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 Ethan & CO

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Reyven
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BeitragThema: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:50 am

Alissay & Ethan
{Azalea City - Flegmonbrunnen

Die Hände tief in den Taschen meiner nigelnagelneuen Hose vergraben, stapfte ich durch Azalea City und konnte nicht anders als vollkommen entnvervt auf meinem Kaugummi rumzukauen. Warum bekam ich auch immer die bescheuertesten Aufgaben ab? Konnten die mir nicht mal irgendwas spannendes zu teilen? Etwas, bei dem man sein Köpfchen anstrengend musste? Bei dem man mal wieder ein bisschen manipulieren oder gar heimlich spionieren konnte? Etwas, das wenigstens ansatzweise nach Abenteuer aussah? Aber nö. Stattdessen schickten sie mich in das kleine Kaff namens Azalea City. Und was sollte ich da machen? Ich- ja, genau, was sollte ich hier eigentlich machen? Verwirrt blieb ich mitten auf dem Weg stehen und runzelte die Stirn. Warum genau war ich noch mal hier? Hm. Während ich noch in meinen Erinnerungen wühlte ging ich weiter und kickte ein kleines Steinchen vor mir her. Ich hatte den Auftrag heute morgen bekommen, und eigentlich schon halb abgeschaltet nachdem ich gehört hatte, wo ich hin musste. Das war vermutlich der Grund, warum ich noch nicht mal wusste, was ich hier eigentlich machen musste. Auch gut. Nein, eigentlich nicht gut. Das hieß nämlich, das ich noch mal zurück musste um herauszufinden was ich machen sollte, um dann noch mal hier hin zu gehen und dann auch das zu machen, was ich machen sollte. Am liebsten hätte ich mir für meine eigene Dummheit selber eine Ohrfeige verpasst. Aber wenigstens hatte ich Brutalanda, das machte das Ganze deutlich einfacher. Und trotzdem hatte ich jetzt noch weniger Lust.

Und deswegen beschloss ich, das, was auch immer ich hatte tun sollen, einfach nicht zu machen. Zumindest nicht jetzt.

Endlich hob ich den Kopf, um mich wieder auf meine Umgebung zu konzentrieren. Mittlerweile hatte ich den Ortsausgang, oder war es der Ortseingang?, erreicht und blickte auf etwas, das aussah wie ein Brunnen. Und es sah nicht nur so aus, es war sogar einer. Der berühmte "Flegmon-Brunnen"! Jeder der hier her kam kannte ihn, und jeder wollte ihn sehen! Eine fantastische Touristen Attraktion! Aber vollkommen langweilig. Es war einfach nur ein stinknormaler Brunnen, in dem ein paar stinknormale, stinkfaule und stinklangweilige Flemons hausten. Ich würde die Faszination, die dieser Brunnen bei den Menschen auslöste, vermutlich niemals verstehen. Aber es war mir auch egal. Sollten sie doch reihenweise zu diesem Brunnen pilgern, ihn bestaunen und besichtigen, wenn sie ihre Zeit damit vergeuden wollten, war das ihre Sache. Brunnen hin oder her, trotzdem hatte ich nichts zu tun. Kein Abenteuer in Sicht. Und genau das störte mich, und veranlasste mich dazu mein Steinchen wütend und mit aller Kraft weg zu kicken und entnervt aufzustöhnen. Ich hatte nicht mal Lust meine gefühlskalte Maske aufzusetzen. Sollten doch alle merken wie genervt ich war! Dann hielten sie auch hoffentlich Abstand zu mir. Und um dem ganzen noch eins drauf zu setzen machte ich eine möglichst große Kaugummiblase, ließ sie demonstrativ platzen und knatschte dann möglichst laut mit eben diesem Kaugummi rum. Kirschgeschmack, mein momentaner Favorit. Traurig war nur, das der Geschmack so schnell nachlies. Ich warf mir am Tag mindestens eine Packung ein, damit der Geschmack wieder intensiver wurde, und irgendwann hatte ich einen so riesigen Kaugummi im Mund, das ich kaum noch drauf rum kauen konnte, so dass ich ihn wohl oder übel ausspucken musste.

Ich nahm eine Hand aus meinen Hosentaschen und mit ihr alles, was sich noch in der Tasche befand: Hauptsächlich Kaugummis. Aber nicht mehr viele. Ich würde bald Nachschub kaufen müssen. HM. Hmpf. Toll. Das wurde ja immer besser.

Leise vor mich hin fluchend drehte ich mich um, und ging weiter in Richtung des Brunnens. Einfach weil ich nicht wusste, was in Raikous Namen ich sonst machen sollte. Plötzlich blieb ich stehen und sah sich um. Mir war gerade etwas eingefallen - es fehlte nämlich etwas. Ein Gewicht an meinem Hosenbein. Seit wann war es nicht mehr da? Suchen drehte ich mich im Kreis und ging ein paar Schritte zurück, bis ich schließlich noch entdeckte, was ich suchte. Eingerollt und tief schlafend unter einem kleinem Busch lag mein Chelast. Friedlich und zufrieden. Pf. Seufzend bückte ich mich und hob es hoch. Dieses verschlafene und faule Ding! Aber es war so niedlich ... auch wenn ich das natürlich nicht zugeben würde. Immer schlief es, und wenn es mal wach war, zwickte es mich entweder oder hing sich an mein Hosenbein dran. Ich hatte keine Ahnung, ob es mich mochte oder verachtete.

Erst jetzt viel mir das kleine Mädchen - oder war es doch ein Junge? - am Flegmonbrunnen auf. Ein Tourist? Sah nicht so aus. Unauffällig betrachtete ich die Person mit den auffällig langen, blauen Haaren, die zu einem Zopf geflochten waren. Sie waren ein wenig dunkler als meine eigenen. Ich schätze sie - denn mittlerweile hatte ich mich entschieden das es vermutlich ein Mädchen war - auf ungefähr fünfzehn Jahre. Ihre Gesichtszüge waren weiblich und noch recht kindlich, aber etwas fehlte - nämlich jegliche weibliche Rundungen, der Grund warum ich kurz an dem Geschlecht gezweifelt hatte. Aber was solls. Interessierte mich eigentlich genauso wenig wie alles andere hier. Das einzige Merkwürdige war, wie das Mädchen dort saß. Auf dem Rand des Brunnens, ganz entspannt und in Gedanken versunken, als wäre es das normalste der Welt. Aber warum auch nicht. Wenn es ihr Spaß machte. Nur leider brachte mir das auch nichts gegen meine Langeweile.

Langsam schritt ich um den Brunnen herum, bis ich aus dem Blickfeld des Mädchens verschwunden war und trat an den Brunnen heran. Nicht weil ich sie erchrecken wollte oder so - das hätte man als heimlicher Beobachter nämlich denken können, allerdings waren wir gerde die einzigen hier - sondern einfach nur, weil ich mir leicht doof vor kam, wie ich mich so nach vorne beugte um in den Brunnen hineinzuspähen. Nichts interessantes, wie ich es erwartet hatte. Es sah langweilig, nass, kalt und vor allem dreckig aus. Schrecklich dreckig. Ich warf einen kurzen Blick auf meine Hose. Ganz neu und schneeweiß! Wenn die dreckig werden würde ... Vorsichtig setzte ich das immer noch schlafende Chelast auf dem Rand des Brunnens ab und beugte mich noch ein mal vor. Hm... Und jetzt? Oh man, ich hatte echt keine Ahnung, was ich tun sollte! Das war doch zum Verrückt werden! Wütend auf mich und auf alles, spuckte ich meinen Kaugummi in die gähnende Dunkelheit des Brunnens und bereute es schon einen Moment später.

#1
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Reyven
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:51 am

Alissay & Ethan
{Azalea City - Flegmonbrunnen

Hmnäh Mist. Blinzelnd starrte ich in die Dunkelheit und auf den rosanen Kaugummi bis er nach wenigen Sekunden aus meinem Blickfeld verschwand. Manchmal wunderte ich mich über mich selber. So wie jetzt in diesem Moment zum Beispiel. Ich hatte keine Ahnung warum ich das gerade getan hatte, aber irgendwie hatte ich das so an mir. Einfach mal unüberlegt handeln um sich dann kaum eine halbe Minute später fragen, warum eigentlich. Das einzige positive daran war- nein eigentlich gab es nichts positives. Ich hatte mir gerade erst einen neuen Kaugummi in den Mund gesteckt, nämlich um ihn zu kauen und nicht um ihn wieder auszuspucken. Wie auch immer, war ja auch egal. Ich musste gähnen und richtete mich langsam wieder auf, als mir auffiel das ich noch immer wie hypnotisiert in den Brunnen starrte. Vielleicht hätte ich die letzten Nächte mehr schlafen sollen, dann wäre ich heute vielleicht auch nicht so komisch drauf. So musste es sein. In Gedanken versunken wühlte ich bereits in meiner Tasche, auf der Suche nach einem neuen Kaugummi, als ich plötzlich einen Schlag auf meinen Kopf verspürte. Verwirrt zuckte ich zusammen und starrte das Mädchen mit den langen, blauen Haaren an. Stimmt. Ich hatte ganz vergessen -oder eher verdrängt- dass sie auch noch da war. Aber das erklärte nicht, warum sie mir gerade mit ihrem bescheuertem Stab auf den Kopf geschlagen hatte. Und während mir diese Frage durch den Kopf schoss, kamen mir noch gefühlte tausend hinterher, zum Beispiel warum sie überhaupt mit so einem Stab rumlief und was sie hier wollte, aber ich probierte sie vorerst in den Hintergrund zu schieben. Warum es sich diese Göre erlaubte ihn zu schlagen, war viel wichtiger.

Mit leicht gerunzelter Stirn lies ich meinen Blick nochmal über sie gleiten, ehe ich ihr direkt in die Augen sah. Gerade wollte ich den Mund öffnen um sie anzumeckern, da kam sie mir schon zu vor. Ich sollte meine Kaugummis nicht im Brunnen entsorgen? Ich sollte? Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich darüber lachen oder wütend sein sollte. Ich neigte leicht den Kopf zur Seite, ehe ich etwas sagte. »Das tut mir jetzt aber Leid.«, antwortete ich und meine Stimme triefte nur so vor Ironie. Wo lag das Problem? 'Umweltverschmutzung' oder was? Oh Gott, was für ein schreckliches Vergehen. Pf. Pfff. Am liebsten hätte ich den Kopf geschüttelt und wäre direkt wieder abgehauen, aber in eben diesem Moment musste ich es mir noch geben von einem Pokemon angeknurrt zu werden. Ein entnervtes seufzen entfuhr mir und ich konnte nicht anders als mit den Augen zu rollen. Ich beobachtete noch, wie sich zwei weitere Drachenpokemon dazu gesellten und scheinbar probierten mich nach zu machen. Irgendwie wurde das ganze gerade ziemlich lächerlich. Warum stand ich überhaupt noch hier rum? Was machte ich überhaupt hier?!

Ich war schon dabei mich umzudrehen, als ich aus dem Augenwinkel sah, wie eines der kleinen Pokemon, welches ich als Milza erkannte, plötzlich kopfüber in den Brunnen stürzte und hielt mitten in der Bewegung inne. Wie tief war der Brunnen noch gleich? Ich hatte keine Ahnung. Das Mädchen, die ohne jeden Zweifel die Trainerin des Trios war, schien sich allerdings überhaupt nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und tat einfach gar nichts. Gut. Sie musste es ja wissen. Das war ja alles gut und schön, aber musste ich mir wirklich Vorwürfe von diesem Kind anhören? Resigniert warf ich die Hände in die Höhe und machte keinen Hehl mehr daraus wie schlecht gelaunt ich heute war. »Und was willst du jetzt machen? Willst du mich verhaften? Mich zur Rechenschaft ziehen?«, fragte ich, gefolgt von einem kurzem Auflachen. Klar. Dieses Mädchen konnte mir gar nichts. Und zur Not hatte ich immer noch ein Pokemonteam das stärker war als man vielleicht dachte - oder sie dachte. Schließlich war das einzige, was sie bisher hatte sehen können, ein verpenntes und so gut wie gar nicht trainiertes Chelast. Und dann war da noch Brutalanda, mit dem ich weg fliegen konnte, sobald es mir zu bunt wurde. Ich hatte also keinerlei Anlass dazu mir Gedanken zu machen. Langsam ließ ich die Hände wieder sinken und mein Gesicht wurde wieder ausdruckslos. Sie hatte ja keine Ahnung wen sie hier vor sich hatte!

