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 Ethan & CO

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Reyven
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:08 am

Phi & Ethan
{Anemonia City

Als die weißhaarige meine Hand entgegen nahm musste ich den plötzlichen Impuls unterdrücken sie zurück zu ziehen und die junge Frau damit rücklings auf den Boden - beziehungsweise in den verdammten Schlamm - fallen zu lassen. Ich hätte es wahrscheinlich sogar gemacht, wenn mir nicht bewusst gewesen wäre, dass diese Verrückte es vermutlich auch noch toll gefunden hätte ... Mit einem seligem Lächeln antwortete sie mir auf eine Frage. Phy White? Irgendwie klingelte da was in meinem Kopf. Hatte ich das eben schon ... - Ich schüttelte leicht den Kopf. Ein weiterer Beweis dafür, wie verwirrt ich war. Ich wollte meinem Brutalanda gerade den Auftrag geben los zu fliegen damit ich diesen Ort ENDLICH hinter mir lassen konnte, als ich ein Geräusch hörte. Mit gerunzelter Stirn und hochgezogener Augenbraue verrenkte ich meinen Oberkörper um zu sehen, was geschehen war. Was ich sah und von Phi White - in meinem Kopf hörte ich ihre Stimme, wie sie ihren Namen sagte - hörte, ließ meine Augenbraue immer weiter nach oben wandern. Was sollte das denn jetzt wieder werden? »Jetzt hol gefälligst dein Jurob, damit wir endlich lo-«, fing ich meinen Satz an, wurde aber prompt wieder unterbrochen. Mir blieb keine Zeit um irgendeiner Weise zu reagieren, als ein Natu auf uns zu flog, gefolgt von einem kleinen, rot haarigen Mädchen - ein weiteres Mitglied der Dreiergruppe. Ich verfluchte mich selber, dass ich sie beobachtete hatte. Mir wurde immer klarer, was für ein Fehler das gewesen war.

Als der Neuankömmling in Phi Whites Arme sprang, war mir sofort klar, dass die beiden mindestens genauso verrückt waren wie der jeweils andere. Hieß das, ich hatte jetzt zwei davon am Hals? Und nun fingen sie auch noch ein Gespräch an. Während wir auf Burtalanda saßen. Abflug bereit. Und das Jurob in der Schlampfütze. Ich schmiss meine Arme in die Luft und stieß einen Seufzer aus, der in einem Schrei endete. Ich ergab mich diesem Tag. »Ja, der bin ich!«, rief ich, mit den Armen wild gestikulierend auf meine Pokebälle zeigend. Meine Selbstbeherrschung, die ich mir so mühsam antrainiert hatte, die emotionslose Maske, mit der ich durch die Gegend lief - weg. Zitternd durchwühlte ich meine Taschen nach einem Stück Kaugummi und stopfte es mir wie rettende Medizin in den Mund. Ich kam mir schon fast vor wie ein Drogenabhängiger. Tatsächlich aber beruhigte sich mein Herzschlag ein wenig, während ich aggressiv auf dem kleinen Streifen mit Kirschgeschmack herumkaute. »Phi, du nimmst jetzt dein armes Jurob, und du -ich will nicht mal wissen wer du bist- sofort runter hier oder du begleitest uns ob du willst oder nicht. Ich geb dir fünf Sekunden.« Unter uns spannte Brutalanda merklich seine Muskeln an, bereit um jeden Moment in die Luft abzuheben.

#9
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:09 am

















Das Wurst-Case-Szenario...!
#12 - & Ethan & Reena


D-DIESE MISTKERLIN!

Die Sache, dass sie den mit total am Hintern vorbeigehenden Wettbewerb gewonnen hatte, war mir schnuppe, aber - was seeeeeeehr viel schlimmer war - sie hängte an mir. IGITT! MENSCHLICHE GEFÜHLE...! M-m-mach das weg! Ich verzog meine Miene... das war pfui... sehr pfui...
"Geh weg, weniger-Flegmon-haarig... d-du beschmutzt mich... mit Gefühlen...", erklärte ich dem Mädchen in einem gequälten Tone. Widerlich... einfach nur widerlich...

Und dann... dann fiel mir ihr Plan auf: sie war wie Aquaman; sie wollte sich zwischen meinen geliebten Mode-Gott und mich drängen, und das Schlimmste... Mode-Gott stieg darauf ein... wäre ich nicht ich, wäre ich jetzt vermutlich in Ohnmacht gefallen. Aber dadurch, dass ich ich bin, konnte ich die Fassung bewahren. Denn wäre ich jetzt umgefallen, hätte sie Mode-Gott für sich. Ein neues Worst-Case-Szenario spielte sich vor meinen Augen ab: sie, Mode-Gott und Frau nicht-Flegmon-Haar, ein Paar (hey... mal kein Wortspiel, sondern ein Reim...~). Sie hatten Kinder. 16 an der Zahl; sie wohnten glücklich zusammen in einer Villa in Graphitport City u-und... NICHT-FLEGMON-HAAR TRUG DIE KLEIDER, DIE MODE-GOTT AUSGEWÄHLT HATTE!
Verzweifelt blickte ich zu meinem Mode-Gott hoch. "A-aber ich dachte, du wolltest mich heiraten...?!". Wait... what...? Phi du hast mal wieder zu viele Seifen-Opern geguckt... vor der Hochzeit solltet ihr euch wenigstens einmal irgendwo getroffen haben... halt ein Date mit anschließender Hochzeit... hmmm, Vegas klang gar nicht so schlecht. Ich errötete... hoffentlich hatte er das nicht gehört...

Im nächsten Moment saßen wir zu dritt auf dem stolzen Brutalande. Mode-Gott saß vorne; männlich wie er war, musste er natürlich unser Pilot sein... traumhaft~! Ich saß hinter ihm, meine Arme um ihn geschlossen (so konnte nicht-Flegmon-Haar nicht mit MEINEM Mode-Gott flirten) und sie saß hinter mir. Jurob war in seinem Pokéball und alles war zum Abflug bereit.
Ich musste dieses Wurst-Case-Szenario (hihihihihi) abwenden. I WILL CHALLENGE MY FATE!

To be continued: "Dukatia City - Spielhalle"

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:09 am



Reena - Post #17
♣ With Phi && Ethan
♣ Cf Anemonia City - Die Stadt
♣ At Dukatia City - Die Spielhalle (Die Stadt)






