehr ich auch ihn auch genoss, im Moment genoss ich eben diesen Moment~! Nichts konnte das hier ruinieren... oder doch...?

#1

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Reyven
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BeitragThema: Re: Quartett Kyu   Fr Jul 10, 2015 9:32 am

QUARTETT KYU
{Wasserfall in Mosaia [Kalos]

Mit Einsatz ihres gesamten Körpergewicht, was dummerweise nicht sonderlich viel war, warf das zierliche Mädchen sich zurück, die Fersen in den weichen Untergrund gestemmt und zerrte an dem lila mit pinken Blumen verzierte Futon. Ihre Augen waren weit aufgerissen und ihr Mund grimmig verzogen. Ein letzter heftiger Ruck und auf ein Mal verschwand der normalerweise unüberwindliche Widerstand und die Blauhaarige stolperte nach hinten. Mit einem lautem "Plupms" landete sie auf ihrem Hintern. Für einen Bruchteil einer Sekunde schimmerten Tränen in ihren Augen, dann warf sie sich auf den Rücken und war in Windeseile in ihrer Decke verschwunden. Einzig ihre Beine waren noch zu sehen. Die beiden anderen Mädchen, die sich ebenfalls auf der Wiese fanden, schienen den Tumult gar nicht wirklich zu bemerken, was vermutlich daran lag, dass das ganze nicht das erste mal so ablief. Meistens ging es allerdings so aus, dass Pandora ihre Decke erst mal nicht wiederbekam, außer jemand entschied sich ihr zu helfen. Obwohl sie älter als Zelda war, behielt die Jüngere fast immer die Oberhand und wurde auch noch von Melanie unterstützt. Diese rekelte sich mit seligem Lächeln auf einer Picknickdecke. Als sie den Mund öffnete und anfing etwas zu sagen, steckte Pandora vorsichtig eine Hälfte ihres Gesichtes aus ihrere Decke heraus, neugierig was folgen würde. Eigentlich hatte sie mit einer Standpauke gerechnet, dass sie nicht so gemein zu Zelda sein sollte, es kam allerdings ganz anders. Einem innerem Impuls folgend rollte Panny ein Stückchen in Richtung Cecile, sagte aber nichts zu Mels Ansprache. Diese drei Mädchen waren alles ihre Freundinnen, selbst Zelda war es, trotz der ganzen Vorfälle ... aber am meisten vertraute sie Cecile, das war ja wohl mal klar, immerhin stand die Lilahaarige im gegensatz zu den beiden anderen fast immer an ihrere Seite. Genauso wie natürlich ihr Pokemon Team. Oh und noch jemand ganz wichtigen durfte man nicht vergessen: Richard. Den mochte Panny, auch genannt Spades, auch. Irgendwie konnte man schon fast, das Mädchen war glücklich - trotz der vielen Unannehmlichkeiten.

Ganz langsam und vorsichtig streckte sie ein dünnes Ärmchen aus ihrer Decke und griff dann blitzschnell nach einem Stück Pizza, dass sie extra mitgenommen hatten. Es war gar nicht so einfach eingewickelt in eine Decke Pizza zu essen, aber Pandora hatte sich daran gewöhnt. Trotzdem beschmierte sie sich jedes mal, fast schon wie ein kleines Kind, und merkte es meistens nicht mal.
»Mhhhhm.«, machte sie leise, im Augenwinkel immer Zelda beobachtend, für den Fall, dass sie sich heimtückisch auf sie stürzen und ihre Pizza klauen würde, oder so. Bei ihr wusste man ja nie. Momentan machte sie aber nicht die Anstalt, als habe sie irgendetwas vor, und Pandora entspannte sich ein wenig, als plötzlich eine schlanke Frau mit der gleichen absonderlichen Haarfarbe wie der von Zelda auf das Quartett zu lief. Augenblicklich verschwand der Kopf der blauhaarigen wieder unter ihrer Decke.