»» Anemonia City; Das Stadtinnere
#2
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:52 am


Fynn & Reena & Phi
Es hatte nicht lange gedauert und ich war in dieser Stadt angekommen. Hübsch war’s hier allemal. Schöne Lage. Schönes Wetter. Perfekt für einen Wettbewerb, oder auch einfach nur dafür, einen anzuschauen.
Ich war ein paar Tage zu früh angekommen, aber ich hatte auch noch eingeplant, dass ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte zu laufen, aber letztendlich waren mir die Orte doch zu langweilig geworden und ich musste doch vorher noch meine mir-möglichen-und-nicht-würdigen-Gegner auschecken. Ich dachte mir, das wäre eine gute Möglichkeit. Vielleicht treffe ich ja auch diese ... diese Miesmuschel! Diese wunderhübsche mega ober coole und total tolle Koordinatorin, die ich über alles hasse und die es nicht wert ist mit mir zu reden. Phi.
Meine Beine trugen mich in Richtung einer kleiner Bank die auf einer wundertollen Wiese mit wunderbären Blümchen. Ich setzte mich auf die kleine Bank und holte direkt meine wundertastischen Pokemon heraus. Mein Löffel schaute mich hungrig an. Oh Wunder - ich hatte ihnen ja auch seit gestern nichts mehr zu Essen gegeben. Und wir hatten jetzt schon Mittags. Hm. Irgendwie. Irgendwie hätte ich ihnen wohl doch schon etwas früher etwas geben sollen. Rasch holte ich etwas heraus und legte es ordentlich in eine Schale auf den Boden und da. Da.
Ich schaute vorsichtig nach oben während mich genüsslich ein Flegmon anschielte. Was. Machte. Es. Da.
Bei jedem anderen wäre das kleine Pokemon wohl herunter gefallen. Aber meine genial-tolle-epische-Haltung, mit der ich bestimmt mehr als 10 Bücher auf meine Kopf balancieren konnte, konnte ich auch ein Flegmon auf meine Kopf transportieren. Und das würde ich nun wohl oder übel machen. Denn wenn mein Flegmon es sich einmal bequem gemacht hatte, dann hatte es sich bequem gemacht und man konnte es nicht mehr dort weg bewegen.
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:53 am



Reena - Post #4
♣ With Fynn && Phi
♣ At Anemonia City - Das Stadtinnere
♣ Cf: Oliviana City - Der Leuchtturm






~ K E I N E_ B E S O N D E R E N_ E R E I G N I S S E
Und die Sicht entschwand, verabschiedete sich, wenngleich der traurige Abschied nur für wenige Augenblicke, Sekunden, galt. Was war geschehen? Welch' grausames Übel ließ das grelle Licht kurzzeitig erlischen? Die Scheindame richtete sich auf, sodass gewöhnliches Sitzen möglich war, spürte einen Schmerz in der Magengegend und blickte gleichermaßen verwirrt, wie auch entsetzt, das Gegenüber, auch bekannt unter dem Namen "Bubblegummy", an. Hatte sie tatsächlich...? Es verging nicht viel Zeit, bis die zuvor fröhliche Miene sich schlagartig veränderte. Trotziges Schmollen. »Bubbles! Du... du... du bist gemein!«, gab der Herr von sich und strampelte einigermaßen wütend mit den Beinen rum, verschränkte die Arme vor der Brust und... Und er zuckte aus heiterem Himmel heraus zusammen, als ebenjene sich in der gewünschten Position befanden. Der Quell dieser eher ungewöhnlich wirkenden Reaktion... Wo der wohl vorzufinden war? Schnell zog man Arme und Hände weg, um nicht noch mehr Schmerzen zu erschaffen, wurden sie stattdessen simpel genutzt. Stützen. Doch das spielte keine Rolle. Nein, natürlich tat es das nicht. Viel wichtiger war schließlich die äußerst aggressive Aktion der, wie sich herausstellte, vermeintlich gutartigen, in Wirklichkeit gewalttätigen Prinzessin Bubblegum! Richtig! Hatte sie doch einfach so, grundlos aus den Augen des jungen Kellners, zugeschlagen! Und dann auch noch getroffen! (Oh nein! Wie konnte sie das bloß nur tun?!) Reena kniff ein Auge zu, einerseits des Schmerzes wegen, wie ein normaler Bürger das tat, andererseits der Situation dienend: Irgendwie musste das Opfer doch Aufmerksamkeit erregen! Nicht, dass ein Kleinwüchsiger, der es sich auf dem Steinboden gemütlich gemacht hatte, nicht schon auffällig genug gewesen wäre, aber... Nun, wie sollte man sagen? Es bestand schließlich immer die Möglichkeit, dass sich irgendeine Person, die als Berühmtheit zählte und sich zudem mit Unmengen an Geldscheinchen schmücken, ja, sogar in ihnen baden konnte, in näherer Umgebung befand und zur Rettung geeilt wäre! So kam es auch dazu, dass ebenjener unsinniger Gedanke, den Koordinator dazu verleitete, jedwede Irritation aus dem Gesicht zu wischen und anstatt dessen ein weites Grinsen aufzuspielen. Lächerlich. Lächerlich wie schnell er die noch immer schmerzende Magengrube, welche die Ehre inne hatte, auf eine wunderschöne - Entschuldigung, wundertastische - Art und Weise Bekanntschaft mit der Faust der Rosahaarigen zu machen, aus dem Sinn gelöscht hatte... Der Herr schmunzelte, richtete den Blick in Richtung Himmel, nur um keiner Wolke ins Sichtfeld nehmen zu können, als dann die Fremde mit möglichst schnellen, irgendwo auch verzweifelten Schritten auf ihn zugerannt kam, um ihm aufzuhelfen. Dann... Der Rothaarige legte den Kopf schief. War es wirklich notwendig gewesen, auf diese Weise zu reagieren? Doch bevor ebenjene Frage eine zugehörige Antwort finden konnte, fand man sich auf dem Rücken des Riesenblattflügeldinosauriers wieder - Endlich! Bubblegummy hatte eine weise Entscheidung getroffen, als sie dies getan hatte!

Zeitsprung: Ankunft in Anemonia!


»Danke, dass du mir was wichtiges gezeigt hast... nämlich, dass man seinen Träumen und Wünschen hinterherjagen soll, egal, wie die Situation aussieht... Es macht mich traurig, dass ich diesen Schritt gehen muss, aber, auch wenn es sich egoistisch anhört, es ist zu meinem Besten. Ich weiß, dass ich DAS eigentlich nicht will... ich will was anderes; danke dafür... und sorry für vorhin!« Abermals grüßte der Gesichtsausdruck. Verwirrung beherrschte die Miene des Rothaarigen. Was? Was hatte Lady Pink-Hair da von sich gegeben? Wieder legte man den Kopf schief. Verstehen? Nein, definitiv nicht. Wenn der Neunzehnjährige etwas verstand, dann zählte diese Rede sicherlich nicht dazu. Allerdings, wie das Schicksal es so wollte, tauchte Verständnis bald schon wieder auf und winkte, winkte, wie auch das Gegenüber es tat, kurz bevor es ihm den Rücken zugekehrt hatte, auf das Monstrum, welches Bananen am Hals trug, stieg und ein drittes Mal - das Erste war ihr gewaltiger Auftritt zuvor beim Leuchtturm, das Zweite als sie den Meeresabschnitt, der Anemonia und Oliviana City voneinander trennte, überquerten - und hob ab. Abschied. War das wirklich ein Abschied gewesen? Es war ein... Reena zuckte mit den Schultern, die Dame war fort gewesen und hatte das herzallerliebste »Bis daaaaaaaaaaann, Gummy!« mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr mitbekommen. Unhöflich! Ungehobelt war die Jugend von heu - Moment. Man vergaß, auch der Koordinator selbst zählte zu ebenjener Gruppe von Jugendlichen.

Und nun? Der Kurzhaarige warf einen Blick über die eigene Schulter, betrachtete die Umgebung. Anemonia City. Hier also sollte ein weiterer Wettbewerb stattfinden? Wer wohl alles dran teilnehmen würde? Rotauge hob eine Hand an, tippelte mit dem zugehörigen Zeigerfinger auf den geschlossenen Lippen rum. Was war zu tun? Wohin sollte es gehen? Tatsächlich bezweifelte man doch, dass ein derart großes Event - mit Potenzial zu Besuch von einigen reichen, sehr reichen Talentsuchern! - zu ebenjener Zeit stattfinden würde. Woher der Junge dies wissen wollte? Weibliche Intuition - Ja, auch er besaß sie. Doch dies spielte keine sonderlich große Rolle, nein, egal, welcher Fall eingetreten wäre, das Ziel wäre unbekannt geblieben, immerhin hatte der Rothaarige, auf dessen Schultern sich das Natu breit gemacht hatte und wie immer Löcher in die Luft starrte, mit der Abreise Prinzessin Bubblegums beschlossen, ziellos durch die Umgebung zu rennen, als... Der Wirbelwind sprang hoch, ehe seine Füße ihn zu einer hübschen Bank führten. Nun, man frage sich, welch eine Anziehung konnte eine Bank haben, wenn man nicht gerade nach einem Sitzplatz trachtete? Gar keine, richtig! Viel mehr war es das, was auf der Sitzbank saß, das die Aufmerksamkeit Dantalians nahezu vollständig auf sich gezogen hatte: Ein Mädchen. Ein Mädchen? Ja, ein Mädchen. Magentafarbene Haare, wie auch Ram selbst sie trug? Check! Wie sah es mit einem wundertastischen, pink-grünen Kimono aus, der schon von Weitem auffiel? Ebenfalls vorhanden! Und zu guter Letzt... Ein dümmlich dreinblickendes Flegmon, welches die Haare der Fremden bis zum äußersten plättete? Alles vorhanden! Schulterzucken seitens der Scheindame, welche sich aus einer Laune heraus "zufälligerweise" neben dem Platthaar hinpflanzte. »Flegmon-Girly, du!«, entkam der Kehle des Herren, während dieser die Unbekannte in die Seite piekste, um den Anfang eines potenziellen Gespräches deutlicher hervorzuheben. »Du mit deinem wunderpinken Vieh...« Jedwedes Pieken verstummte, wenn es denn ein einziges Geräusch machen könnte, als man die eigenen Arme verschränkte und sie so als fleischiges, lebendiges Kissen missbrauchte. »Erzähl' mir mal von dem Event! Du weißt schon... Dieser Wettbewerb!« Ein hoffnungsvoller Blick erfolgte.
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:53 am

















Scheinsandstrandstadthausen
#3 ||| + Fynn & Reena


Meine Schritte trugen mich weiter durch diese Sandstrandstadt namens Anemonia City. Verwirrend. Eine Stadt namens "Anemonia" ohne Seeanemonen. Sind böse Mächte am Werke? Wurden die Seeanemonen der Stadt namens "Anemonia" etwa von einem bösen Anemonen-fressenden Dämonen verspeist? Oder sehe ich die Anemonen vor lauter Meersand einfach nicht? Ein Mysterium für sich! Ein Mysterium, dem man auf den Grund gehen sollte. Tja, irgendjemand musste dies auf jeden Fall machen; irgendjemand, jemand total kompetentes und geniales, musste den Fall der verschwundenen Anemonen aufklären...! Jemand... jemand, wie...
"Pff...", machte ich und winkte ab. Ernsthaft. Ob hier jetzt Anemonen waren oder nicht war mir relativ... relativ... ich strubelte mir selbst durch die Haare, während ich nach einem passenden Wortspiel suchte; vergeblich. Phi! Streng' dich an! Dein guter Ruf als "Miss Wortspiel 20XX" steht auf dem Spiel! Doch leider, leider viel mir kein passender Spruch ein... "Schade, Schokolade~", flüsterte ich vor mich hin, verschränkte meine Arme hinter'm Kopf und ging pfeiffend weiter durch das kleine Sandstrandstädtchen mit mehr Sand, als man jemals am Strand, mit Meersand, benötigen würde.