~ KEINE BESONDEREN EREIGNISSE


Groß. Ja, groß waren die Augen, die der für seinen Geschmack zu klein geratene Mensch machte, nachdem ein unsanfter Ruck erfolgte und sie... Die Welt bewundernd ließ man das Augenmerk wandern, vermochte es nicht einmal einen Gedanken daran zu verschwenden, die Augenlieder fallen zu lassen - Nein, nein, denn eine Sache war ganz gewiss: Verschwendung. Und was für eine Verschwendung das gewesen wäre! Für einen kurzen Augenblick blendete der Rotäugige seine Gesellschaft, welche er zuvor unbedacht in einem äußerlich wichtigen Gespräch gestört hatte, aus - ebenso die Tatsache, dass Mister Hydropi seine Drohung zur Tatsache machte - und streckte spontan eine Hand aus, während die andere, wie eine festgeklebte Klette, an dem hellblauen, mit Schlammpfützen dekorierten Mantel der mittleren Sitzreihe - ergo Fräulein "Ich wäre gerne Bürgermeister geworden, weil... Ich es kann" - eingegraben war. Fraglich war jedoch was all dies nun einbringen sollte, nicht? Tatsächlich erschien dies der vermeintlichen Dame doch durchaus selbstverständlich: Jene menschlichen Pfoten, welche an dem Kleidungsstück des Vordermanns quasi befestigt war, galt schlicht und ergreifend keinem anderen Zweck, als simpler Auferhaltung von jedwedem Halt (gut, man kam trotz dessen ins Schwanken, wenn es einmal kleinere Turbulenzen gab). Und welchem Ziel diente die andere Hand, welche mit lauter, sichtlicher Begeisterung von sich gestreckt wurde? Nun, man sollte sicher nicht vergessen, wo sich die Herrschaften zurzeit befanden - Nämlich auf einem gigantischen Brutalanda, welches dem blauhaarigen, einzig anerkannten Mann der Gruppe gehörig war. Auf einem Koloss, der mit kaum einer Schweißperle die knallroten Schwingen bewegte; die ganz gewiss nicht zur Trockenübung oder gar einem amüsanten Karussel zählen sollten. Sie waren in der Luft, für die klitzekleinen Fermicula-Menschen, unter dessen Füßen sich fester Grund und Boden befand, nicht mehr als ein mehr oder weniger winziges Pünktchen, das die Himmel durchstreifte, Wolken durchbrach, den Wind in den langen und kurzen Härchen erfassen durfte. Eben ein kleiner Fleck am Horizont oder dergleichen. Und ein Teil dieses Fleckes war schließlich auch Reena, der die Hand streckte, um die Zwillinge von Zuckerwatte zu berühren. Vergebens.

Letzten Endes konnte man dafür wohl den schnellen Landeversuch des mächtigen Drachen beschuldigen - Gerade als sie sich einem großen, weißen Bäuschchen näherte, nahm die Höhe, in welcher sie sich befinden, sehr deutlich ab, sank und sank und sank und... POFF! Die Scheindame vernahm nur noch, das Geräusch der kurzen Monsterkrallen, die mit einem dumpfen Unterton die Bekanntschaft mit gepflastertem Stein machten, ehe die Wangen, welche einen angeröteten Schimmer besaßen - nicht etwa aus Scham, sondern eher lag dies an dem klirrenden Wind, der an Phidos Kopf vorbei, nahezu direkt und äußerst unsanft in die Visage des jungen Mannes schlug -, wie bereits üblich eine recht auffällige Rundung erhielten, unmittelbar nach der sicheren Landung mit einer deftigen Menge an frischer Stadtluft aufgefüllt wurden. Es folgte ein trotziges »Pfff...«, die Händchen der lebenden Falle ballten sich zu ebenso kleinen Fäustchen, die unachtsam, wie wild geworden mehrmals auf den Rücken der weißhaarigen Begleitung einhämmerten, »Laaaangweilig! Das war viiiiiiel zu kurz! Phidooo, sag Hydropi-Mann, dass ich nochmal will!«
Das langwierige Jammern sollte vorerst allerdings nicht so recht wahrgenommen werden, nein, stattdessen marschierten die restlichen, anwesenden Erwachsenen, für die der Kleinwüchsige vergleichsweise ein Grundschüler oder dergleichen war, über Gott und die Welt sprechend - der Koordinator selbst war nicht ganz Ohr, wen interessierte auch schon das Modegelaber einer eingeschlammten Phi? - in Richtung Stadtmitte. Weiterhin schmollend, empört über das eindeutig zu kurze Unterhaltungsprogramm, wandte der gebürtige Oblivianer den Blick, sprang von einem Ort zum nächsten. Mit jedem weiteren Gebäude, das hoch genug war, um die Wolken, die er vergeblich berühren wollte, zu durchstechen, verschwand letztlich aber auch ein Stückchen Enttäuschung und Wut. Abermals begannen die roten Äuglein des gelegentlichen Kellners förmlich zu strahlen: Eine waschechte Großstadt! Ja, das war mit Sicherheit eine waschechte, ungefälschte Großstadt! So eine, wie sie in Bilderbüchern zu finden war! Fasziniert von den riesigen Menschenmassen folgte man - selbstverständlich in einem taktvollen Hopserlauf, mit einem sichtlich desinteressierten Natu auf dem Haupte - dem Duo, welches sich derweilen von Laden zu Laden durchkaufte. Und Reena? Reena bewunderte weiterhin die umfangreiche Innenstadt Dukatias. Bei ihm handelte es sich schließlich um ein Landei! Nun ja, wenn man das Aquaresort, als touristenreichste Stadt einer kleinen, unbekannten Region denn als "ländliche Region" bezeichnen konnte.

•••

Ebenjenes ausführliche Sightseeing ohne nennenswerte Anblicke - gut, moderne ('tschuldigung, "modähne") Läden mit überteuerten Klamotten waren sicherlich auch ein... bemerkenswerter Anblick - fand dann allerdings auch schon sein Ende, denn... Die beiden Reiseleiter befanden sich in einem abermals recht.. pompösen Geschaft und genauer auf Kleidungssuche - oder anders ausgedrückt Frau Bürgermeisterin schleppte den Herren durch die halbe Innenstadt, nebenher von genau diesem schwärmend -, während der Kleinwüchsige vor dem Lokal wartete. Eine Wartezeit, welche sich eindeutig auszahlte, denn das, was die Augen des jungen Herren genaustens unter die Lupe nahmen, sollte sich als riesiges Game-Center entpuppen und... Innnerhalb von Sekunden war er in den Laden gerannt, hatte die wertesten Mitmenschen jeweils an den Handgelenken gepackt, um sie schlussendlich im wahrsten Sinne des Wortes zu besagter Spielhalle zu ziehen. Vor dieser lockerte und löste sich der feste Griff, woraufhin der Handelnde selbst aufgeregt hoch und runter sprang, erfreut - als gäbe es einen Sechser im Lotto (wobei das noch einmal um einiges mehr Freude entfachen würde!) - auf die heiligen, sternförmigen Hallen zeigte. »DA! Phido, Bluey, wir M-Ü-S-S-E-N da rein!«, es folgten erneute Handgriffe und einige Augenblicke später stand man vor dem Tresen, der Kasse, dem... Horror.
Urplötzlich verging dem Herren das Grinsen. Vor ihm... Vor seinen Augen machten sich Zahlen breit. Eine Fünf, zwei Nullen. Fünfhundert. Die Scheindame erschauderte. Geld. Ein Preis. EIN PREIS. Und als dann noch die Frage »Willkommen in den Staryu-Arcades! Wie kann ich Ihnen helfen?« seitens der Kassiererin erfolgte..! Mit einem Mal hatte jener Knirps von Geizhals sich hinter dem größeren Duo versteckt, genauer hinter dem blauhaarigen Mann, der neuerdings die Bezeichnung "Bluey" erhalten hatte. Er war dazu gezwungen Geld zu bezahlen. BEZAHLEN. Konnte man das glauben? Er? Einer der größten Geizhälse, welche diese Welt je gesehen hatte? Er? Der sich von dem Geld irgendwann einmal einen kleinen Lebenstraum erfüllen wollte? Zweifelnd nagte "Fräulein" Dantalian an dem Nagel eines willkürlich gewählten Daumen. Der Lebenstraum? Oder das wundersame Erlebnis der Spielhallen-Entjungferung? Er musste sich entscheiden, schnell entscheiden. Zeit, Zeit... Schnell blickte er umher, schob dabei letztlich die vermutlich unfreiwillig anwesenden Begleitung vor, »Die da werden bezahlen!«

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Reyven
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:10 am