#01
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Reyven
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BeitragThema: Re: Quartett Kyu   Fr Jul 10, 2015 9:32 am


Post #1


Quartett Kyu && irgendeine nicht plot-relevante Frau

Ein Wind kam auf, derselbe, der auch schon mehrere Male zuvor gegrüßt und gewunken hatte. Es war ein frischer Wind. Ein Wind, der lediglich dem saftiggrünen Wiesengras ein wenig Schwung bringen konnte, gerne auch einmal ein paar Tröpfchen Wasser mit sich trug - Immerhin waren die Wasserfälle das, was Mosaia, die Stadt, in der sich das Kartenspieler-Quartett seit neusten Ereignissen aufhielt, zu dem machte, was es war: Eben ein kleines Städtchen im Osten der vielseitigen Kalos-Region, das mit einem Grüppchen hübscher Wasserfälle die Touristen lockte. Cecile griff nach den langen Strähnen, die jener zarte Wind ihr in das Gesicht schlug, und schob ebenjene hinter das entsprechend nähere Ohr. Anschließend folgte ein dumpfes "POFF!", welches im Prinzip nur signalisierte, das die Hellhaarige sich ohne großes Zögern in das Gras schmiss und leider keinen - wie zuvor erhofft - weichen Aufprall erfahren durfte. Brilliant! ... Nicht.
Doch wie hieß es stets so schön? Ein langjähriges Jammergeheul hätte sicherlich nicht dafür gesorgt, dass der leichte, schnell verhallte Schmerz noch schneller von dannen gezogen wäre - Wohl eher im Gegenteil, mit Sicherheit wäre er mit Absicht länger anwesend gewesen. Ja! So musste es sein! Statt sich also weiterhin verschwendete Gedanken um den mehr oder weniger unsanften Aufprall zu machen - was meinte das Fräulein auch, sich unbedingt fallen lassen zu müssen?! -, verrieten ein Blick je nach links und rechts, dass ansonsten alles, wie üblich ablief: Melanie genoss auf der einen Seite die Natur und meinte anschließend, irgendetwas von einer ewigen Freundschaft brabbeln zu müssen, während Zelda und Pandora, auch Panny genannt, - wie Mel stets behauptete - "Tauziehen" mit dem Kuschelfuton spielten. Alles im Lot. Alles, wie üblich.
Und daran änderte auch sicher die Tatsache, dass Letztgenannte sich rasch - zumindestv so schnell es in einem Futon eingewickelt nur ging - in Richtung Fräulein Curtiss rollte, recht wenig, zählten solche Reaktionen schließlich ebenfalls zur eingeübten und durchaus langweilig werdenden Routine. Zögerlich und mit einem kaum sichtbaren Lächeln auf den Lippen, aber vor allem zögerlich(!!) setzte die Langhaarige sich auf, hob eine der beiden ihrigen Hände, wie immer in einen violetten Handschuh gefasst, und strich damit dem blauhaarigen Rollmops durch die Haarpracht. Lange, weiche, in der Sonne glänzende Haare waren es, die da auf Pandoras Kopf ihren Ursprung fanden und bedauernswerterweise zu 90% der Zeit unter einem pinken Blümchendeckchen vergraben wurden - Erstickt im Keim!

Dann allerdings... Ein leises, sehr leises Kichern entfloh dem Munde Ceciles, als die dunklen Augen abermals erfassten, dass ihre selbsternannte Cousine sich erneut, wie eigentlich immer, mit der Tomatensoße - oder dem Pizzabelag generell - beschmiert hatte. »Panny, du hast---«, begann die einstige Koordinatorin, welche nun unter dem Diamonds agierte, konnte den Satz jedoch nie gänzlich beenden. Die Frage war jedoch: Wieso? Wieso konnte sie die Aussage niemals vervollkommen? Was hinderte sie daran? Die zugehörige Antwort war simpel, lag auf der Hand, wenn man denn die Reaktionen der einzelnen Kyus betrachtete. Es schien, als hätte eine Sache - oder viel mehr eine Person - die Aufmerksamkeit aller Anwesenden für sich in Anspruch genommen: Die Wasserspezialisten und Pizzasüchtige unter ihnen tauchte augenblicklich wieder in die Tiefen des kuscheligen Deckchens ab, dem Teufelsbraten mit dem Namen Zelda schien das freudige Lachen zu vergehen, Cecile selbst blickte nur fragend in die entsprechende Richtung und die Dame Wembley... Nun, sie war einfach die Dame Wembley, welche vermutlich selbst an dem schockierten Gesichtsausdruck des biestigen Rotzlöffels großen Gefallen fand und innerlich darüber philosophierte, wie schön das junge Mädchen doch war - Oder mit anderen Worten: Die Bodentrainerin wusste schlicht und ergreifend nicht, wie ihre gleichaltrige Freundin reagierte, da ihr eigener Blick doch eher an der schlanke Frau haftete, welche wutentbrannt, vor allem aber stampfend in die Richtung der Freundesgruppe marschierte.
»W-Wer...«, wisperte Cecile irritiert, mehr an sich selbst gerichtet, als an die nahende Bombe, welche jeden Moment explodieren würde, wurde im nächstbesten Moment jedoch von genau dieser unterbrochen. »ZELDA SUE PACEMEZE!«, die Hellhaarige zuckte zusammen, als die gewaltige Stimme der zierlichen Dame sich lautstark Platz schuf und die Aufmerksamkeit jedweder unschuldiger Passantan auf sich zog, »Habe ich dich endlich gefunden!«, folgte es aus der Kehle der brüllenden Dame, welche empört auf die Jüngste im Bunde zulief und sie sichtlicherweise unsanft am Handgelenk packte und ebenso zornig versuchte, das Gör von Ort und Stelle hinter sich her zu schieben. Warte, was---