Etwas interessantes, beinahe schon total faszinierendes, was ebenfalls an ein Mysterium grenzte, passierte einige Zeit später. Ob man es nun glauben wollte oder nicht: Diese Stadt war gar keine Sandstrandstadt! LÜGNER! Heuchler! So verbrenne man sie auf dem Scheiterhaufen! Selber damit werben, dass die Stadt ein sonniges Sahneschnittchen an Sandstrandstadt war, aber dann... dann diese... diese Dreistigkeit! Gras! Wiese! Bäume! Blumen! Herr Arceus noch einmal! So etwas konnte nicht angehen! Es zerstörte das ganze Image der Stadt! Hätte ich jetzt ein Feuer-Pokémon bei mir, müsste ich dieses Gebiet zu einem großen Lagerfeuer umgestalten, doch... wie der Zufall es so wollte, ich hatte leider keines dabei. Schade, Schokolade, die zweite.
Mein Blick raste von einem Baum zum anderen, haftete hier und dort auch auf etwas anderem. Aquaman, der noch immer hinter mir herrobbte, klatschte derweilen seine Flossen gegeinander und der liebgewonnene Applaus war erneut zu hören.
"Aquaman!", rief ich empört und fuchtelte wild mit den Armen herum. "Kannst du das glauben?! Eine Strandstadt ohne Sand!". Jurob schüttelte den Kopf; gut! Er war ebenfalls auf meiner Seite. - Na ja, wer denn auch nicht? Es ist und bleibt nun mal eine unverschämte Unverschämtheit, dass eine solche Dreistigkeit stattfinden konnte! Wäre ich die Bürgermeisterin dieser Scheinsandstrandstadt, wäre dieser Ort längst planiert worden, um mehr Platz für Meer-/ mehr Sand zu haben! Unerhört, wirklich!
Ich führte meine Hand ans Kinn. "Am besten, ich sollte eine Umfrage zur Beliebtheit des Bürgermeisters aufstellen!", ging es mir durch den Kopf. Ja, genau! Das war die Idee! Wären die Bürger von Scheinsandstrandstadthausen unzufrieden mit diesem Sandstand-Verachter, wäre es wohl eine Leichtigkeit für mich, eine gebildete Frau, Bürgermeisterin jener Scheinsandstrandstadt zu werden. Phi, du hast, mal wieder, Stil, Klasse und dein Genie bewiesen. Und das alles gleichzeitig~
Ohne zu zögern weihte ich Aquaman in meinen Plan ein, für den ich, kurzerhand, einen Beifall erntete. Tja, meinen ersten Wähler hatte ich sicher - so sicher, wie einen Sicherheitsbeamten, den man mithilfe einer Sicherheitsnadel und eines Sicherheitsgurtes gesichert hatte. "Sicherer" war also nicht möglich. Ich, Phi White, würde den guten Ruf der Sandstrandstadt sicher! Doch dafür... dafür brauchte ich erst einmal die Aussagen einiger Anwohner.

Und siehe da: an jenem Scheinsandstrand-Ort gab es zwei Personen - beides Frauen (wütende Frauen auf meiner Seite würden mir sicher helfen können... irgendwie...) - die sich, vermutlich, über die erwähnte Dreistigkeit ausließen! Gut, so! Randale, Randale! Anarchie und so! Stürzt das Regime! Für eine sandige Sandstrandstadt! Sie, diese beiden Frauen, die aussahen, als ob sie schwestern sein konnten (bis auf die Tatsache, dass die Frau, die sich auf einer Bank niedergelassen hatte, eine Flegmon-Frisur trug [nicht mein Fall]) sollten meine Wahlhelferinnen werden und auch meine ersten Wähler! Mit schnellen Schritten bewegte ich mich zu den beiden Pinkhaarigen herüber und begann zu sprechen, während Jurob zur Untermalung applaudierte:
"Meine lieben Bürgerinnen von Scheinsandstrandstadt! Wir müssen dieser Dreistigkeit ein Ende setzen! Es kann nicht angehen, dass der böse Anomenen-fressende Dämon von einem Bürgermeister diese Stadt zu meeresGrunde (ba dum tss...) richtet! Wir müssen etwas unternehmen! Deswegen, liebe Wählerinnen, wählt Phi White - für eine sandigere Sandstrandstadt!".
Die Rede plus Jurobs melodischer Untermalung waren top! Sie mussten mich einfach wählen! Nicht nur, dass ich mein Wahlprogramm kurz und knackig gehalten habe, ich habe außerdem, zu allem Überfluss - und das, obwohl wir am Meere sind (ba dum tss...) - noch die wahre Gestalt des Bürgermeisters offenbart und somit das Mysterium der anemonenlosen Scheinsandstrandstadt gelüftet! Phi, du bist wahrlich ein Genie!


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:54 am


♀ Anemonia City ♀ Hier Überschrift einfügen ♀ Post #2 ♀

Während ich langsam damit zurecht kam, dass ein Flegmon auf meinem Kopf saß fixierte sich mein Blick schon auf etwas anderes, etwas überraschendes. Eigentlich sollte es mich gar nicht so sehr überraschen, wie es letztendlich doch getan hat. Es war diese wunderhübsche mega ober coole und total tolle Koordinatorin, die ich über alles hasse und die es nicht wert ist mit mir zu reden. Phi. Es schien so, als wollte sie sich hier ein wenig umschauen. Neben ihr war noch ein kleines mega-ober-total-vollkommen-niedliches Jurob. Moment. Es war höchstens nur halb so niedlich wie alle anderen Jurobs. Mit seinen wunderschönen großen Augen und seinem bezaubernden weiß-strahlendem Fell wirkte es einfach nur noch hässlich. Und das nicht nur, weil es Phi gehörte. Nein. Überhaupt nicht. Niemals. Als würde ich ein Pokemon wegen seinem Besitzer runter machen. Nein. Überhaupt nicht. Niemals.

Doch mein Gaffen wurde schon im nächsten Moment durch eine plötzliche Berührung unterbrochen. Ich ließ einen klitzekleinen Schrei aus meinem Mund kommen.
AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!" Und auch danach bin ich vollkommen ruhig geblieben. "Wie kannst du mich so erschrecken? Ich könnte einen Herzinfarkt bekommen! Mein Herz könnte aufhören zu schlagen!" Bei diesen Worten fühlte ich automatisch nach meinem Puls. Puh. Ich lebte noch. Ich musterte die Übeltäterin. Sie schien - obwohl sie ungefähr in meinem Alter sein musste - kleiner zu sein als ich. Jackpot. Ich war größer als jemand anderes! Noch dazu hatte sie eine ähnliche - wenn nicht sogar die gleiche Haarfarbe wie ich. Aber sie hatte um längen nicht so eine coole Frisur. Obwohl. Meine Frisur wurde durch dieses Flegmon gerade etwas ruiniert. Aber an sich! An sich war meine Frisur cooler als ihre!
Ich schweigte ungefähr weitere 30 Sekunden und starrte sie einfach nur an, bis mir wieder einfiel, dass sie mich angesprochen hatte. Sie hat mich "Flegmon-Girly" genannt und in irgendeiner Weise gesagt, dass mein Flegmon toll war. Konnte ich ihr darauf Ant... - Ich konnte meinen Satz noch nicht einmal zu Ende denken, da hatte sie mir schon eine Frage gestellt. Ohne, dass ich ihr überhaupt Hallo sagen konnte! Mensch! Dabei ist es unhöflich nicht hallo zu sagen! "Erzähl' mir mal von dem Event! Du weißt schon... Dieser Wettbewerb!" Hmh.
Ich strich mir eine total unpraktisch gefallene Strähne aus dem Gesicht und stellte mich vorsichtig hin. Und - HAHA! - das Flegmon sitze immer noch. Ich sagte doch, dass ich eine perfekte Haltung habe.
"Erst einmal möchte ich mich Ihnen vorstellen, meine Liebe. Mein Name ist Fynn Arisa Mochizuki (Und ich musste erstmal nachgucken, wie man meinen Nachnamen schreibt.) Ich bin eine - noch - unbekannte Koordinatorin, die auch an jenem Event, welches Sie eben ansprachen, teilnehmen wird. Freut mich Sie kennen zu lernen!" Ha! War doch eine wunderbare Ansprache! Und jetzt konnte ich ihr auch von dem bald folgendem Wettbewerb erzählen. Könnte ich. Wenn ich wüsstem was sie wissen will. Ich sollte vielleicht erst einmal nachfragen, was sie denn jetzt genau darüber interessiert. "Was willst Du denn über dieses Event wissen..?" Mist! jetzt bin ich doch wieder zu dem "Du" übergegangen! Ich wolle doch jetzt voll Hoch und Höflich und Toll wirken! Ich bin zwar auch höflich, aber aber aber aber aber aber! Und nicht nur das, ich konnte mich schon gar nicht mehr korrigieren, da stand sie auch schon neben mir. Einfach so, ohne, dass sie gefragt hat, ob sie neben mir stehen dürfte. DIESE ... Diese .... diese ... Mir fielen keine Beleidigungen für sie ein so dumm war sie! Sie war einfach zu dumm für uns alle zusammen. Sie vereinte die Dummheit ganz Jothos! Nein. Nicht ganz Jothos! Der ganzen Welt! Des ganzen Universums!
Und. Oh Gott! In diesem Moment fiel mir wieder ein, dass ich ein Flegmon auf dem Kopf trug! Was sollte sie jetzt nur von mir denken!? Ich meine, sie war meine größte Rivalin im kommenden Wettbewerb - Ich denke zumindest, dass sie an diesem Wettbewerb teilnehmen würde, weil sie schließlich aus Hoenn kommt und zu einem weit entfernten Wettbewerb reist man nicht nur, weil man ihn sich angucken will. Jedenfalls! Was sollte sie jetzt bloß von mir denken? Ich packte mit meiner Hand Vorsichtig zum Flegmon. Ach halt! Wenn ich das jetzt versuchen würde hier herunter zu zerren, dann würde das total affig aussehen. (Ich würde es schließlich nicht herunter kriegen ... ) Ich nahm meine Hand wieder herunter. Fynn? Tu einfach so, als würde es das normalste auf der ganzen Welt sein ein Flegmon, das deine Frisur ruiniert, auf dem Kopf zu tragen. Trag' es mit Würde! Trag' es mit deinem ganzen Selbstbewusstsein!
Doch was als nächstes aus Phis Mund kam war ja noch lächerlicher als sie selber. ~ "Meine lieben Bürgerinnen von Scheinsandstrandstadt! Wir müssen dieser Dreistigkeit ein Ende setzen! Es kann nicht angehen, dass der böse Anomenen-fressende Dämon von einem Bürgermeister diese Stadt zu meeresGrunde (ba dum tss...) richtet! Wir müssen etwas unternehmen! Deswegen, liebe Wählerinnen, wählt Phi White - für eine sandigere Sandstrandstadt!"
Sie wollte als Bürgermeisterin für diese Stadt kandidieren? Haha~ Dabei schien hier doch noch nicht einmal mehr eine Bürgermeisterwahl zu sein. Wieso dann also? Weil es hier keine Anemonen gab? Was war das denn jetzt bitte für ein Scherz? War das ihr ernst? Ich fing leise an zu kichern. DAS? Ist meine Konkurrenz? Mein Kichern wurde lauter. Gegen so etwas musste ich antreten? Gegen SO ETWAS? So etwas lächerliches? Gegen so eine ... eine ... eine DUMME FRAU? Ich konnte nicht mehr! Das war so amüsant! So dumm! Und so ärgerlich zu gleich! Diese Frau konnte mir gar nichts! Gar nichts! ÜBERHAUPT NICHTS! Ich kicherte immer noch amüsiert, als ich begann zu reden: "Wir? Dich wählen? Natüüüüüüürlich würde ich das tun, wenn ich dich erstens als geeignet empfinden würde, aber das bist du ganz und gar nicht, wenn zweitens dein Grund Sinn ergeben würde, wenn drittens ein Bürgermeister GESUCHT werden würde und wenn ich viertens aus dieser Stadt stammen würde. Aber das tue ich nicht. Und es verwundert mich, dass du das nicht weißt. Wenn ich mich vorstellen darf? Fynn Arisa Mochizuki! Eine sehr berüchtigte Koordinatorin aus Kanto, ich freue mich schon gegen dich anzutreten." Ich reichte ihr - wenn auch etwas widerwillig meine Hand hin. Ich fand' ich habe mich gut dargestellt. Auch wenn ich ein wenig gelogen habe. Na ja. Eine Lüge war das nicht! Nicht unbedingt ... Je nach dem wie man "berüchtigt" definieren mag. Aber ich finde ich hatte Phi gut in den Boden gestampft! Und wenn ich dann beim Wettbewerb gegen sie antreten darf, dann werde ich sie noch mehr in den Boden stampfen. Und ich würde an diesem Wettbewerb teilnehmen! Ich war voller Energie Phi in den Boden zu stampfen!
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:54 am