Phi & Reena & Ethan
{Dukatia City - Spielehalle
« Anemonia City

Ich tat wirklich mein bestes mich auf Brutalanda und unsere Umgebung zu konzentrieren und die anderen beiden dafür zu ignorieren. Dabei war das wirklich unnötig, denn Brutalanda brauchte absolut keine Hilfe um den richtigen Weg zu finden. Aber ich brauchte eine Ablenkung, irgendwas, womit ich mich beschäftigten konnte. Die dünnen Ärmchen die sich um meinen Oberkörper schlangen machten die ganze Situation nicht gerade besser, menschliche Nähe war mir schon immer unangenehm und dann kam sie auch noch von einer Person wie ihr ... am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte sie abgeschüttelt, aber mitten in der Luft wäre das keine besonders gute Idee. Obwohl ich auch nichts dagegen hätte die anderen einfach runter zuwerfen und ganz, ganz, ganz weit wegzufliegen. Ich probierte diese Fantasien zu verscheuen und sah mich um, bis ich Dukatias Hochhäuser in der Nähe erspähte. Mein Pokemon hielt bereits darauf zu und kurze Zeit später landeten wir auf einem kleinen Platz, der extra für diese Zwecke reserviert war. Der Rest der Stadt war einfach zu voll und eng, um dort richtig landen zu können. Ich hörte, wie das kleine, rothaarige Mädchen schon anfing sich zu beschweren und ballte meine Hände zu Fäusten. Als wäre eine Psychopatin die an mir hing nicht schon genug, nein, jetzt war auch noch ein kleines Kind dazu gekommen. Aber wie war das? Richtig, ich hatte mich ja mit meinem Schicksal abgefunden oder so. Ohne lange zuzögern steuerte ich also auf die Geschäfte zu, die ich jetzt brauchte. In kürzester Zeit hatte ich alles, was mir heute ruiniert worden war, wieder und sah wieder genauso aus wie heute morgen, als ich in diesen schrecklichen Tag gestartet war: in einen weißen Anzug gekleidet. Den Rest trug ich in einer Tüte bei mir. Deweiteren hatte ich meinen Kaugummi Vorrat neu aufgestockt und kaute schon fleißig auf etwas das nach Zitrone schmeckte rum. Die nächsten Stunden - so fühlte es sich zumindest an - ließ ich mich wiederwillig von Phi durch halb Dukatia City ziehen, bis wir letztendlich wieder vor dem kleinen Mädchen deren Namen ich nicht mal musste standen. Oder ich hatte ihn einfach vergessen. Bevor ich mir überhaupt überlegen konnte, wie ich jetzt, nach getaner Pflicht, doch noch abhauen konnte, packte die Rothaarige mich und Phi mit erstaunlicher Kraft am Handgelenk und zog uns hinter sich her.

»Eine Spielehalle?!« Angeekelt befreite ich mich aus dem eisernem Griff und sah auf die Übeltäterin herunter. »Bist du für sowas nicht n bisschen zu jung?«, fragte ich mit deutlich skeptischem Unterton und ließ eine Kaugummiblase zerplatzen. Sie hatte ja nicht mal irgendeine Andeutung einer Oberweite oder ähnlichen weiblichen Rundungen, so alt konnte sie also wirklich nicht sein, selbst wenn man von dem Verhalten mal absah. Naja. Aber mir sollte es egal sein. Ich zuckte mit den Achseln und warf ein paar Münzen auf den Tresen. An Geld mangelte es mir glücklicherweise nicht. Und vielleicht wurde ich die beiden ja so los. Mit verschränkten Armen lehnte ich mich an eine Wand und sah mich in der schummrig belichteten Halle um. Glücksspiel war nie mein Fall gewesen. Generell hielt ich nichts von Glück. Was wichtig im Leben war, war Logik. Und wenn man sich die logische Chance ausrechnete, bei so etwas auch nur den geringsten Gewinn zu machen, dann war diese verschwindend gering. Es war einfach total sinnlos für sowas sein Geld aufs Spiel zu setzen. Wortwörtlich aufs Spiel. Logik war das auf das man sich verlassen konnte und nicht auf Glück oder gar das Schicksal. Wer denken konnte, der würde es im Leben weit bringen.

#10
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:13 am

















Disco-Fever
#13 - & Ethan & Reena



Came from: "Anemonia City"

Der "Überflug" von Scheinsandstrandstadthausen nach Dukatia City dauerte gar nicht so lange. Ob dies nun positiv oder negativ war, war mir unklar. Auf der einen Seite war es definitiv vorteilhaft, da ich so meine kostbare Zeit nicht länger an diesem enttäuschenden Ort verbringen musste (eine Sandstrandstadt ihne Sand...! Welch Beleidigung für jeden Menschen, der in einer Sandstrandstadt mit Sand geboren wurde!), aber auf der anderen Seite konnte ich so meinem Mode-Gott nicht allzu lange nah sein. Natürlich kam es zu innigen Kuscheleinheiten, die Mode-Gott freudig, sehr freudig, erwiderte, aber ehe man sich schon versah, erreichte man die kleine Großstadt... hmmm... Glück im Unglück...?

Jedenfalls! Wie abgesprochen, machten Mode-Gott und ich uns sofort einen herrlichen Tag in der Meeresstadt, die, im Gegensatz zu Scheinsandstradtstadt, hielt, was sie versprach: Metropole? Metropole, Baby! Zivilisation, soweit das Auge reichte! Und mit "Zivilisation" war an dieser Stelle nicht die Existenz von irgendwelchen überflüssigen Menschen gemeint (die es leider auch gab...), sondern: Shopping. Shopping-Meilen everywhere.
Schüchtern blickte ich zu Mode-Gott. Er stand einfach nur da und tat nichts... HALT, MOMENT! Er stand nicht einfach nur da, er stand da und war GÖTTLICH. JA! UND WIE GÖTTLICH ER WAR~! Freudig nickend hackte ich mich bei ihm unter, zog ihn an mich heran und wir schlenderten durch die Stadt... leider in Begleitung von Miss Nicht-Flegmon... musste sie uns unser romantisches Date ruinieren...?

Kleidung. Ich war wahrlich im Paradies. Etwas shopping hier, etwas shopping da~! Ü-B-E-R-A-L-L! Fuck yeah! Ich merkte es kaum, aber innerhalb kürzester Zeit schleppte ich etwa sieben Einkaufstaschen, die gefüllt waren mit Outfits, Shuhen und Accessoires, mit mir mit. DAS war dePHInitiv erfolgreich... *ba dum tss*. Und nicht nur das! Wie mir schien, war Mode-Gott mit all meinen Entscheidungen in Sachen Kleidung zufrieden, da er nichts kommentierte! Er musste so mit Stolz gefüllt sein, dass seine Schülerin bereits OHNE eine einzige Mode-Nachhilfe-Stunde bei ihm ein solcher Kenner war. Tjaja, wie sagte ich doch immer so schön? Jemanden wie mich konnte man nur toll finden~