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BeitragThema: Re: Quartett Kyu   Fr Jul 10, 2015 9:33 am



"That's it..."
mit 'Kyu', dem Quartett~

"ZELDA SUE PACEMEZE".

Ich wurde es meinem traumähnlichen Zustand gerissen und fand mich sofort in einem alptraumähnlichen wieder vor: vor Zelda stand ein wildgewordenes Weib, das sie bedrohte und sie entführen wollte! Der Mutterinstinkt tief in mir drin schrie auf, läutete alle Signale. Es war, als hätte ich einen Feuerwehrwagen gefrühstückt, bei dem man vergessen hatte, die Sirene auszustellen! Oh nein... ich musste etwas tun - und ich musste schnell handeln! Super Duper Pädagogin, go!

Ich sprang vom Boden in Richtung Entführerin und schlug ihr meinen Ellenbogen mitten ins Gesicht. "LASS MEINE FINDE-TOCHTER IN RUHE, DU BI...!", fuhr ich sie an und stellte mich dabei schützend vor Zelda. Zu eben jener gewandt, sagte ich in einem beruhigendem Ton: "Keine Angst, Mama ist da, um dich zu beschützen.". Ich nahm eine Kung Fu-Pose ein, die ich neulich in dieser Kung Fu-Dokumentation gesehen habe (okay, es war weniger eine Dokumentation, als ein Actionfilm...) und wartete auf den nächsten Übergriff von der Vergewaltigerin. Sie richtete sich auf und schwindelte im ersten Moment; ihre eine Hand hielt sie sich ans Gesicht und ich sah, wie Blut aus ihrer Nase lief. Sie keuchte und funkelte mich zornig an. "DU BIST ALSO DIESES...!", rief sie mir entgegen und stürzte auf mich.

Ich wusste nicht was geschah; ich wusste nur noch, dass das Weib sich auf mich warf und wir daraufhin zunächst auf den Boden fielen und von dort aus langsam in Richtung Wasser purzelten und... nun ja, in eben diesem landeten. zum Glück war das Wasser nicht tief, es reichte gerade mal bis zu den Knien. Ansonsten könnte ich nicht folgendes tun:
"WEGEN DIR BIN ICH NASS, DU SCHNEPFE!", fuhr ich das Weib erneut an und diesmal war ich die, die sich auf ihr Gegenüber stürzte. Wir landeten erneut im Wasser. "WER GLAUBST DU, DER DU BIST, DASS DU MEINE ZELDA SO BEHANDELN DARFST?!".
"WER ICH BIN? ICH BIN IHRE MUTTER!".

Was...?!