Reena - Post #5
♣ With Fynn && Phi
♣ At Anemonia City - Das Stadtinnere






~ K E I N E_ B E S O N D E R E N_ E R E I G N I S S E
Ein plötzlicher Schrei durchbrach jedwede nicht vorhandene Stille, zwang sie in die Knie und schickte sie anschließend in das Nichts, wo sie doch ohnehin schon ruhte. Allerdings schien der Schrei nicht so harmlos zu sein, wie er zunächst wirken sollte, nein, im Gegenteil, er bewegte etwas, führte dazu, dass ein gewisser Jemand sich erschreckte. Dieses Rothaar, welches das selbstgeschaffene "Armkissen" aufgelöst hatte und die Arme, besser die Finger, dazu verwendete, ein wenig Däumchendrehen zu spielen, zuckte zusammen, musste sich auf jenen Schrecken NOCH eine Strafe antun - Wie der Strom eines starken Wasserfalls flossen die Worte mitsamt eines aufgeregten Untertones nur so aus dem Mund des schreienden Gegenübers. Schimpftirade. Allein bei dem Gedanken, den er an die Rede, welche gefühlte hundert Stunden benötigte, um ein Ende zu finden, verschwendete, lief ihm ein eiskalter Schauer über den Rücken. Fräulein Flegmonhaar schien dem Koordinator auf einmal doch eine schlechte Wahl für ein Gespräch gewesen zu sein... Zumindest, wenn sie stets auf diese Art und Weise reagierte - Vielleicht... Der Herr verzog die Miene, dachte nach, Flegmon-Girly sollte nicht mehr "Flegmon-Girly" sein, nein nein, die Dame brauchte einen anderen, passenderen Namen! ... Und just in diesem Moment schoss dem Jungen eine Idee durch den Kopf! - Oder auch nicht. So kam es dazu, dass er beschlossen hatte, sie - seiner Nettigkeit sei zu danken - schlichtweg "nörgelndes Flegmonhaar" zu nennen, immerhin erfüllte es all seine Absichten bis aufs letzte Detail! »Also wirklich, Mecker-Flegmon-Girly-Tante...! Wenn du einen Herzinfakt kriegen solltest...«, der Neunzehnjährige verstummte, wandte sich um und zeigte auf ein Haus, welches für sein knallig rotes Dach bekannt war, das Pokémon-Center, »... Da ist ein Krankenhaus, die werden dich sicher aufnehmen!« Dass Schwester Joy jedoch nur die besten Freunde des Menschen, nein, gemeint waren keine Hunde, behandeln konnte oder wollte, hatte er dezent ausgeblendet. Und selbst wenn dem so gewesen wäre, dass die pinkhaarigen Krankenschwestern Wunderheiler wären und die Behandlung menschlicher Kreaturen absurd nannten... Selbst dann hätte er die Nörgelise dorthin geschickt, nicht etwa wegen eines Herzinfaktes, aber... Nun ja, vielleicht hätten sie dem Fräulein ja eine ordentliche Frisur schenken können - Das pinke Flegmon wirkte eher wie ein... ein... Es hinterließ einfach keinen schönen Eindruck und den brauchte sie, um für ihre Maulerei wieder aufzukommen!
Der geborene Oblivianer nickte mit dem Haupt, verschränkte dabei kurzzeitig die Arme vor der Brust, um der gesamten Situation einen ernsten Touch zu verleihen (geschafft hatte er es trotz der Bemühung nicht). Und auch als die Gesprächspartnerin abermals das Maul öffnete, um zu sprechen, sich vorstellen, stoppte man seine Handlung nicht, nein, er nickte auch weiterhin, wenn es auch nur der Langeweile wegen war. Fynn. Fynn, so hieß die Meckertante also? Ein leises »Hmm...« flüchtete der Kehle Dantalians, während dieser den Kopf schief legte, das Augenmerk auf das gar nicht mal so weit entfernte Meer warf. Er war sich sicher, dass er nicht nach ihrem Namen gefragt hatte, es sei denn, dieser war relevant für den kommenden Wettbewerb gewesen - Und was wenn er tatsächlich dieses Kriterium erfüllte?! Ruckartig erhob der Kellner sich, indem er sich binnen weniger Sekunden von der Sitzfläche stieß und sich anschließend um die eigene Achse drehte, sodass der Blickkontakt zu Fleg-Fynn wieder hergestellt werden konnte. Mit einem Mal schienen die magentafarbenen Augen der Scheindame förmlich zu strahlen, so wie er mit einem Mal Feuer und Flamme gewesen war. Eine Idee hatte sich in dem kleinen Köpfchen festgesetzt, nein, genauer gesagt, handelte es sich dabei um eine Vielzahl von wirren Ideen. Aufgeregt fuchtelte er mit den Händen vor sich rum, dass er irgendwo erfreut war, war gewiss nicht schwer zu erkennen, dafür war das Ignorieren dieser Tatsache umso mehr eine Meisterleistung... Ob sie an dem Wettbewerb teilnahm?! Nein, noch wichtiger! Wenn ihr Name wirklich eine unverzichtbare Information war, handelte es sich bei der Frau mit den gleichfarbigen Haaren etwa um eine wichtige Persönlichkeit?! War sie vielleicht eine reiche Dame? Fragen über Fragen und keine Antwort war in Sicht! Klatschen. Aus lauter Begeisterung heraus begann der Herr sich in die Hände zu klatschen, ja, er war sich sicher. Sicher, dass Fräulein Flegmon-Fynn Arisa Mochi-irgendwas irgendeine große Rolle in dem ganzen Szenario spielte und nur aus Verlegenheit gesagt hatte, dass sie eine noch unbekannte Koordinatorin sei. Ja, so muss es gewesen sein! Abermals hob der Junge den rechten Arm, zog ihn in die Höhe, nur, um dann schlagartig auf seine vermeintlich berühmte Gesprächspartnerin zu zeigen. »Sag' mir, ob noch andere bekannte Menschen da sein werden! Werden es viele sein? Wie sieht's aus, wird es Talentsucher oder so geben? Verrat es mir! Fynni-Fynn, du musst es doch wissen!«

Allerdings... Jedwede Hoffnung verschwand mit einem Mal, als er feststellen musste, dass keine richtige Antwort geben würde - Und Schuld daran war einzig und allein so eine verrückte Tante, die es gewagt hatte, in das Gespräch der beiden reinzuplatzen und es zu ruinieren! Und dann verlangte diese Psychopathin auch noch, dass sie sie zur Bürgermeisterin der Strandstadt wählten! Hah! Lächerli - Uh...! Die ohnehin schon geteilte Aufmerksamkeit des Wirbelwindes wandte sich von dem Neuankömmling ab, als er aus dem Augenwinkel bemerkte, dass die Flegmonfrisur mit dem Schweif wippte - Richtig. Die weiße Schwanzspitze des Pokémon entpuppte sich als weitaus interessanter, als das langweilige Gespräch über das langweiligste Gesprächsthema der Welt - eine unnötige Sache, wie etwa Politik. Dementsprechend beschäftigte sich die Scheindame auch eindeutig lieber mit dem fremden Pokémon, das zudem äußerst... beleibt wirkte, als dem eher uninteressanten Schlagabtausch der Frauen Ohr zu sein. Ebenjener fand auch schon bald sein vorzeitiges Ende, woraufhin dem Rothaar die Möglichkeit eröffnet wurde, selbst einmal im Mittelpunkt stehen zu können:
Ohne großes Zögern entfernte der junge Mann sich von "Fynnchen" und bewegte sich im kindischen Hopserlauf auf die potenzielle Bürgermeisterin zu, blieb wenige Zentimeter vor dieser stehen und starrte die Fremde an. Blaue Augen, langweilig. Weiße Haare, sie wirkte wie ein alter Knacker. Ein Gesicht, wow, das schlug den Herren jetzt aus den Socken! Welch' ein Jammer, dass er an jenem für ihn arbeitsfreien Tag keine Socken, beziehungsweise Schuhe, trug... Hach ja~ Barfuß gestaltete sich das Leben doch viel schöner, zwar nicht luxuriöser oder reicher, aber schöner. Jedenfalls ließ das eher enttäuschte Augenmerk von der Visage der Unbekannten, die allem Anschein nach "Phi White" hieß - richtig, etwas wie einen Namen konnte man aufschnappen, während er bei einem Gesprächsthema wie Politik es bevorzugte, abzuschweifen - , ab. »"Bürgermeisterin Phido"... Ich weiß nicht...«, murmelte Dantalian schließlich in den nicht existenten Bart hinein. Es klang einfach nicht.

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:55 am

















Böses Nicht-Flegmonhaar
#4 ||| Fynn & Reena


Was war denn nun los?
Kaum zu glauben, meine Ansprache, die dieses wunderbare Wahlprogramm beinhielt, klang doch - wer hätte das gedacht? - auf taube oder wohl eher "stumme" Ohren. Die beiden von mir angesprochenen Damen schienen wohl eher belustigt. Kaum zu glauben... welch Frechheit. Ich wollte der Stadt nur helfen, sie zu dem machen, was sie eigentlich war und was sie auch verdiente, aber Frau Flegmonfrisur - die Frisur traf noch immer nicht meinen Geschmack, auch wenn sie, das gab ich freudig zu, etwas besonderes war - kam auf mich zu und schien meine Rede doch glatt ins Lächerliche zu ziehen. Nicht einen, nicht zwei, nein, viele verschiedene Gründe, die "gegen" die von mir erwähnte Wahl, wurden aufgelistet. Pff... gut, selbst wenn sie nicht aus dieser Stadt stammte, sollte sie sich nichtsdestrotz darüber beschweren, dass "Sandstrandstadt" nichts anderes als eine Scheinsandstrandstadt war. Mir zumindest ging es gehörig auf den Senkel (und das, obwohl man meine Stiefel nicht schnüren musste... *ba dum tss*). Am Ende ihrer Ansprache streckte sie mir fast schon verkrampft ihre Hand hin. Ich tat was sie verlangte und fügte ihrer Selbstvorstellung ein kurzes Lächeln hinzu. "Eine Koordinatorin?", fragte ich nicht unbedingt interessiert. " 'Berüchtigt'? Sorry... ich habe noch nie von dir gehört.".
Es freut mich jedoch für sie, dass sie ihr Ziel kannte, auch wenn sie, während wir uns die Hände schütteln, ihrer Hand einen solchen Druck verlieh, als ob sie mir meine Hand abreißen wollte.
Und dann, im nächsten Moment kam schon Schwester Nicht-Flegmonfrisur auf mich zu und musterte mich. Und dann... oha! Diese... diese Furie! Sie... sie benutzte einen Wortwitz!