Irgendwann endete jedoch der Spaß... gerade, als ich in das nächste Geschäft eintreten wollte, meldete sich der laufende Meter zu Wort, griff nach mir - und er erdreistete sich TATSÄCHLICH dazu, MEINEN Mode-Gott ebenfalls anzufassen!!! - und schleppte uns irgendwohin mit. "Ih... menschliche Berührungen!", dachte ich mir mit gequältem Gesichtsausdruck. Ich musste etwas tun. Aber was? "Pfui, hör auf...! Böses Mädchen!", tadelte ich den Ein-Käse-Hoch, aber sie hörte nicht. Sie schleppte uns mit... in eine Spielhalle...? Huch...?
Im ersten Moment betrachtete ich noch meine Umgebung. Eine... Spielhalle? Wieso sollten wir hier reinkommen...? Das glich doch dem sozialen Ruin, dem sozialen Abstieg! Als nächstes wollte sie uns noch zu irgendso einem Fernsehsender mitschleppen und uns vorschlagen, dass wir in diesen komischen "Real life"-Sendungen mitmachten... ohoho, oh nein, nicht mit mir! Ich verschränkte meine Arme vor meinem Körper und pustete - genervt - meine Backen auf. Hallo? Wichtige Shopping-Zeit ging hierbei flöten! Ich... ich brauchte noch ein paar Sommerkleider! Und sicher auch noch irgendeinen anderen Kram!
"Die da werden bezahlen!", meldete sich Littlefoot zu Worte. Moooooooooooooooment, ja?! Doch nein, noch ehe ich Einspruch erheben konnte, warf Mode-Gott sein geld auf den Tresen und zusammen betraten sie die Spielhalle und ließen mich zurück... ähm...? Was ist gerade passiert...? Ich schüttelte meinen Kopf und sortierte meine Gedanken. Das war doch sicher wieder einer von den miesen Tricks von diesem kleinen Mädel! Sie wollte mir meinen Mode-Gott ausspannen! Na warte! Du willst in der Spielhalle spielen? Gut, dann werde ich dich vernichten. "VERNICHTEN MIT ALLEM WAS ICH HABE, MUAHAHAHAHAHA!!!", lachte ich auf diabolische Art und Weise. Die Angestellten im Vorraum starrten mich mit geöffneten Mündern an. "Ähm... hihihi...~?", gab ich von mir als ich das Geld auf den Tresen warf und den beiden in den Hinterraum folgte.

Okay. Jetzt hieß es nachdenken. Was könntest du "spielen"? Es war klar, dass das hier ein Multiplayer-Spiel sein musste. Ein 1vs1 gegen dieses kleine Ding da... ich musste ihr jegliche Lebensfreude rauben, damit sie sich nie mehr - NIEMALS - in die Nähe von Mode-Gott wagte. Aber was war ein gutes Spiel um einem kleinen Mädchen die Lebensfreude zu nehmen...? Mein Blick wanderte über die verschiedenen Spielautomaten, aber nichts schien mir perfekt für meinen Plan, bis auf... "Ja! Genau das!", gab ich triumPHIerend von mir und rannte auf eben das Gerät, welches mir meinen Sieg schenken würde, zu. Ich fand mich vor dem großen Ding, mit dem Slitscreen wieder. Davor waren zwei kleine Bühnen angebracht, die in verschiedenen Farben aufleuchteten - und das beste: über dem Ding war auch noch eine Disko-Kugel angebracht! Eine Tanz-Simulation, oder wie auch immer das hier hieß - es war perfekt!
Und in genau diesem Moment kam mir noch ein perfekterer Einfall! Um wirklich jegliches Bisschen Leben in diesem Mädchen auszurotten, musste ich während des Auftrittes phänomenal aussehen; ich griff also in meine Tasche und... tadaaaa! Das ultimative Bühnenoutfit! Es war ein weißer Overall, mit V-Ausschnitt (natürlich war er für Frauen geschneidert) und er war übersäät mit Glitzerstaub und Pailetten! Geschwind zog ich mich um, setzte eine große Sonnenbrille auf, deren Fassungen wie Sterne aussahen und stellte mich mit verschränkten Armen noch ein weiteres Mal vor die Apparatur. "Nicht-Flegmon-Haar, ich fordere dich zu einem ultimativen Dance-Showdown der Leidenschaft heraus! Nur du und ich. Einer von uns beiden wird siegen und der andere wird kläglich versagen!".


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:13 am



Reena - Post #18
♣ With Phi && (Ethan)
♣ At Dukatia City - Die Spielhalle







~ TANZBATTLE GO!


Sehnsüchtig sah die vermeintliche Dame den klimperten, gold glänzenden Münzen hinterher, welche ohne großartige Verzögerungen, ohne Reue, ohne jedwedes Gefühl dieser Richtung und vollkommen lieblos, gelangweilt auf den Tresen geworfen wurden - Und dabei handelte es sich bei diesen wenigen Pokédollar noch nicht einmal um welche, die sich im Besitze des kurz geratenen Geizhalses befanden, nein, nein, eher gehörten sie zu dem Blauhaarigen, der unübersehbar eine lebende Zielschiebe für Möchtegern-Bürgermeisterin Phido bildete. W-Was für eine Geldverschwendung! Gut, er selbst war zwar die Person, die den spontanen und teilweise erzwungenen Spielhallenbesuch vorgeschlagen hatte, aber... A-Ach, das war doch alles die Schuld dieser dämlichen und... überaus fantastischen Einrichtungen! Wer zum Henker schrieb ihnen auch vor, einen dermaßen "hohen" Preis allein für den Eintritt zu verlangen? Jedenfalls hielt all dies nicht sonderlich lange an, stattdessen setzte sich die (gierige) Empfangsdame auf, bewegte sich zur bunt bemalten Türe hin und öffnete die Pforten in eine Dunkelheit, die eigentlich ja keine Dunkelheit war - Aber was wäre auch eine Spielhalle ohne ihren typischen Charme, den die farbenfrohen Lichter hervorlockten? Naja, sie waren... Spielhallen ohne Licht? Ein dunkler Raum mit ganz vielen tollen Automaten? Ein-- Was auch immer! Während Mister Blue sich nicht sonderlich viel gab, sondern anstelle dessen geradewegs einer Wand entgegen eilte, versperrte der Rothaarige persönlich zunächst einmal den Durchgang: Yup, das waren eine Menge Lichter! Und eine Menge Geräusche! Eine Menge Menschen noch dazu! Stolz die richtige Entscheidung getroffen zu haben - wobei... wann war eine Arkade bitte fehl am Platz? - schloss der Knirps also die Augen und nickte gänzlich zufrieden, die Hände in die Hüftgegend gestemmt. Und Phido... Phido führte dem Krach hinter ihnen nach zu urteilen wohl lautstark Selbstgespräche, die im Kern punktgenau niemanden interessierten und genau aus diesem Grund keine außerordentliche Rolle spielen konnten.
Da gab es doch durchaus wichtigeres! Ja, genau, wie beispielsweise... Beispielsweise... Beispielsweise galt es zu klären, was als erstes ausprobiert werden sollte! Lieber diesen einen Pacman-Automaten da vorne? Aber nein, das bunte Teil daneben sah doch viel interessanter aus! Oder doch lieber der Automat gegenüber? Der, der diese wundertastische Musik von sich gab? Vielleicht... Schlagartig surrte der Blick Reenas auf eben jenen Herren, der sich wenige Augenblicke zuvor von der Gruppe abgetrennt hatte und eindeutig lieber seine Zeit mit der verhältnismäßig kahlen Wand verbrachte. »Blueeeey...«, gab der Kürzere von sich, begab sich Schritt für Schritt in die Nähe besagter Person, ehe die beiden, kleinen Hände den Arm des Blauhaarigen erfassten, »Komm mit!« Mit strahlender Miene - Kleinkindvisage halt - machte der Koordinator also erste Anstalten den Anderen von seinem derzeitigen Standort zu zerren, was jedoch kurz darauf augenblicklich sein gelassen wurde, als...
»Ich fordere dich zu einem ultimativen Dance-Showdown der Leidenschaft heraus!«, ertönte eine bekannte, nervige Stimme aus einer nahe gelegenen Ecke, welche besonders hervorstach: Lichter. Mehr als überall sonst. Und Reflektionen. Eine Menge Reflektionen! Und sie kamen von... Reenas Augenmerk galt zunächst einer eher größeren Gerätschaft, die sich aus zwei knallbunten Bühnen und einer Discokugel zusammensetzte - Vollkommen offensichtlicherweise handeltete es sich dabei wohl oder übel um die typischen Tanzgames, welche so ziemlich überall prangten. Langweilig. Wesentlich interessanter gab sich dabei jedoch eine zweite Discokugel; deutlich größer, bestimmt fünfmal so groß wie die bereits bekannte. Doch als wäre dies noch nicht genug gewesen... Nein, um Arceus Willen musste sich das überdimensional große und geschmacklos glitzernde Ding auch noch bewegen! Dazu sei gesagt, dass es das nichtmal auf eine Art und Weise tat, die man... Nun, die eben so kugeltypisch war - Natürlich nicht! Das Teil hatte scheinbar noch Gliedmaßen, ja, Arme und Beine! Aber nein, damit war noch immer nicht genug (wer hätte das gedacht?), gewiss erhob dieses unidentifizierbare und unglaublich abstoßende Teil auch noch seine Stimme!
W-Warte... Durchaus angewiedert von dem übertriebenen Glitzerschmuck - und das stand dem Herren für alle anwesenden einsehbar im Gesicht- schlich der Kurzhaarige zu dem Ding herüber, hob einen willkürlich gewählten Zeigefinger und piekte mithilfe dessen mehrmals in die Umgebung des vermeintlichen Magens. Es war weich. Und warm. Und es fühlte sich lebendig an. Und... Mit einem gekonnt kräftigen Sprung begab die Scheindame sich auf eine der beiden Bühnen, stemmte abermals die Hände - geballt zu mickrigen Fäusten, welche durchaus noch zu Wünschen übrig ließen - in die Hüfte, hob das Kinn an und tat vorerst nicht mehr, als die Zunge rauszustrecken. Anschließend schnellte ein Arm in die Richtung des Herausforderers, »Angenommen, komischer Glitterkauz!«, und begab sich nach einer halben Drehung auf der Ferse sogleich in eine kampf- oder eher tanzbereite Position. Nach einigen wenigen Sekunden fügte man jedoch die selbstsicheren Worte »Wer verliert, kauft dem Gewinner da vorne an der Theke etwas!«, entsprechend glitt der Blick der magentafarbenen Augen, gemeinsam mit einem deutenden Zeigefinger, in die Hallenmitte, wo ein kreisrunder, gut beleuchteter Stand hervorragte - In dessen Regalen? Oh ja, da fand sich allerlei; neben Plüschtieren, Spielen und sonstigem Arkadenzeugs lag da auch der ein oder andere Pokéball, die sicherlich etwas wundertastisches oder zumindest wertvolles, seltenes beinhalten würden und... Nun, zurück zu dem bevorstehenden Tanzbattle.