Abrupt ließ ich jede gewaltvolle Handlung fallen und wurde im nächsten Moment von Zeldas Mutter in den Magen gekickt, sodass ich etwa einen Meter weiter im Wasser landete. Ich konnte es nicht fassen... was hatte sie da gesagt...? Ich schaute ihr sprachlos dabei zu, wie sie aufstand und aus dem Wasser heraustrat. "Unerhört! Ich wusste von Anfang an, dass ihr ein schlechter Einfluss für mein armes Mädchen seid! A-aber das gerade... DAS WAR DER HÖHEPUNKT!". Drohend hob sie ihren Zeigefinger und richtete ihn auf mich. "DU WIRST NOCH VON MEINEM ANWALT HÖREN, SCHÄTZCHEN!". Sie näherte sich Zelda, umfasste ihr Handgelenk und zog das kleine, wehrlose Mädchen mit sich. Sie richtete ihren Blick nochmal auf die restlichen Mitglieder 'Kyus'. "Ich verbiete meiner Tochter jeglichen Kontakt mit euch! Damit das klar ist!". Ihre Miene verfinsterte sich, sie kniff ihre Augen zusammen und suchte meinen Blick. "Besonders mit dir!!!".

Ich wusste nicht, wo ich war. Um mich herum war alles dunkel; ich zitterte am gesamten Körper. Nein... nein, das war gerade nicht passiert... m-meine Zelda... s-sie wurde mir weggenommen...? D-das konnte doch nicht die Realität sein, oder etwa doch...? Es fühlte sich an, als wäre mein gesamtes Leben in zehntausendmillionen kleine Teile zersprungen; alles... mein gesamtes Leben... es zog an mir vorbei und zeigte mir alle glücklichen Momente mit meiner kleinen Tochter... es schmerzte; es fühlte sich an, als ob man mir einen brennenden Speer in den Magen gerammt hätte...
Ich bemerkte noch, wie Tränen begonnen, ihren Weg an meinen Wangen herab zu suchen... I-ich konnte nicht anders... es musste raus... ich sprang auf, wattete durch das Wasser und an Land angekommen, begann ich zu rennen. Ich wollte alleine sein... ohne Panny und ohne Cec... mein Leben... es war vorbei.

#2

To be continued: "Mosaia - Pokémonlabor von Prof. Ichigawa"

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BeitragThema: Re: Quartett Kyu   Fr Jul 10, 2015 9:33 am

QUARTETT KYU
{Wasserfall in Mosaia [Kalos]

Wenn das denn überhaupt möglich war, dann rutschte Panny bei dem entstehendem Tumult nur noch tiefer in ihre Decke hinein. Als die laute Stimme einer Frau ertönte, zuckte sie zusammen und bewegte sich danach gar nicht mehr, als wäre sie gar nicht da. So sah sie nicht, was sich vor ihr abspielte. Sie hörte nur, wie eine fremde Stimme herumbrüllte und Melanie es ihr gleich tat. Es schien um Zelda zu gehen, und kurz darauf verstand die Blauhaarige, was los war: die Fremde war die Mutter des Kindes, die echte Mutter, und nicht die selbsternannte. Indem Moment, als sie das erkannte, flog ihr Kopf schneller als je zuvor wieder aus ihrer Decke heraus, doch das einzige was sie noch sah war, wie Melanie sich rennend von ihnen entfernen. Stille kehrte ein und plötzlich waren nur noch Spades und Diamonds des stolzen Quartetts übrig.
Mit großen, fragenden Augen sah sie sich nach Cecile um und starrte sie an. Was heißt das und was passiert jetzt? schienen sie zu fragen. Und tatsächlich gingen ihr all solche Dinge durch den Kopf und einen Moment hatte sie sogar fast Angst. Obwohl sie sich mit Zelda nie gut verstanden hat. Obwohl sie immer Schwierigkeiten hatten. Obwohl Zelda diejenige gewesen war, die ihr Angst gemacht hatte. Trotz allem waren diese drei Mädchen ihre neue Familie gewesen. Sie hatten sie in ihre Familie aufgenommen, obwohl sie nicht mal ein Mensch war. Und nun? Was würde jetzt passieren?

»Wo ist Melanie?«, fragte sie schließlich und ihre Unterlippe zitterte. Überraschend zog sie ihre Arme aus ihrer Decke und stürzte sich auf Cecile, packte ihren Arm und sah zu ihr hoch, als erwartete sie eine Lösung für all dies von ihr. Und das tat sie auch. Ob sie sie wohl suchen sollten? Oder ob sie warten sollten bis sie zurück kam? Aber was, wenn sie nicht zurück kommen würde? Vielleicht wollte sie ja jetzt gar nicht mehr, schließlich hatte sie immer nur Zelda lieb gehabt. Vielleicht war das das Ende von Quartett Kyu bevor es richtig angefangen hatte. »Ich bin noch nicht fertig mit der Untersuchung der Menschen..«, presste Pan vorsichtig hervor.