"Bürgermeisterin Phido... Ich weiß nicht...", sagte Frau Nicht-Flegmonfrisur und starrte mich von allen Seiten. Was auch immer die weniger Flegmonhaarige von mir wollte... ich wusste es nicht; was ich jedoch wusste war, dass ich sauer war.
Ich ballte meine Fäuste zusammen; den Blick auf den Boden gerichtet. In diesem Moment war es still. Komplette Leere, die nur durch das rhythmische Klatschen von Aquaman durchbrochen wurde. Sie... sie hatte es gewagt...
Ich konzentrierte mich nun nur noch auf die leichbekleidetere der Schwestern (ich konnte mich nicht auch noch auf F... wie hieß sie nochmal? Irgendetwas mit "F" das wusste ich; vielleicht "Flegmon" - immerhin: ihre Frisur), drohend hob ich einen Finger an und deutete auf ihre Kehle. "Pass auf, Little Miss, ja?", drohte ich ihr zähneknirschend. "Das ist etwas, was du nicht verstehst. Es braucht jahrelange Übung um ein gewisses Niveau zu erreichen; eines wie meines!".
Dieses Wortspiel; wie konnte sie es wagen? Es war zwar eine gute Idee, den bekannten Hundenamen "Fido" mit "Phi" zu verbinden, aber... NEIN, NEIN, NEIN! So gehörte es sich nicht! Erst mich nicht wählen wollen und mir dann noch mein Metier stehlen?!? Unerhörte Frechheiten am laufen Bande!
Mit einer schnellen Handbewegung löste ich Kramurx Pokéball von meinem Gurt und hielt ihn heroisch in die Höhe. "Ich werde dir Manieren beibringen, Frau Hipster!".


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:57 am

Reena & Fynn & Phi & Ethan
{Anemonia City - Stadtinnere
«« Azalea City; Der Flegmon-Brunnen

Betont langsam schlenderte ich den kleinen Weg entlang und ließ meinen Blick über die genauso kleinen Häuser schweifen. Nein, viel mehr waren es Häuschen! Und das hier konnte man auch nicht als Stadt bezeichnen. Nö. DAS WAR DOCH KEINE STADT, DAS WAR EIN VERDAMMT KLEINES DÖRFCHEN WAS AN EINEM MEER LAG, ABGESCHNITTEN VON DER WELT. EIN KAFF. Ich würde niemals verstehen, warum es Anemonia City hieß. Zugegeben, es gab die letzte Zeit irgendwie viel, was ich nie verstehen würde, und alles wuchs auf dem Mist von uns Menschen. Mir ein entnervtes Stöhnen verkneifend warf ich einen zärtlichen Blick auf das -schlafende- Chelast in meinen Armen, wobei ich nur hoffen konnte, dass das jetzt niemand gesehen hatte. Pokemon müsste man sein. Wie verdammt einfach das Leben dann sein könnte! Und als Pokemon ging es mir dann wohl sonst wo vorbei ob ein Ort - EIN VERDAMMTES KAFF - 'City' hieß oder eben nicht. Arrgh. Was-war-eigentlich-los-mit-mir? Meine Gedankengänge waren heute der reinste Mist. Und ich war mir auch nicht sicher, was ich hier wollte. Wieder wanderte mein Blick zu diesem kleinem -und unter uns gesagt unglaublich niedlichem- Chelast. Es ließ sich echt durch nichts stören. Aber so langsam ging es mir doch auf die Nerven, es ständig herumtragen zu müssen. Vorsichtig stupste ich es an.
Keine Reaktion.
Auch gut. Mit einer Hand angelte ich nach dem passendem Pokeball und in nullkommanichts war das Gewicht in meinen Armen verschwunden. Ich zögerte einen Moment, dann nahm ich mir einen anderen Pokeball zur Hand und betrachtete ihn, während ich schon weiter lief, ohne auf meinen Weg zu achten. Irgendwie war es komisch, vollkommen ohne einen Begleiter meines Teams herumzulaufen. Also, warum eigentlich nicht? Gerade in dem Moment, in dem ich mich entschloss ein anderes und hoffentlich waches Teammitglied aus dem kleinem weiß-rotem Ball zu entlassen, stieß mein Fuß gegen ... keine Ahnung was es war, auf jeden Fall war es im Weg und hatte ganz bestimmt nichts auf diesem Weg zu suchen! Noch ein Grund, dieses Kaff-dass-zwar-Stadt-hieß-aber-garantiert-keine-war zu hassen. Bevor ich auch nur ansatzweise reagieren konnte stolperte ich bereits nach vorne, konnte mich aber noch im letzen, im wirklich allerletzten, Moment an einer Laterne festhalten. Was ich nicht bemerkt hatte: Während dem ganzen Geschehnis hatte ich den Pokeball nahezu weggeworfen UND FRAGT MICH NICHT WIESO. Auf jeden Fall sah ich nur noch aus dem Augenwinkel, wie er im hohem Bogen durch die Luft flog und in dem Moment, in dem er genau über meinem Kopf war, aufging und ein Pokemon frei ließ.
Oh nein.
Das durfte doch nicht wahr sein.
Mein Verstand realisierte, was jetzt gehen würde, aber irgendwie war mein Körper nicht schnell genug. Noch immer in einer gefährlich vorne über gebeugten Haltung, mich mit einer Hand an der Laterne abstützend, spürte ich plötzlich etwas auf meinen Kopf fallen und der erste Gedanke den ich hatte, war, dass ich glücklicherweise nicht den Pokeball daneben gewählt hatte.
Ein Brutalanda, dass einem mal eben auf den Kopf fiel, war sicher nicht so angenehm.
Und ungefähr eine Millisekunde bevor ich auf den Boden aufschlug, galt meine ganze Aufmerksamkeit meinem nagelneuen und schneeweißem Anzug und der Schlammpfütze, die mir plötzlich ins Auge sprang wie ein brodelnder Vulkan.

»NEEEEEEEEIIIIIIIIIN!«

Aber da war es schon so spät, und dann lag ich da. Mit dem Gesicht auf dem Boden, Beine und Arme von mir gestreckt. Nicht gut. Gar nicht gut. Es bedurfte ein paar Sekunden, in denen ich die ganze Situation zu verarbeiten probierte, bis ich mich langsam wieder aufrichten konnte. Mit zusammengekniffenen Augen stand ich auf und tastete mich langsam an meinem Körper runter. Nicht das ich mich bei meinem galantem Sturz verletzt hätte oder so. Aber mein Anzug- mein Anzug! Und als meine Augen dann auf waren, um den Schaden zu begutachten, hätte ich sie am liebsten sofort wieder geschlossen. Die ganze Hose war voller Dreck, den ich verzweifelt probierte abzuklopfen. Wenigstens das Oberteil war noch in Ordnung ... Dieses mal konnte ich mir ein seufzen echt nicht mehr verkneifen. Was war heute nur los mit mir?! Schnurrstracks und mit hoch erhobenem Haupt maschierte ich in Richtung Markt. Eine Minute später kam ich wieder raus, eine Flasche Mineralwasser in der Hand. Mit ausdrucksloser Mine schraubte ich sie in windeseile auf und trank die Hälfte der Flüssigkeit auf ein Mal. Den Res kippte ich mir über die Hände und spritze es mir ins Gesicht. Klare! Gedanken! Jetzt! Sofort! Und tatsächlich - es schien ein wenig zu helfen. Irgendwie war ich schon den ganzen Tag so komisch drauf. Ich meine- ich flog nach Azalea City, nur damit mir dort einfiel, dass ich gar nicht wusste was mein Auftrag war! Dann ließ ich mich von einem komischen Mädchen beschimpfen, nachdem ich davor fast vor Langeweile umgekommen wäre, flüchtete schließlich entnervt vor ihr und jetzt war ich hier. SCHON WIEDER EIN KAFF. UND DANN FLOG ICH VOLL AUF DIE FRESSE, RUINIERTE MEINEN NEUEN ANZUG UND DAS NUR, WEIL HYDROPI MEINTE GENAU AUF MEINEN KOPF ZU FALLEN. --- Hydropi. Genau. Plötzlich verstand ich auch die komischen Blicke, die mir zugeworfen wurden. Ich dachte es würde sich dabei auf meine dreckige Hose beziehen, aber nein- in Wirklichkeit wunderten sich die Leute, warum ich ein Hydropi mit mir herumschleppte. Das war verständlich. Gut. Noch mal von vorne. Ich atmete tief ein und aus, und probierte mit aller Kraft, die ganzen komischen Geschehnisse von heute beiseite zu schieben, und nahm mir im Stillen vor, mehr zu schlafen. Und es schien tatsächlich ein wenig zu helfen.

Ein wenig beruhigter setze ich meinen Weg durch Anemonia fort, und ja, das 'City' wurde an dieser Stelle tatsächlich absichtlich weg gelassen. Ich sah es nicht ein, Dörfer als Städe zu bezeichnen, nicht mal in meinen Gedanken. Umso ruhiger ich wurde, umso unergründlicher wurden auch meine Gesichtszüge wieder, was ich durchaus gut fand. Langsam schaffte ich es, mein 'mysteriöses' auftreten wieder aufzubauen, auch wenn das Hydropi auf meinem Kopf das alles vermutlich etwas zerstörte. Und noch etwas zerstöre es, nämlich mein verdammtes Styling! Aber da meine Hose so oder so auch dreckig war, war mir das ausnahmsweise mal egal. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf meine Außenwelt. Scheinbar hatte ich das Dorfzentrum erreicht, wenn man das so nennen konnte. Irgend so etwas in der Art schien es zu sein. Und irgendwie tummelten sich hier mehr Leute, als ich heute den ganzen Tag gesehen hatte auf einem Schlag. Nur der Grund war mir unergründlich. Neugierig sah ich mich um, und entdeckte eine Gruppe von drei jungen Mädchen. Zwei rothaarige sowie eine junge Frau mit weißen, kurzen Haaren, die mir irgendwie bekannt vorkam, auch wenn ich beim besten Willen nicht wusste, woher. Von Interesse getrieben tat ich so, als würde ich nur den Platz überqueren wollen, und würde nur durch Zufall so nah an dem Trio vorbeikommen. Tatsächlich aber verfolgte ich die Absicht, aus der Nähe vielleicht zu erkennen um wen es sich bei der Weißhaarigen handelte. Nun, mein Vorhaben war nicht von Erfolg gekrönt. Ich wusste, dass ich sie konnte! Ich wusste es genau! Aber ich hatte wirklich keinen blassen Schimmer, wer das sein sollte. Nun, stattdessen bekam ich aber einen Fetzen des Gesprächs mit, und nun verbarg ich meine Neugier nicht mehr sondern steuerte ohne zu zögern auf die drei zu. Ein paar Meter von ihnen entfernt ließ ich mich kurzerhand im Schneidersitz auf den Boden sinken und stütze meine Ellbogen auf meine Knie und mein Kinn wiederum auf meinen Handflächen ab. Interessiert beobachtete ich und es störte mich kein bisschen, dass sie das bemerken würden. Das stand außer frage, schließlich glotze ich ohne Unterbrechung rüber und saß in Höhrweite. Irgendwie war das lustig. Ich musste mir ein Schmunzeln verkneifen. Was auch immer bei denen eigentlich los war, es vertrieb mir auf jeden Fall zumindest für den Moment die Langeweile, und das musste ich ja wohl auskosten.
»Wo bleibt das Popkorn?!«, rief ich provozierend laut und streckte dabei einen Arm in die Luft, als würde ich tatsächlich erwarten dass mir jemand meine 'Bestellung' bringen würde. (Was ich natürlich nicht tat, nur fürs Protokoll.)

#3
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:59 am


♀ Anemonia City ♀ Immer diese Möchtegern-Fynns ♀ Post #2 ♀

Aber vorerst durfte sie mich mit den Worten "Berüchtigt? Nie von dir gehört" selber in den Boden stampfen. Klar, ich war nicht berüchtigt, aber diese Worte hatten mir es nochmal deutlicher gemacht. Diese Frau hatte mit ein paar Wörtern jegliche Sympathie-Punkte die sie jemals hatte - sie hatte zwar nie welche, aber egal - wieder weggemacht. WAS FÜR EIN DRECKSBIESTTEIL! Unerhört! Das ließ ich mir nicht bieten. Ich. Doch, ich ließ es mir bieten. Ich wurde wieder ruhig und das einzige was ich machte war, sie mit fiesen Blicken zu bombardieren. PFAH! Spätestens beim Wettbewerb würde ich dieser doofen Tussi zeigen wer tollerer ist.
Und ich war eindeutig die tollerere von uns beiden. Jajajaja.
Ich war halt einfach die großartigste und perfekteste Person auf dieser Welt. Diese kleinen Missgeschicke bei meinen vorigen Wettbewerben waren einfach nur... Die Fehler der anderen. Genau. Die Jury war zu inkompetent und meine Gegner haben mir irgendwas untergejubelt, dass ich nicht so gut sein konnte. Jajajajaja.