Langsam begann die Musik - die in der ohnehin schon unglaublich lärmbefüllten Halle kaum noch herauszuhören war -, nebenher kündigte ein lautstarker Countdown in Form einer überdramatischen, männlichen "Ihr werdet alle sterben!"-Stimme den Start des Matches an. 3... 2... 1... GO! Ähnliches präsentierte auch der riesige Slitscreen, der sich vor den beiden menschlichen Gestalten befand und nach Ablauf des langwierigen Zählers eine schnelle Abfolge von Pfeilen vorzeigte, welche entsprechend auf der Bühne befolgt werden musste - Und es sei gesagt: Die Tänze, die dabei rumkamen, sahen komplett anders aus - Spiegelbilder? Nuh-uh, fehl am Platz. Aber was spielte dies auch schon für eine Rolle? Die Punkte waren das, was auschlaggebend war, oder? Immerhin waren diese das, was im Endeffekt zu Geld gemacht wurden! Und kostenloses Geld war bereits mehr als genug Motivation, um das Beste zu geben!

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:13 am

















Let's dance...!
#14 - & Reena



Da stand ich also! Auf der Tanzbühne dieser Spielhalle und unter mir, in Reihen des niederen Fußvolkes, befand sich meine Gegnerin: Fräulein Nicht-Flegmonhaar! Nur sie und ich... nur wir beide. Ein Kampf normales Stadtmädchen gegen Mode-Mesiahs, der bestimmen würde, wer von uns beiden Mode-Gott anschließend für sich behalten durfte und ihn auf ewig "den ihren" nennen dürfte... bei diesem Gedanken kribbelte mein gesamter Körper und ich versuchte, Mode-Gott in der Menge der Schaulustigen auszumachen, damit ich wusste, dass er mich, seine Schülerin, anfeuern würde in diesem Kampf der heißen Gefühle...~!
Das kleine Mädchen gesellte sich zu mir auf die Bühne; eines musste man ihr lassen: sie war mutig, sich mir in einem Dance-Battle zu stellen, immerhin... ich hatte die Moves. Ich wusste, wie ich einen flotten Cha Cha Cha, einen Boogey oder doch eher etwas klassisches auf's Parkett bringen konnte. Sie war also weniger "mutig" als eher naiv, sich mir zu stellen... und das sollte ihr Todesurteil sein, muahahaha! (Gesellschaftlicher Tod, vertsand sich natürlich...)

Sie schlug vor, dass die Verliererin dem Gewinner etwas schönes kaufen sollte. Ohhh, du kleines, kleines Mädchen mit Frisur aus dem letzten Jahrhundert... du würdest hier schon deine Würde verlieren und - wie erwähnt - den gesellschaftlichen Tod sterben... wolltest du nun auch noch deine finanzielle Grundlage von mir zertanzen lassen? Tss, tss, tss... "Bitte, wieso nicht...? Ich verliere sowieso nicht gegen so eine Geschmacksverirrung wie dich...~", lachte ich und bewegte dabei meine Hüften zum noch nicht existenten Beat.

Die Discokugel glänzte im Scheinwerferlicht und hinter mir hörte ich die Menge tosen. Ich wusste, dass Mode-Gott unter ihnen war und mich jetzt anfeuern würde! Ich hatte ihn vorhin zwar nicht gesehen, aber... es war nicht anders möglich! Ich war mir mehr als nur sicher, dass er da stand. IN einem Cheerleader-Outfit mit Pom-Poms. Und jetzt feuerte er mich an "Gebt mir ein 'P', gebt mir ein 'H', gebt mir ein 'I'! Phi, Phi! Phi ist unser Mann, weil er einfach alles kann!"... oder so ähnlich! Jedenfalls stand er da! Und seine Augen waren nur auf mich gerichtet! I-ich musste Nicht-Flegmonhaar besiegen... für unsere Liebe!

"3"
"2"
"1"
"GO!"

Die Musik legte los und die ersten Symbole erschienen auf dem gigantischen Bildschirm und zeigten an, wie meine Gegnerin und ich uns zu bewegen hatten, damit wir Punkte sammelten. Ziel war nämlich genau das: Kombis bringen um Punkte abzustauben um zu gewinnen!
Die ersten Pfeile waren noch einfach; es waren lediglich solch kleine Bewegungen wie mal nach links steppen oder einen Schritt vorwärts zu gehen; doch irgendwann wurde es kniffliger! Man verlangte nun ausschweifende Bewegungen und Drehungen und und und...! Aus dem Augenwinkel bemerkte ich meine Gegnerin, wie sie sich zum Rhythmus bewegte... hmpf! Sie war nicht schlecht, das musste ich ihr lassen, doch ich... ich war besser! Während sie sich lediglich zur Musik bewegte, war ich die Musik! Sie und ich... wir waren wie siamesische Zwillinge! Ja, genau. Ich fühlte die Musik tief in mir drin!
Ich wurde waghalsiger - denn das bedeutete, dass ich mehr Punkte bekommen konnte! Ich spreizte meine Beine zu einer leichten "o"-Haltung, hob den rechten Arm an und reckte den linken in die Luft, als ob ich ein Lasso werfen würde. Gangnam Style würde mich zum Sieg führen... jetzt gehörte nur noch das abwechselnde auf und ab bewegen der Beine sowie das anschließende Springen dazu...