#02
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BeitragThema: Re: Quartett Kyu   Fr Jul 10, 2015 9:33 am


Post #2


Cecile && Pandora

Langsam schlichen sie aus ihren Verstecken, langsam und stetig wuchsen sie, wuchsen unentdeckt, unbemerkt suchten sie, ergriffen und umrankten jedwedes, was sich in ihrer Reichweite befand und vor ihnen nicht sicher war, sie wuchsen und wuchsen und festigten ihren kaum noch lösbaren Griff. Und kaum waren sie zu einer stattlichen Kraft gewachsen, zogen sie, zogen und zogen und zogen, zogen das, was sie unter Kontrolle hatten, zu sich, zogen so stark, dass jene Dinge fast schon am Grunde klebten. Cecile zuckte zusammen, war das, was sich vor ihr abspielte, doch erschreckend, nicht mehr als ein heftiger Kampf zwischen zwei Frauen, beide, die sich Zeldas Mutter schimpften. Ein Gefecht, das so nciht hätte stattfinden sollen, ein Gefecht, welches nicht nötig war. Lautes Gebrüll zog die Aufmerksamkeit der ohnehin schon wenigen Passanten zu sich, hier und da folgte ein Schlag. Gequält riss die Hellhaarige ihren Kopf ein Stück zur Seite, kniff erschrocken die Augen zu, wann auch immer ein weiterer - egal von welcher Seite - folgte. Warum? Sie versuchte, ihren Blick abzuwenden, scheiterte allerdings immer und immer wieder daran, erhaschte immer öfter einen Blick auf die brenzlige Situation vor ihr. Was sich da präsentierte, war ausschlaggebend und bestimmte unübertrieben wohl das Schicksal der Freundesgruppe. Wieso also? Wieso saß Cecile da? Wieso saß sie neben ihrer selbsternannten Cousine? Hätte sie nicht aufstehen müssen und versuchen sollen, zwischen die sich anfauchenden Frauen zu rennen? Natürlich. Zweifelnd presste das junge Fräulein ihre Zähne zusammen. Natürlich hätte sie das tun sollen. Sie selbst verstand nicht einmal, warum sie dem denn nicht so tat. Sie konnte es sich nicht erklären. War es vielleicht eine mysteriöse Kraft? Eine, die sich wie Ranken oder Ketten um ihren Körper schlung und an den Boden drückte?
Doch es war zu spät. Viel zu spät. Es kehrte Stille ein, keine peinliche oder angespannte Stille, einfach nur Stille, die nach dem unangenehmen Geschrei mehr als nur ungewöhnlich war. Perplex blinzelte Cecile einige Male. Vor ihr... Niemand. Und neben ihr? Das blauhaarige Mädchen, welches ungewöhnlich weit aus ihrem Futon gekrochen war. Was folgte waren schnelle Blicke nach links und rechts - Auf der einen Seite die wutentbrannte, echte Mutter, die ihren Quälgeist von Tochter im wahrsten Sinne des Wortes in ein Auto zerrte und dann damit davon düste. Auf der anderen? Melanie. Eine Melanie, die sichtlich erschüttert aus dem Fluss, in den sie gefallen waren, trottete und anschließend in die entgegen gesetzte Richtung rannte. Und... Erneut blinzelte sie - Waren das da etwa Tränen? »Mel...«, brachte sie mit Müh und Not hervor, darauf folgte nichts. Vielleicht hätte sie aufstehen und ihrer Freundin folgen sollen, vielleicht hätte sie sie trösten sollen, vielleicht...! Ein mulmiges Gefühl machte sich in Diamonds breit, ein negatives, bedrückendes Gefühl. Keine Melanie und keine Zelda - Zugegeben, für einen Moment vermisste sie den Rotzlöffel bereits, jenes winziges Kind des Teufels höchstpersönlich (wie man ja gesehen hat), die Mistgöre, die ihr, Panny und ihren Butler, Richard, das Leben zur Hölle gemacht hat.