Mit dem Finger auf meine Kehle zeigend kam sie näher. Sollte ich jetzt Angst vor ihr haben? Heh? Sollte ich das? Vor einer 17 Jährigen Möchtegern-Coolen-Koordinatorin? Was? Hahaha! Das ich nicht lache! Dieses kleine verlogene Weib sollte lieber vor mir Angst haben! Haha! Mir! Der großartigen vor Tolligkeit strotzenden Fynn Arisa Mochizuki! "Du nennst mich 'Little Miss'. Pass Mal auf. Du bist vielleicht ein vier Monate älter als ich und auch ein paar Zentimeter größer, aber trotzdem brauchst du mich nicht 'Little Miss' zu nennen. Das ist bei meiner geistigen Größe vollkommen unangebracht!"
Mich little Miss zu nennen! Unerhört! Nur weil sie denkt sie wäre auch nur im entferntesten Besser als ich. Nein! Niemals! Ich meine. Man musste mich doch bloß anschauen und schon würde man bemerken, dass ich total toll bin. Ich ignorierte einfach diese andere pinkhaarige da und blickte weiterhin wütend zu Phi hinauf. PFAH PFAH PFAH PFAH PFAH!

Doch ich wendete schon einige Sekündchen darauf meinen Blick wieder ab. Neben mir befand sich nun nämlich eine vierte Person. Eine männliche. Eine famöse (gibt es dieses Wort überhaupt? Egal, es steht dafür, dass er elegant, wunderschön und ... blühend ist). Eine - Moment? War ich mir wirklich sicher ob er männlich ist? Ich meine - - - Egal. Letztendlich wurde seine (oder ihre) Famösigkeit durch drei Sachen gestört. Da hätten wir erstens: Seine Klamotten waren voller Schlamm. Es schien so, als sei er hingefallen. Zweitens: ER HATTE EIN VERDAMMTES HYDROPI AUF SEINEM KOPF [WAS FÜR EIN MÖCHTEGERN-FYNN (Das ist mein spezielles Wort für Nachmacher.)] und letztendlich gab es da noch drittens: Er hatte einen blöden Kommentar abgelassen. PFAH!
Mich störten erstens und drittens nicht weiter. Er hatte mich gemöchtegern-fynnt! Einfach so ein Pokemon auf dem Kopf haben, ist ja noch grenzwertig okay. ABER NOCH VIEL SCHLIMMER IST, DAS ES - wie bei mir - ZUR HAARFARBE PASST! Ich fühlte mich in meiner Individualität bedroht. So versuchte ich meine Haarnadel aus den Haaren zu ziehen. (Das war übrigens nicht ganz so einfach, weil wegen Flegmon.)
Ich richtete die Haarnadel auf den Neuen da und blickte nun ihn Böse an. "Du wagst es wirklich nachmachen? PFAH! DAS ICH NICHT LACHE! EN GARDE! "

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 8:59 am



Reena - Post #6
♣ With Fynn && Phi && Ethan
♣ At Anemonia City - Das Stadtinnere






~ KEINE BESONDEREN EREIGNISSE
Mit unverkennbar irritierten Blick starrte der junge Herr das weißhaarige Gegenüber, liebevoll auch "Phido" genannt, an - Oder präziser ausgedrückt: Nicht die Dame selbst durfte sich seiner relativ geteilten Aufmerksamkeit erfreuen, nein, ganz und gar nicht, viel mehr war es ihr nackter Finger, mit dem sie es wagte, auf ihn, eine bekleidete Person, zu zeigen, dem sein Augenmerk galt. So kam es also dazu, dass der Kurzhaarige eine gewisse Zeit keinen einzigen Mucks von sich gab (und das allein war schon ein Wunder!), verwirrt von der Reaktion der Gesprächspartnerin. Reena verzog die Miene, sodass seine Verwirrung die anderen, Fynni Mc-Flegmonhaar war da selbstverständlich mit eingeschlossen, erreichen konnte, wobei es für ebenjene wohl eher nach überspitztem Schneiden verschiedener Grimassen aussah. Richtig gelesen! Die sonst so spontane Scheindame wusste nicht, wie sie auf die potenzielle Bürgermeisterin, welche ihre Stimme mitnichten hatte, reagieren sollte. Und nicht nur das! Auch war ihm nicht bekannt, welch einen Grund diese hatte, um ihn derart bissig anzu... Wie auch immer man es treffend umschreiben konnte. Allerdings blieb dem Neunzehnjährigen keine Gelegenheit weiter darauf einzugehen, holte das Weißhaar rasch einen Pokéball hervor und hielt ihn triumphierend hoch. Wie der Rotäugige darauf reagierte? Nun, einige Male verlangte der Moment ihm ein mehrfaches, übertriebenes Blinzeln ab, ehe er eine Augenbraue hochzog und einen seiner Arme hob, um der eindeutig größeren Frau bei der Schulter zu packen, den Blick auf den Boden gerichtet. Und dann... Dantalian begann verhöhnend zu kichern, blickte dem Mädchen mit den alt machenden Haaren ins Gesicht, dabei ein breites Grinsen aufgesetzt, dessen Anblick allein schon "Heh~ Das nennst du eine Drohung, Phido?" ausrief - Selbstverständlich war das aber noch nicht alles, nein, nein! Der Herr bediente sich nicht einer sonderlich langen Zeit, eher verlangte es nur ein paar kurze Augenblicke, um aus soeben beschriebener Position zu entkommen und ein ungespielt fröhliches Lächeln aufsetzen, dabei - ohne weiter Gedanken an die für ihn unverständliche Handlung zu verschwenden - die Worte »Aww... Phido, du sollst doch nicht mopsig werden..!« vor sich her summend, als spreche er mit einem guten Kindheitsfreund.

Doch bei dieser Figurenstellung blieb es nicht lange, denn bereits nach einer äußerst kurzen Zeitspanne verlor der Koordinator jedwede Interesse an dem Weißhaar - Zu jenem Zeitpunkt hatte eine andere Person die Bühne betreten und sich stillschweigend auf den Boden gesetzt, das Schauspiel aus nächster Nähe beobachtet. Und ebenjene vollkommen "normal" erscheinende Person durfte sich zur Folge mehrerer Prüfungen - oder eher Torturen - unterziehen lassen: Vielleicht konnten Fynnchen und Phido es nicht erkennen, doch während die Scheindame vor Langeweile "ihre" Wangen aufbließ, nur um im nächsten Moment jedwede gesammelte Luft wieder auszublasen, tat "sie" dann doch noch etwas wahrhaftig Sinnvolles! Ein konzentrierter - womöglich doch eher ein weniger konzentrierter - Blick lag für eine gewisse Zeit auf dem Neuankömmling, so wie er auch auf den Schultern des letzten Ankömmlings, der Möchtegern-Bürgermeisterin, lastete. Gewiss doch begann der Prüfer dabei beim Haupte des Fremden: Ein Hydropi, welches den Kopf seines offensichtlichen Trainers vermutlich mit einem Bettchen verwechselte. Niedlich und zugleich uninteressant, immerhin existierte da schon Flegmonhaar, welche irgendwo bewundernswerter war. Lange, hellblaue Haare. Reena fasste sich an die eigenen, magentafarbenen Strähnen, setzte einen beleidig wirkenden Gesichtsausdruck auf - Ein Nachmacher! Oder war es auf einmal zum Trende geworden, dass Männer lange, farbige Haare trugen und sie eventuell sogar mit einem Zöpfchen zierten? Das war die Geburtsstunde eines vergeblichen Hoffnungsschimmer: Hatte der Herr Dantalian mit seinen für männliche Lebewesen verhältsnismäßig langen Haaren etwa einen Trend gesetzt?! Was wäre... Was wäre wenn da ein berühmter Modeschöpfer oder so hinter dem nächsten Gebäude nur auf IHN wartete?! Ein vorfreudiges, recht mädchenhaft klingendes Quieken entfuhr dem Kleinwüchsigen. Jene hoffnungslose Freude verschwand jedoch binnen weniger Sekunden, nachdem nicht eine einzige erwartete Person um die Ecke sprang und seinen Namen rief, weswegen er sich umso unmotivierter an das ausgiebige Mustern des Fremdlings setzte und die blauen Augen erblickte - Herrje..! Was hatten all die Menschen auf einmal mit blauen Aug - Achja, es handelte sich dabei ja um eine der am weitesten verbreitesten Augenfarben überhaupt, entschuldigt. Und dann... Eine weitere Ebene glitt der Blick nach unten, auf dass er etwa auf Schulterhöhe des anderen Mannes lag. Ein Anzug - Langweilig. Und... Was war das?! Braun, braun und noch mehr braun! Ui ui ui - Es wirkte in der Tat so, als hätte der Fremde den Kuss einer netten Schlammpfütze zu spüren bekommen. Nun, wenn DAS nicht einmal eine Eigenschaft war, die den Herren um einiges interessanter machte!
Jedenfalls war dies die Form der ersten Qual, diese hieße allerdings nicht "erste" wäre keine zweite gefolgt - Eben diese ließ jedoch nicht lange auf sich warten, sondern schloss sich recht schnell dem Vorgänger an. Auch war es nicht Ram, der es vollführte, nein, nein, der Handlungsträger war keine geringere Person als Fleg-Fynn - Wer hätte denn solche Aktionsfreude von ihr erwartet?! Was sie tat? Ganz einfach! Ohne großartig zu zögern, zückte das sichtlich empörte Fräulein ihre Haarnadel, von dessen Existenz niemand zuvor wusste - man danke dem Flegmon, welches noch immer auf ihrem Haupte lag! - und schrie den namenslosen Mann, man nenne ihn der Einfachkeit wegen an dieser Stelle einmal "Mr. 'Ich sitze auf dem Boden, weil er sehr gemütlich ist'", an. Für kurze Zeit herrschte Schweigen, wodurch die Anspannung der Luft abermals deutlicher wurde (immerhin drohte Phido mit einem Pokéball - wollte sie die Scheindame damit etwa einfangen? - und Fynni-Fynn mit einer Haarnadel) - Und genau zu diesem Augenblick fiel es dem Kurzhaarigen wieder ein. »Hey, Flegmonhaar!«, versuchte Dantalian auf sich aufmerksam zu machen, näherte sich der Möchtegern-Fechterin dabei von hinten an und tippte ihr auf die Schulter, doch hatte der Kellner bereits im Gefühl, dass er keine zufriedenstellende Antwort erhalten würde, schließlich war die neue, alte Gesprächspartnerin vor Kampfeslust entflammt und stand schon in Position. »Hmpf..!« Abermals bließ er seine Wangen auf, beließ es bei dem lächerlichen Anblick für einige Sekunden und fasste dann einen Entschluss: Aufmerksamkeit! Das war es, was er brauchte! Und nicht etwa irgendeine Aufmerksamkeit, nein, er brauchte die Aufmerksamkeit der langhaarigen Fechterin! Problem: Wie war diese zu gewinnen? Und da... Da kam dem Herren eine Erinnerung. Bubblegummy. Vielleicht hätte er auch eine wundertastische Attacke oder dergleichen gegen sie einsetzen sollen? Vielleicht... Was hieß hier vielleicht? Nicht viele Momente vergingen und der Junge hatte ein wenig Abstand genommen, noch weniger bis er wieder auf besagte Person zurannte und nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde benötigte es, damit er sprang und aus der bemerkenswert geringen Höhe die Flegmon-Trainerin in die Seite kickte - Was fehlte da noch? Richtig, ein epischer Name! So folgte ein knappes »MEEEEGAAAA-KIIIIIICK!!«, mit einem halbwegs verschluckten »Reena Edition!« und einer darauffolgenden Beschwerde: »Fynni-Fynn, du musst mir noch sagen, was für Leute alles beim Wettbewerb sein werden! Sag es mir! Ich will es wissen! Sofort!«