Doch ich hatte die Rechnung ohne meine Schuhe gemacht... sie hatten Absatz. Einen sehr hohen Absatz... eine Höhe, an die ich nicht gewohnt war und ich merkte, während ich versuchte zu springen, dass etwas nicht stimmte... das Springen an sich war ja noch einfach... doch das landen war schwierig uuuuuund...

AHHHHHHHHHHHHH...!

Ich wusste nicht mehr, was genau geschehen ist... das einzige, woran ich mich erinnerte, war, dass ich auf etwas sehr weichem gelandet war. Es war flauschig. Warm. Und auch... feucht...? Ich bewegte meine Hände über dieses "Etwas" und versuchte nur durch das Tasten, auszumachen was "es" war... es war auch noch haarig... und - das vernahm ich nun mit meiner Nase - es roch. Es roch sehr stark. Vorsichtig öffnete ich meine Augen, da ich wusste, dass mich das bloße Tasten nicht weiterbringen würde. Unter mir lag ein Mann, der mich entsetzt ansah. Dann betrachtete ich mich selber. Ich war voll mit irgendwelchen Soßen und noch weiterem Essen... "W-W-WAAAAAAAS ZUUUUUUUUUUUUUM...?!?!?!?!", schrie ich und bemerkte, wie mir die Schamesröte ins Gesicht stieg. Oh nein... oh nein... oh nein! Hoffentlich... hoffentlich hatte das niemand geseh-... "PAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!", brach die Halle in schallendes Gelächter aus. Oh nein... so viel dazu...


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:14 am



Reena - Post #19
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~ TANZBATTLE GO!


Ununterbrochen, einem stetigen Fluss gleichend, versorgte die Maschine ihre zwei Gäste mit neuen Gerichten. Die Musik nahm ihren Lauf, sie war nicht zu stoppen, spielte lediglich den ihr gegebenen Rhythmus und die jeweiligen Töne ab. Mit nahezu jedem frisch dargebotenen Ton gesellte sich eine weitere Aufgabe, ein weiterer knallbunter Pfeil zu dem vergangenen Haufen. Der Beginn war langsam, zäh, wie eine Vorspeise es nun einmal war. Es war eine Vorbereitungsphase, eine Ankündung auf das Kommende, im Grunde genommen nicht mehr als ein Kinderspiel - Ein Spielchen, dass beide tanzenden Teilnehmer aufnahmen und etwa mit gleichen Ergebnissen von sich stießen. Hauptgericht! Das sollte es geben! Und ebenjenes Hauptgericht wollte gewiss nicht lange auf sich warten lassen. Es brachte Geschwindigkeit, Quantität mit sich, auf dass die ehemalig simplen, maßlosen Unterforderungen von Tanzschritten mit einem plötzlichen Male eindeutig komplizierter, schwerer wurden. Aber das änderte nichts an der Sache, änderte nichts an dem Ehrgeiz, den man so selten, lediglich zu besonderen Ereignissen an den Tag legte - Und ein solches Ereignis hatte sich an jenem Tag eingefunden: Ein Bankett mit einer äußerst abstoßenden Gestalt, jene nicht mehr als ein überdimensional großer Zwilling, Klon einer Discokugel war. Er leuchtete und...
Hier und da rann eine salzige Kugel die Stirn der Scheindame herunter, tropfte auf den farbenfrohen Boden. Ob jene Tätigkeit anstregend war? Würde man dem Herren diese Frage wohl stellen, würde er sich stolz aufprusten, wie eine Taube den Brustkorb hervorstrecken, stolzierend ein entschlossenes »Du spinnst doch wohl! Das ist super leicht!« von sich geben. Das Tanzen erforderte zwar ein wenig Schweiß, doch zur selben Zeit zauberte es dem Kleinwüchsigen ein freudiges Lächeln auf die zarten Lippen. Abwechslung, Spaß, Herausforderung! Wobei... Manchmal wandte das vermeintliche Fräulein das Augenmerk von dem Bildschirm, der Leiter zum Sieg, ab, beobachtete den Gegner, das gierige Monster, welches sich die Punkte mit durchaus kuriosen Mitteln verdienen wollte. Und immer wenn der Blick für den Bruchteil einer Sekunde dem Kontrahenten galt, keimte ein Lachen in der Kehle des Rothaarigen auf. Ein Lachen, das jedoch nie seinen Weg in die Außenwelt finden sollte, versteckt blieb, letztlich verschluckt wurde. Wenn er es sich genauer überlegte, dann vermisste er die Herausforderung, zumindest im Bezug auf den Feind. Was dieser da tat, erweckte mitnichten ein Gefühl von Bedrohung, eher war es ein Affentanz. Ein Mischmasch aus unnötigen Ausschmückungen, so unglaublich notwendig wie die schiere Anzahl der reflektierenden Palleten, die auf dem lächerlichen Aufzug genäht waren.
Abermals nahm die Geschwindigkeit der Musik zu, kündigte den Endspurt, das Abschlussgericht, an, versprach eine Belohnung in Form einer wohlriechenden Delikatesse. Entsprechend vermehrten sich auch die Richtungspfeile, sie veränderten schnell ihre Richtung, ihre Anweisungen - Vorne, Drehung, rechts, links, Sprung, vorne, hinten, Drehung -, aber diese Befehle sollten kaum noch eine Rolle spielen. Woran das lag und woher genau die voreilige Selbstsicherheit ihren Ursprung nahm? Ein übertrieben lauter, femininer Schrei ertönte, drang dem Herren trotz der ohnehin schon vielfältigen Soundkulisse in die Lauscher, veranlasste ihn dazu, zusammenzuzucken - Punkteverlust. Verlust galt in jenem Moment wohl beiden Tänzern: Der eine kampfunfähig am Boden, ausgelacht von der Menge, der andere lediglich für einen kurzen Augenblick aus dem nicht vorhandenen Konzept geworfen, den Verlust schnell wieder ausgleichend. Reena hörte hinter sich lediglich Gemurmel, lautes Gelächter, die üblichen Melodien der Spieleautomaten, er hörte das Gefluche der bis dato unidentifizierbaren Gestalt mit dem grausamen Glitzerfetisch, doch das war von niederem Interesse. Punkte waren wertvoll, sie versprachen kostenloses Geld, ein Geschenk - Und auch wenn der Sieger bereits niedergeschrieben war, beendete der Koordinator noch die letzten ihm gegebenen Aufgaben.
Nicht viel später erkannte auch das System den auserkorenen Gewinner, die Person, der der Nachtisch, die Belohnung zustand, was letztlich dazu führte, dass der Kurzhaarige mit einem aufgeregten Getippel an Ort und Stelle die Freude ausdrückte, dem Bildschirm den Rücken zuwandte, die Hand in die Hüfte legte und mit der anderen dem gesammelten Publikum das Zeichen des Siegers formte - Oh ja, der liebe Stolz war dem Herren quer über die kindliche Visage geschrieben! Letzten Endes schenkte man dem Sieger jedoch nur vereinzelt Beachtung, hier und da applaudierte jemand - aber es war mitnichten ein Fan, der hätte doch ganz bestimmt ein paar Münzen auf die Bühne geworfen! -, der Rest hingegen... Reenas Blick folgte den ihrigen, fiel schließlich zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, auf den Boden. Dort lag ein etwas... voluminöserer Mann. Und auf ihm? Da saß die Gestalt. Angeekelt von der rötlichen Soße, die den leuchtenden V-Ausschnitt überdeckte - Besser so, es hatte eindeutig mehr Geschmack. Der Kleinwüchsige beugte sich vor, betrachtete das Paar und konnte nicht anders als lauthals in die schallende Gelächter der Menge einzustimmen. Was für ein Bild! Peinlich! Und äußerst amüsant! Aber das Gelächter verstummte in dem Moment, in dem der Rotäugige das erblickte, was sich hinter den sternenförmigen Sonnenbrillengläsern verborgen hatte: Ein bekanntes Gesicht. Der ungewollte, erzwungene Reisepartner. Phido. Ihr wisst schon, das mopsige Dingen, das unbedingt Bürgermeister werden wollte, die Bürgermeisterin die bei dem vorigen Anemonia-Wettbewerb kläglich scheiterte. Wieder umspielte ein breites, nicht übersehbares Grinsen die Lippen des Volljährigen, der mit einem ebenso gekonnten Sprung die Bühne verließ, sich unmittelbar danach neben das Weißhaar und den Rollmops kniete - Nicht dass es nötig war, aber... Es fühlte sich in jenem Moment einfach richtig an.
Jedenfalls mit diesem Grinsen im Gesicht starrte er seine ehemalige Kontrahentin mit dem widerlichen Geschmack eindringlich an. »Phidooo...«, es war der Görenunterton, der mitschwing. Die Scheindame wollte etwas, das hörte man, man sah es auch an der ungeteilten Aufmerksamkeit. Er hatte gewonnen, wollte das, was man ihm versprochen hatte. »Lass das Relaxo in Ruhe und kauf mir lieber was wundertolles!«, nach Aussprache dieser lieblich klingenden Worte, plusterte Nachkömmling Dantalian schließlich die Wangen auf, verschränkte die Arme vor der Brust und stand ebenso ruckartig wieder auf, wie er sich zuvor hingekniet hatte. Im tänzelnden Hopserlauf - die letzten Schweißperlen verabschiedeten sich - begab man sich also zu der verabredeten Theke, verwickelte den Verkäufer und Arkadenangestellten in ein kurzes Gespräch. Der Wirbelwind sprang aufgeregt auf und ab, deutete in die Ecke mit den Pokébällen, erkundigte sich nach den Inhalten. »Phidoo!«, ertönte abermals die laute Stimme des Zwerges, der sich inzwischen umgedreht hatte, die wandelnde Discokugel zu sich winkte, nachdem die Entscheidung gefallen war, »Ich will diesen Ball da vorne, Phido!«