Im selben Moment bemerkte Fräulein Curtiss aus den Augenwinkeln, dass der fragende Blick der anderen Zurückgelassenen auf ihr ruhte, ein Blick voller Angst, voller Erwartungen - Erwartungen an sie? Für einen kurzen Augenblick wandte Cecile den ihrigen von Panny ab, starrte die tanzenden Grashalme zwischen ihnen an, danach den leergefegten Fluss und anschließend wieder ihr Gegenüber. Sie wusste es nicht. Natürlich wusste sie nicht, was nun passieren sollte, was passiert war, sie wusste nur, dass es eine Überraschung war, eine bösartige Überraschung, etwas, das in jenem Moment wohl jede von ihnen am liebsten gemieden hätte. Schließlich folgte die zugehörige, verunsicherte Frage seitens der Jüngeren, dessen Blick noch immer auf der Älteren lastete. »Wo ist Melanie?« Wie sollte sie antworten? Mit jeder weiteren Sekunde, die verging, so schnell verging, wie ein Tag, sich zumindest sich so anfühlte, gestaltete sich die Situation für die Trainerin unangenehmer und unangenehmer, doch das wollte sie ihrer übrig gebliebenen Freundin nicht unbedingt in den Riechkolben reiben, zumal die irritierten Gedanken der jungen Dame selbst wohl einen großen Anteil zu dieser Lage beitrugen. Letztlich hatte sie sich dann dazu entschlossen, keine Antwort zu geben, nicht direkt zumindest, stattdessen schüttelte sie ihr Haupt, um zu signalisieren, dass auch sie sich keine Antwort aus dem Ärmel zaubern konnte - Auch wenn dies sicher keine beruhigende Reaktion war.

Es dauerte nicht lange, da spürte die einstige Koordinatorin, dass Pandora sich ihren Arm gestohlen hatte, ihn fest umklammerte. Sie war verzweifelt, verzweifelt wie auch Cecile selbst, die sich letzten Endes nur noch ein Lächeln aufzwang - Lächeln? Nein, dazu war ihr ganz gewiss nicht zumute, schließlich drohte "Quartett Kyu", nein, viel mehr als das die Freundschaft generell gerade zu zerbrechen. Dabei hob die Hellhaarige eine ihrer Hände an - es schien, als hätten sich die schweren Ketten nach dem Verschwinden von Clubs und Hearts in Luft aufgelöst - und legte diese auf den Kopf der anderen. Sicher, es brachte nicht viel, genauer brachte es wohl gar nichts, aber zeitgleich war es das einzige, was ihr in diesem Augenblick in den Sinn kam. »Ich bin mir sicher...«, das Mädchen pausierte, schwieg für einen kurzen Augenblick und hob den Kopf leicht an, um in den auf einmal grau gewordenen Himmel zu blicken - / Lügner. Du weißt es doch gar nicht. /, warf ihr ihre eigene Stimme gedanklich vor -, »... Ich bin mir sicher, dass Mel zurückkommen wird - Immerhin... Immerhin sind wir Freunde, oder..?« Innerlich schmunzelte sie bei ihren eigenen Worten, konnte sie nicht wirklich für bare Münze nehmen, sie war verunsichert, hatte keine Ahnung, keinen Plan, was wenn sie da nur Stuss von sich gab? Was dann? Sie begann ihre Hand zu bewegen, strich der Jüngeren mehrmals sanft über den Kopf, in der Hoffnung, es würde für ein wenig Ruhe schaffen, wenngleich sie selbst sich in Wahrheit lieber in eine dunkle Ecke verkrochen und dort so manche Träne vergossen hätte.
Stark. Sie wollte stark sein, nein, viel eher, musste sie stark sein, es war ihr Traum, ihr Ziel und zudem auch das, was die Situation gerade erforderte. Aber... Was taten starke Menschen denn so? Fürs Erste befreite sie ihren Arm vorsichtig aus dem Griff ihrer Möchtegern-Cousine und erhob sich dann ebenso langsam, streckte und reckte sich. Was nun? Sie konnten hier schließlich nicht den ganzen Tag auf die Rückkehr Melanies oder auf ein unwahrscheinliches Wort des Görs warten, oder?Einem Instinkt folgend drehte Cecile sich schließlich dem vermeintlichen Alien zu, brachte ein zögerliches »Was... hälst du von ein wenig Ablenkung?« hervor.

to be continued: Fluxia City - Die Sonnenuhr

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