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:00 am

















Das Jurob war da schon

#4 | Fynn, Reena & Ethan


Hier waren wir also. Ich, die Anwärterin auf den Posten der Bürgermeisterin von Anemon- NEIN! Scheinsandstrandstadthausen! Die zukünftige Bürgermeisterin von Scheinsandstrandstadthausen, ihr immerzu applaudierende Assistent, auch bekannt unter dem Namen Aquaman, und natürkich auch ihre treue Wählerschaft, bestehen aus Kimono-Flegmon und Flegmon-Schwester. Doch inzwischen... inzwischen gesellte sich noch jemand zu unserer Gruppe, ein Kerl. 'schuldigung, ein Mann. Ein angezogener Mann. Er trug einen Anzug und... wow. Er war modisch talentiert, im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden. Das strahlende, unschuldig wirkende weiß stand in einem Kontrast zu den brauen Kuhflecken, die auf ebenjenem Anzug verteilt war. Auf Modelaien mochte dies wie ein Schlammpfützen-Unfall wirken, doch auch mich, eine angehende Mode-Designerin (ich musste meine Sekretärin – Sanchez -  unbedingt daran erinnern, dies auf meine „To-Do“-Liste zu setzen; Mode studierte sich sicher, mit meinem natürlichen Talent, binnen weniger Stunden), wirkte es... nun, wie wirkte es? Revolutionär! Oh ja, er, dessen Name nicht genannt werden durfte, da niemand ebenjenen Namen kannte, war ein klarer Rebell. Er löste sich von den gesellschaften Norm- und Wertvorstellungen, in dem er der Gesellschaft dieses Outfit zeigte. Es schrie „SCHAUT AN, WIE VIEL TOLLER ICH BIN!“. Sein einziges Problem: ich. Neben mir wirkte er nur halb so toll, weil... musste ich das weiter ausführen. Ich warf mein kurzes Haar, welches man nicht zurückwerfen konnte, mit einer Handbewegung zurück, so wie die Hollywood-Schauspielerinnen das machen würden, wenn irgend so ein schnieker Kerl ihnen ein Kompliment machte.
In diesem Moment fiel mir etwas auf, seine Frisur. Es schien doch tatsächlich in Mode zu kommen, seine Haare in Form eines Wasserpokémons zu bringen. Oder seine Wasserpokémon als Hut zu tragen, je nachdem. Erst... Mist, ich konnte mir ihren Namen immer noch nicht merken... ähm, Flegmon, genau. Flegmon trug ihre Haare in Form eines Flegmons/ trug einen Flegmon-Hut. Okay. Das hatte durchaus Stil, aber... es, das Flegmon, wirkte so unrealistisch. Zu unrealistisch. Dem geschulten Auge fiel sofort auf, dass es sich hierbei um ein billiges Imitat handeln musste. Herr Stylisch hingegen trug seine Haare zu einem Hydropi (konnte man das so sagen...?). Und, es ergänzte das ohnehin gesellschaftskritische Bild pausenlos. Man schaute ihn an und dachte „Bäm. Der ist 'n Rebell. So ein richtiger! Ein Super Duper Rebell!“. Ich nickte. Eines war klar: der Rebell musste Drago heißen. Drago klingt so... rebellisch!
Auch Flegmon hatte Drago bemerkt (er schien irgendetwas gesagt zu haben, dass ich, aufgrund meiner genialen und total wichtigen Gedankengänge, überhört habe) zu haben und bedrohte ihn nun mit ihren Haarnadeln. „Wow!“, dachte ich „Chill out, girl!“. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf, als ich sah, dass die Aufmerksamkeit von mir abgefallen war. „Zeit für ein Umstyling!“. Mein Blick schnellte von links nach rechts und ich überprüfte, ob auch wirklich alle auf die Drachenjägerin Flegmon achteten. Alle, außer Aquaman taten dies. Er starrte mich verwirrt an, doch ebenjener Zustand hielt nur für einen Moment, denn im nächsten Moment saß er bereits auf meinem Kopf und, obwohl ich ihn nicht sehen konnte, wusste ich, dass er sich panisch umblickte. „Keine Angst...“, flüsterte ich ihm zu „Alles ist okay!“.
Während sie da so standen, und ich teilnahmslos zusah, bewegte sich das weniger Flemon-haarige Mädchen auf das Flegmon-haarige Mädchen zu. Sie fragte etwas... OH GOTT! DER WETTBEWERB! NATÜRLICH! Meine Kinnlade fiel herunter und traf den Boden; Jurob verlor das Gleichgewicht, konnte sich aber mit seinen Flossen letzten Endes noch an meinen Haaren festklammern. Au...
Erneut schnellte mein Blick in eine Richtung, in die ich zuerst nicht schaute. Mein Viso-Caster. Er sollte mir sagen, wie viel Zeit bis zum Anmeldeschluss blieb uuuund, oh Schreck. Ich wurde hibbelig. 10 Minuten. Sch.....ade. Das war... ungünstig. Würde ich es noch rechzeitig schaffen und... Nicht-Flegmon-Haar würde teilnehmen wollen, oder? Oh, Flegmon sicherlich auch. Ich schaute sie an und sah, wie sich von der Seite etwas (halbwegs) Gewaltiges in ihre Magenseite eingrub; sie taumelte eine Nanosekunde und fiel um. Hmmm... Nicht-Flegmon hatte Flegmon getreten. Mit einer ziemlich unmenschlichen Kraft noch dazu. Merken: provoziere das Nicht-Flegmon-Haar NICHT. Sie schien einen guten Lehrmeister zu haben. Oder Lehrmeisterin. Wir wollten politisch korrekt bleiben, nicht?
Ein weiterer Schwenk in Richtung Viso-Caster: Sieben Minuten verblieben. Bürgermeisterin White! Sie müssen etwas unternehmen!
Ich warf meinen Arm nach vorne, so als ob ich das Spektakel von gerade eben verhindern wollte (dafür kam ich jedoch ZU spät... hehe~). „HALT STOPP!“, rief ich autoritär aus; Jurob applaudierte. „Ihr wollt am Wettbewerb teilnehmen? Gut. Wir haben geschätzt fünf Minuten für die Anmeldung... also hurtig jetzt, los!“. Ich griff den Arm der am Boden liegenden Flegmon und mit meinem freien Arm, nach ihrer Schwester. That's how we roll~ So muss sich ein Bürgermeister für seine Bürger engagieren!


To be continued: "Anemonia City - Strandhalle"



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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:02 am

















Ein Mode-Gott
#6 ~ & Ethan



Came from: "Anemonia City - Die Strandhalle"

Nun gut, so viel zum Thema „Wettbewerb“. Klar, ich habe verloren, aber... worüber sollte ich mich ärgern? Es war nur ein Wettbewerb, nichts wichtiges. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Saison (oder wie auch immer man das nennen will) gerade begonnen hat – das war der erste Wettbewerb von vielen. VIELEN! Fuck yeah, White, du bist noch immer dabei und du wirst die Beste sein. DIE BESTE!
DAS würde ich sagen, wenn es mir wirklich egal gewesen wäre. Gnarf, White, du widersprichst dir selber. Okay, meine lieben Fans, lasst mich das mal eben erklären:
Auf der einen Seite, ja, es war mir egal. Total egal (aus genannten Gründen). Auf der anderen Seite hingegen musste ich zugeben... ich wollte diesen Wettbewerb schon irgendwie gewinnen, weil... na ja, Carly. Wenn sie in Johto sein sollte und diesen Auftritt gesehen haben sollte, dann wird sie lachen. Laut lachen. Erst gewinne ich den letzten Wettbewerb Hoenns (und raube damit vielen Koordinatoren, die das Band hätten brauchen können, die letzte Chance auf das Festival) und dann verliere ich in Runde eins gegen les autres. Ouh, tu parle en francais, madame? Trés bien! Ähmm...

Mit total positiven und freudigen Gedanken über die Gegenwart und keinen Ansätzen für die mögliche Zukunft, schlenderte ich durch Scheinsandstrandstadthausen. Meine Güte... mehr Sand, war das so viel verlangt? Pff... vielleicht sollte ich meine Koordinatorenberufung aufgeben und tatsächlich für's Bürgermeisteramt kandidieren. Gar keine schlechte Idee... vermutlich wiederholte ich mich, aber Bürgermeister Phi White. Das klang würdevoll. Hmmm... Aber dafür würde ich jemanden brauchen, der mir bei meiner Wahlkampagne und allem weiteren half... nur wer war kompetent genug, um meiner würdig zu sein?
Aquaman (mein Jurob saß wieder auf meinem Kopf und auf andere musste ich fantabelhaft aussehen!) leitete schon meinen Fanclub, und Sanchez? Na ja, solange der nicht damit beschäftigt war andere weibliche Wesen aufzureißen, war er so etwas wie meine Sekretärin. Moment! „So etwas wie meine Sekretärin“? Er WAR meine Sekretärin, ganz klar. Niemand konnte so gut... Okay, vermutlich war jeder besser als Sekretärin als Sanchez. Alles, was Sanchez konnte, war flirten. Das konnte er hingegen sehr gut. Fast so gut, wie seine Trainerin, hehe~
Nein, was ich brauchte, war jemand, der... hm, das war schon mal gut: ich brauchte JEMANDEN. JEMAND stylischen. Jemanden, der wusste, was modisch war; jemand, der bereit war, radikal und revolutionär zu handeln – natürlich im modischen Sinne. Oh ja, ich brauchte einen Mode-Gott! Aber wo bekam man einen Mode-Gott her, wenn man ihn brauchte...?


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:03 am

Reena & Fynn & Phi & Ethan
{Anemonia City

Mit vor Neugier weit geöffneten Augen konnte ich einfach nicht anders, als das seltsame Trio unentwegt weiter anzustarren. Vor allem das kleine Mädchen mit den langen, roten Haaren stach mir in die Augen, was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte, denn auch sie schien mich bemerkt zu haben und musterte mich. Ihr Blick spiegelte die verschiedensten Emotionen wieder und alles in allem schien sie alles andere als erfreut über mein Auftauchen. Und während ich noch so auf meinem Kaugummi, der übrigens schon wieder an Geschmack verlor, was mich unglaublich störte, herumkaute und meinen Arm wieder nach unten nahm, fummelte besagtes Mädchen in ihren Haaren herum. Erst da fiel mir auf, dass dieses ... etwas auf ihren Haaren keineswegs eine ausgefallene - und nebenbei gesagt vollkommen unmodische Frisur war, sonder ein verdammtes Pokemon. Ein Flegmon. Ich musste mir auf die Lippe beißen, um nicht breit zu grinsen. Das war lustig. Vor allem wenn man bedachte, das auf meinem Kopf ein (frisurenzerstörendes) Hydropi saß. Vielleicht- Ja, vielleicht entstand ja durch mich ein neuer Trend! HA! - Und im selben Moment verwarf ich den Gedanken auch schon wieder, denn es war leider ziemlich unmöglich, dass sich dieser "Trend" in so kurzer Zeit herumgesprochen haben könnte. Aber um zurück zum Thema: Das Flegmon-im-Haar-Mädchen zog urplötzlich eine spitze Nadel aus ihren Haaren und hielt sie genau auf mich, den am Boden sitzenden Schönling. Und während sie das tat, rief sie irgendwas, was ich dank meiner Position und der Menschen um uns herum nicht verstand. Aber irgendwie hatte es wie ein Schlachtruf geklungen. Interessiert blickte ich zu ihr hinauf, als wäre die Nadel gar nicht da. Ich holte schon tief Luft, um ihren Ruf mit 'SCHOKOKUCHEN' (das erste Wort, das mir in den Sinn gekommen war) zu erwiedern, wurde allerdings davor unterbrochen. Nämlich von dem Persönchen mit den Magenta-Farbenden Haaren, die wie aus dem Nichts mit vollem Schwung meine Angreiferin umwarf und irgendwas von einem Wettbewerb schwafelte. Und ehe ich mich versah waren sie weg. Alle drei. Die weißhaarige Frau, die mir merkwürdig bekannt vorkam, hatte sich die anderen beiden geschnappt und PUFF. Die anderen Menschen hatten sie verschluckt. HMPF. HMRGHHPPPFF. Ich hatte mich schon wirklich gefreut, dieses Trio war so vielversprechend gewesen, meine Langeweile zu vertreiben. Und dann entschieden sie einfach, sich vor meiner Nase davon zu teleportieren, als wären sie nie da gewesen. Ich drehe meinen Kopf und nah die anderen anwesenden Menschen unter die Lupe. Allesamt langweilig. Und mindestens achtzig Prozent hatten einen unglaublich schrecklichen Geschmack für Mode! -Was mich wieder an meine eigene Aufmachung erinnerte. Mein Blick wanderte an mir herunter und augenblicklich begann ich, mich vor mir selber zu ekeln. Es schüttelte mich regelrecht. Ich muss raus aus diesen Klamotten, dringend! Mein schöner Anzug ... es war mein Lieblingsanzug gewesen! Verdammt!