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:14 am

















Peinlich berührt...
#15 - & Reena



Mein gesamtes Leben zog vor meinen Augen an mir vorbei; einzelne Erinnerungen hoben ihre Hände und bewegten diese von der einen Seite zur anderen und wieder zurück. Sie grüßten mich und freuten sich darüber, dass wir uns endlich einmal wieder treffen konnten und über die guten alten Zeiten reden konnten... okay. Vielleicht war ich minimal - wirklich nur ein klitzekleines bisschen, wenn nicht sogar noch weniger als nur ein "bisschen" - am übertreiben. Ich war doch "nur" von der Bühne heruntergefallen und war auf diesen netten, vollschlanken Herren gelandet, der es mir wahrscheinlich nicht übel nehmen würde und jeden Moment ebenfalls dem Gelächter der anderen Anwesenden mit seiner Stimme beiwohnen. Aber nein, nichts dergleichen. Stattdessen starrte er mich ununterbrochen an. Ja, es war beinahe schon angsteinflößend mit diesem Mann Augenkontakt zu halten... bis zu dem Punkt, an dem ich diese "Stille" unterbrach:
Ich richtete mich langsam auf, da ich nicht länger auf angefeuchteten Herren liegen bleiben wollten und was ich dann sehen musste, schockierte mich zu tiefst... "M-meine Kleiduuuuuuuuunng!".
Sie war komplett ruiniert. Der weiß funkelnde Glitzeranzug war voll mit irgendeiner roten, unidentifizierbaren Soße und vereinzelt klebten Pommes an diesem wunderschönen Stück Handwerkskunst...! Doch als wäre das nicht schlimm genug erinnerte ich mich daran, dass da noch ein Wettbewerb am Laufen war; entsetzt drehte ich mich so schnell ich konnte auf der Stelle nur um dann festzustellen, dass das Nicht-Flegmonhaar gewonnen hatte...! M-M-mode-Gott... ich hatte ihn an das kleine Gör verloren... "NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIN!", schrie ich leidvoll auf und fiel erneut zu Boden, landete dieses Mal jedoch auf den Knien. Mein Oberkörper schnellte kurz darauf ebenfalls vor, sodass ich beinahe auf dem Boden lag... für die anderen Anwesenden musste ich aussehen wie irgendeine Art Knödel oder Bällchen... und so fühlte ich mich auch; ich wollte einfach nur im Boden versinken und nie mehr das Tageslicht erblicken... es... es war einfach viel zu peinlich...

Doch der Sturm war noch lange nicht vorüber... es war lediglich das Auge dessen; man wollte nicht nur mein Blut sehen, nein man wollte, dass ich pures Leid ertrug, dass ich lernte, was es bedeutete, den sozialen Tod, von dem ich vor wenigen Minuten noch sprach, zu sterben... das Nicht-Flegmonhaar meldete sich zu Wort und verlangte nach dem Wetteinsatz, den ich komplett vergessen hatte... wieso... wieso passierte das mit mir? Konnte ich nicht einfach wirklich sterben, damit ich den Qualen des Todes entkommen konnte... oder so ähnlich...?
Das nächste woran ich mich erinnerte, war, dass ich hinter der kleinen Zwergin her lief. Sie hüpfte triumphierend (den Wortwitz an dieser Stelle sparte ich mir absichtlich, da ich nicht in der Laune hierzu war...) und mit stolzerfüllter Brust und kutschierte mich durch die Reihen der lachenden Menschen; ich hingegen versuchte mein Gesicht so gut es nur ging zu verstecken, meine Schultern waren zusammengesackt und ich erhoffte mir, dass ich dadurch in etwa so klein wurde, wie die Nicht-Flegmon-Trainerin... leider funktionierte das nicht, da die Menschen nichtsdestotrotz weiter lachten und Fotos von mir schossen... herrlich...
An dem Ort angekommen, zu dem das Mädel mich bringen wollte, deutete sie auf irgendetwas. Ich war aber noch immer abwesend. Ich wollte hier raus. Und zwar so schnell es nur ging; ich zog also den erstbesten Schein aus meiner Geldbörse heraus, klopfte ihn auf die Theke und suchte meinen Weg aus der Menge und achtete erst gar nicht darauf, was Nicht-Flegmonhaar von mir wollte... einfach ignorieren, das war die beste Idee an dieser Stelle...

Jetzt brauchte ich eine Pause... und nicht nur das: einen Tapetenwechsel! Erst dieses komische Kaff namens Sandstrandstadthausen und jetzt diese wunderbare Großstadt, von der ich mir so viel erhofft hatte... wo ich wohl am besten hin sollte...?


To be continued: "Der Steineichenwald"


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:14 am



Reena - Post #20
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~ WELCOME TO THE TEAM~


Irritiert, so beschrieb man den Gesichtsausdruck der Kurzhaarigen wohl am besten, den er bei dem Anblick der weißhaarigen Bekanntschaft trug. Wie ein nasser Sack voll von Wasser torkelte das Gegenüber, der niedere Verlierer, der, der die Wette eiskalt gestellt hatte - Die eigene Wette hatte sie betrogen, ihr war der klare Sieg aus den zarten Händen geflossen, aufgefangen von den gierigen Greiferchen Reenas. Unverständlich. Nicht ganz wissend, wie es zu reagieren galt, legte man das eigene Haupt leicht schief, blickte das mit allerlei Soßen beschmierte Glitzerfunkelphido an, wandte sich dann wieder um - Uninteressant. Unverständlich. Jämmerlich. Selbst in seinen Gedanken hatten diese grausamen, eiskalten Worte nie eine einzige Sekunde bekommen, sollten sie auch nicht, immerhin schien und war die junge Scheindame ganz gewiss keine Person, der dies zuzumuten war. Aber dennoch schwirrten sie in der gleichermaßen finsteren, wie auch farbenfrohen Halle herum. Bewusst dachte er nicht im Entferntesten daran, Phido derartige Begriffe an den Kopf zu werfen, nein, er tat es nichts, aber dennoch entsprach es wohl irgendwo der Atmosphäre. Hier und da schallte noch immer das Gelächter, laut, gellend, unglaublich nervig. Zugegeben der weiße Palettenanzug sah mit den Flecken weitaus besser aus, vielleicht auch ganz amüsant, aber das Gesicht, dass die selbsternannte Bürgermeisterin daran aufsetzte? »Erde an Glitzerphido..!«, stieß der Rothaarige schließlich hervor, hob eine Hand - gemeinsam mit einer Augenbraue - an, hielt diese vor der geistesabwesende, tomatenrote Gesicht der anderen Person, winkte ihr langsam vor der Nase zu. Und der Plan? Der ging auf. In vollen Zügen. Das Karpadorgesicht kramte letztlich ihr Portemonnaie heraus, warf unliebsam einen wertvollen, grünen Geldschein auf die Theke und verschwand dann sogleich in der Menge, welche sich noch immer nicht an ihr satt gesehen hatte. Irgendwo... Ja, doch, irgendwo empfand die Scheindame wohl das, was man nur allzu gerne mit "Mitleid" meinte. Vielleicht tat er dies auch nur für den Bruchteil einer Sekunde, aber er tat es und das zählte doch noch, o-oder..?

Letzten Endes gab sich dies jedoch nicht von großer Wichtigkeit, nein, es war für den kindischen Gelegenheitskellner nicht der leuchtende Kristall, es war alles, nur nicht der Punkt, der die volle, ungeteilte Aufmerksamkeit des Koordinators erlangte - Jenes Gefühl existierte, aber es rückte schnell in den Hintergrund. Und wodurch wurde es ersetzt? Freude. Abermals einem strahlenden Grinsen, ein Honigkuchenponita oder dergleichen, da kurz vor dieser Entwicklung vorsichtig von dem Arkadenangestellten an der Schulter angetippt wurde. »Der hier, richtig?«, erkundigte der andere Herr sich erneut, erntete nicht mehr als ein hastiges, übereifriges Nicken seitens der vermeintlichen Dame, die sich inzwischen wieder vollkommen dem Thekenmann zugewandt hatte. Das Problem Phido hatte Zeit, Zeit um sich von selbst zu lösen, Zeit einen ruhigen Kopf zu erringen. Reenas Augenmerk folgte erwartungsvoll den Handbewegungen und Gesten des jungen Mannes auf der anderen Seite der mittelhohen, abgerundeten Wand. Erwartungen? Oh ja, davon hatte der Koordinator so einige. Deswegen starrte er auch gierige Löcher in die Hände des fremden Gegenübers, welches parallel dazu einen Pokéball aus dem Regal nahm, jenen mit aller Behutsamkeit auf den Thresen legte, vorher jedoch noch einmal auf den weißen, balltypischen Knopf drückte. Es verging nicht viel Zeit bis das Wesen, welches darin lebte, sich offenbarte - Ein braunes, flauschiges Etwas, ein Evoli, um es präziser auszudrücken. Und ebenjenes kleine Ding drehte sich direkt beim ersten Erblicken seiner Umgebung um, schaute gleichgültig in die Menge, als kannte es diese bereits in und auswendig... Nun, das war wohl kein Wunder, schließlich lebte der Fellball in der Spielhalle. Anschließend hob der Verkäufer seine Hand an, streichelte das Pokémon am Kopf, die Stelle zwischen den Ohren, und... Um es galant auszudrücken, kassierte er sogleich einen liebevollen Biss. »Hehe... Endlich kannst du hier weg und an allen möglichen Orten Randale machen!« Die Reaktion des strubbeligen Wesens? Erfreute Hopser, zwei Stück an der Zahl. Vermutlich freute es sich, freute sich, nicht mehr nur an einem Ort - der Halle - Unruhe stiften zu können, freute sich, dass endlich mal die Zeit für Spielchen an der frischen Luft gekommen waren. Ehrlich gesagt, würde das wohl ein jedes Lebewesen tun - Nun, zumindest stand es für den Kleinwüchsigen fest, dass er ungerne sein gesamtes Leben lang in einer Stadt verbringen würde, und allem Anschein nach galt dieser Ansatz auch für das garstige Ding, welches in der Zwischenzeit auf den Hallenboden gesprungen und durch die Menge gehuscht war.
Ob dies eine Herausforderung darstellen sollte? Eine Ansage zum Wettrennen? Zufrieden nickte das gefälschte Fräulein, schlängelte sich ebenfalls durch die Massen, deren Lachen bereits lang verhallt war. Sobald er an dem hiesigen Ausgang angekommen war, kniete man sich jedoch erneut hin, um zumindest einigermaßen auf Höhe des wilden Evoli zu sein. »Zusammenarbeit! Ich erwarte gute Zusammenarbeit, eh...«, rief er seinem neuen Teammitglied zu, wollte einen Namen nenne, aber... Da keimte das Problem auf. Namen. Namen? Herr Arceus, das strubbelige Fellknäuel brauchte doch noch... Oder auch nicht. Wieso mag man nun fragen? Ja, wieso nicht? Namen erleichtern die Sache doch nur, oder? Doch hier lag nicht der Knackpunkt, die Erkenntnis, viel mehr fiel dieser Flyer auf, den das Pokémon mit seinen angespitzten Zähnen in seinem Munde festhielt. Werbung. Von einem neuen Spieleautomaten. "Apollo", ließ sich entziffern, der Rest jedoch war im Rachen des noch mickrigeren Wesens verschwunden. Apollo. Apollo? Apollo! Abermals verschränkte der Koordinator die Arme vor der Bruste, wieder ein Nicken, doch, doch, das klang gut. »Also, Apollo! Oder Polly... Oder... Ach, lass uns Phido suchen! Die mit dem hässlichen Glitzergeschmack!«, entkam letztlich seiner Kehle, entlockte dem Vierbeiner eine zähe Zustimmung - Und das, obwohl die neue Bekanntschaft nichteinmal von Phidos spektakulärem Zirkustanz Wind bekommen hatte. Aber was auch immer: Mit einem kräftigen Satz stieß der Herr sich vom Boden ab, sodass er wieder auf ausgestreckten Beinen stand, ein Zeigefinger deutete gen Himmel - Jotho, Welt? Macht euch bereit! Zeitgleich stieß auch das Evoli, Apollo aka Polly, einen freudigen, entschlossenen Ruf aus. Fraglich ob der Enthusiasmus der Luft derart ansteckend war oder ob das Pokémon einfach nur alles hinnahm, um von den Arkaden wegzukommen...

to be continued: Der Steineichenwald


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