[...]

Mit spitzen Fingern hielt ich den dreckigen, bestialisch stinkenden und irgendwann mal weiß gewesenen Anzug so weit von mir weg, wie ich konnte, während ich das Pokemon Center verließ. Ich hatte probiert das gute Stück zu retten - und es dabei nur noch schlimmer gemacht. Wütend stopfte ich das Zeug in die nächst beste Mülltonne. Mit blieb wohl nichts anderes übrig, als mir das Modell noch mal zu zulegen. Aber wie ich mein Glück momentan kannte, hatte sich das Sortiment in meinem Lieblingsladen schon wieder geändert und ich würde so einen Anzug niemals mehr wieder finden ...! Meine Laune war im Keller. Das stand außer Frage. Die Packung Kaugummis die ich noch in der Hand hielt, warf ich dem Anzug gleich hinterher. Diese Sorte verlor einfach viel zu schnell an Geschmack. Pff. Ohne es wirklich zu registrieren klopfte ich imaginären Staub von meinem Oberteil. Ja- ich hatte mich eben umgezogen. Natürlich. Ich lief ja nicht nackt herum. Mein Glück war, dass ich immer Klamotten zum wechseln dabei hatte. Eine schwarze Jeans und ein ebenso schwarzes, enganliegendes Oberteil. Und darüber meine absolute Lieblingsjacke. Dunkelblau und ansonsten ... schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall war sie toll. Ich war toll. Und Anemonia Dörfchen war LANGWEILIG. Mein Leben war LANGWEILIG - und das war die Wahrheit. Obwohl ich bei Izanamis Wrath arbeitet, langweilte ich mich seit einiger Zeit fast durchgehend. Vielleicht sollte ich abhauen. Eine andere Region besuchen, mich selber durchschlagen, mal wieder was leben. Ja, vielleicht ... Aber nein, das konnte ich nicht machen. Unmöglich! Ich schüttelte entschlossen den Kopf, was mir einige verwirrte Blicke einbrachte, was ich aber gar nicht richtig bemerkte. Denn etwas anderes hatte meine volle Aufmerksamkeit geweckt - eine junge Frau, mit auffällig weißen Haaren. DIE junge Frau mit auffällig weißen Haaren! Aber dieses Mal alleine, ohne die zwei anderen. Was sie wohl hier tat? Und vor allem - warum kam sie mir so bekannt vor? Mein Blick schien sie regelrecht zu scannen. Sie hatte Sinn für Mode - zumindest einen besseren als die meisten hier. Das war Grund genug, um mit ihr zu sprechen. Mit möglichst lässigen Schritten ging ich von hinten auf sie zu, stellte mich links neben sie und tippte sie indem ich meinen Arm hinter ihr vorbei führte auf ihrer rechten Schulter an. Ich wartete einen kurzen Moment, dann näherte ich mich ihrem Ohr.
»Du hast nicht zufällig einen Kaugummi?«
#4
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:03 am

















Euer Styligkeit, so sei es!
#7 ~ & Ethan


Nein, Anemonia City verdiente mich, Phi White, als Bürgermeisterin nicht. Kein Sand, kein Strand, kein Band. Nur Schein, Show und Betrug. Widerlich. W-I-D-E-R-L-I-C-H. So etwas konnte und wollte ich nicht ab.
Gut... zur Verteidigung von Scheinsandstrandstadthausen galt es zu erwähnen, dass ich enttäuscht war. Von der Stadt im Allgemeinen und jetzt auch noch von der Tatsache, dass ich keinen Mode-Gott vorgesetzt bekam. Vielleicht ging ich die Sache ja nur komplett falsch an? Hm... möglich. Ich erinnerte mich an die Dokumentation über die Indianer von neulich. Als sie Regen brauchten, beteten sie ihre Götter an und tanzten für diese. Und tatsächlich, es klappte. Ob man das Prinzip auch auf das Erscheinen eines Mode-Gottes transferieren konnte? Ich war ein Mensch der Wissenschaft. Natürlich erschien mir die Idee absurd, das ein Tanz ein solches Wunder bezwecken konnte, aber diese Doku hat mir doch das genaue Gegenteil bewiesen... uhhh, White, bist du dermaßen verzweifelt, dass du hier im Nicht-Sand einen flotten Cha-Cha-Cha zum Besten gibst? Hmmmmm...
Ich sollte mich selber ohrfeigen. Dass ich das wahrhaftig in Betracht zog, war... lächerlich... und plötzlich blitzte das Bild eines magenta-haarigen Mädchens im Kimono in meinem Kopf auf. Sie drehte sich auf der Stelle und Wassermengen regneten von oben auf sie herab. Sie konnte ich auch, einfach so, vor Publikum lächerlich machen, und... wow, Höchstpunktzahl im Wettbewerb. Ob ich es ihr gleich tun sollte...?

Just in jenem Moment in dem ich zum Lied „I feel like Dancing~“ abgrooven wollte, tappte mich etwas an meiner rechten Schulter an. Und ehe ich realisieren konnte, spürte ich die Präsenz von... na ja, was war es? Etwas. Etwas war mit seiner/ ihrer/ dingsda Backe an der meinen. Gänsehaut pur. Gruselig.

„Du hast nicht zufällig ein Kaugummi?“

Oh nein. Oh nein. Das, wovor mich meine Mutter immer gewarnt hatte, würde eintreffen. Jemand wollte mich. Gewaltsam. Ich konnte es ihm/ ihr/ dingsda nicht verübeln, immerhin war ich schon ein regelrechter Hingucker, aber... nein, das durfte nicht passieren! I-ich...
Voller Angst machte ich einen Satz nach vorne, drehte mich mit einer schwungvollen Bewegung um und schaute dem Widerling ins Gesicht u... OH MEIN GOTT, MEINE GEBETE WURDEN ERHÖRT!

Vor mir stand – ohne Zweifel! - Herr Stylisch. Mein persönlicher Mode-Gott. Ich bemerkte gerade noch, wie meine Knie anfingen zu schwächeln und dannn... whupps, landete ich auf dem Boden. Hey, Arceus sei Dank! Wenige Zentimeter von einer eklig braunen Schlammpfütze entfernt. Zwei Wunder auf einmal! Phi heute war echt dein... okay, wenn ich jetzt sagen würde, dass das mein Glückstag ist, dann... na ja, man bedenke bitte den Vortag.
Kommen wir wieder auf das wirklich Wichtige zurück! Vor mir stand mein Mode-Gott. Und ich? Ich kniete vor ihm und schaute zu ihm in seine klaren, blauen Augen. Er war perfekt... nein. Gar nicht wahr. Irgendetwas... irgendetwas war falsch. Tja, die Mode-Kennerin erkannte auch schnell, was los war: Herr stylisch war unstylisch. Er hatte seinen wunderschön revolutionären Anzug eingetauscht in ein total langweilig wirkendes blaues Sacko mit „passender“ (sofern man bei dem Aufzug von „passend“ sprechen konnte...) schwarzer Hose. Ih... Nein. Nein, nein, nein. Das konnte nicht sein. Was war los mit meinem Mode-Gott? Wurde er aus dem Mode-Olymp verbannt? Verweilt er nun im Kik oder wieso trägt er das? Vielleicht wird er ja auch gezwungen das da zu tragen! Oh nein! Mein Mode-Gott wurde erpresst!
Mir war klar, was ich machen musste. Ich war die Humanität in Person. Ich musste selbstaufopfernd handeln. Doch wie? Was konnte ich tun? Verzweifelt blickte ich mich um. Hier war nichts... nichts, außer der Schlammpfütze.
Oh, großer Mode-Gott...“, begann ich meinen Sprechgesang und schloss meine Augen. Mir war klar, dass das, was jetzt folgte, viel Überwindung kosten würde, doch es war für einen besseren Zweck. Ich nickte. Für wahr, Mode ist meine Religion. Und er, er ist mein Mesiahs.
Ich tauchte meine Hände in die Schlammpfütze (ihh... es war... kalt und... bah... und eklig), stand auf und begann weiterzusingen: „Verzeiht mir, euer Heiligkeit... doch dies tue ich für das Allgemeinwohl. Die Welt wird mir hierfür danken!“. Und mit dem Ende dieses Verses sprang ich an den Herren heran und schmierte jegliche Körperstelle mit dem kalten Braun ein. Zwischendurch griff ich noch einmal zur Schlammpfütze und sorgte für einen Nachschlag. Es tat mir, ganz tief in mir drin, weh, dies zu tun; ich merkte, wie mir die Tränen kamen, aber... as said: es war für einen höheren Zweck. Ich konnte nicht anders als so zu handeln, wie ich handelte.
Ich weiß nicht, wann und wieso ich der Meinung war, dass mein Werk vollendet war, aber ich konnte mein Werk mit Staunen beäugen. Er, der Mode-Gott, war nun wieder wunderschön. Ein Lächeln machte sich auf meinem Gesicht breit. Es war kein weiß/brauner Anzug, aber das Blau harmonierte dann doch irgendwo mit dem Braun der Schlammpfütze. Ja, es hatte etwas... und dann fiel mir seine anfängliche Frage wieder ein.
Ein Kaugummi? Oh nein, euer Styligkeit, nein ich habe leider keines...“.


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:04 am

Reena & Fynn & Phi & Ethan
{Anemonia City

Diese Art von Reaktion war zu erwarten gewesen. Welche junge Frau würde wohl nicht so reagieren, wenn plötzlich, vollkommen aus dem Nichts, sich einem ein Mann näherte, ziemlich viel näherte und einem etwas ins Ohr flüsterte? Da gibt es wahrscheinlich nicht so viele. Die Weißhaarige machte also einen Satz nach vorne und wirbelte dann herum. Vielleicht war da einen kurzen Moment so etwas wie Angst in ihren Augen, aber wenn ja, dann wirklich nur ganz kurz. Denn im nächsten Moment, kaum hatte sie mich erblick, lag sie urplötzlich vor mir auf dem Boden. Ich hätte sie natürlich wie ein richtiger Gentleman aufgefangen, aber ich reagierte zu langsam, das ging einfach mal etwas zu schnell. Mit einer angehobenen Augenbraue starrte ich zu dem mir aus irgendeinem Grund so bekannt vor kommendem Gesicht hinunter. Irgendetwas in mir sagte mir, dass das der Moment war, in dem ich ihr meine Hand hin strecken müsste, um ihr auf zu helfen, aber ich war viel zu sehr damit beschäftigt ihre Gesichtsausdrücke zu deuten. Oder es zumindest probieren. Und je länger ich das probierte, umso verwirrter wurde ich. Vielleicht … war das Ganze ein Fehler gewesen. Der Ganze Besuch in der Stadt, schließlich hatte dieser mir schon einen Anzug versaut. Vielleicht sollte ich mich jetzt einfach umdrehen, und abhauen, so schnell wie möglich. Der Gesichtsausdruck der Weißhaarigen machte mir langsam wirklich Angst. Ziemlich Angst. Wenn ich ehrlich war.
Ich hätte noch eine Sekunde gebraucht, vielleicht eine Millisekunde, um das tatsächlich zu tun – mich umzudrehen und die Flucht zu ergreifen, als sie den Mund aufmachte. Sie schien wie hypnotisiert oder so. Ich warf einen Blick über meine Schulter, aber da war niemand – es war wirklich ich, den sie so anstarrte als … mir fiel das passende Wort nicht ein, doch dann ergänzte sie es nahezu selber. Ein Gott. Genau, sie starrte mich an, als wäre ich ein Gott, und dafür schien sie mich wirklich zu halten. Das machte mir jetzt wirklich ANGST. Ich kann mir ja selber nicht erklären, wieso ich nicht spätestens jetzt ganz weit weg rannte, dann hätte ich mich vor weiterem Übel befreit. Statt es zu tun starrte ich ihr mit gerunzelter Stirn entgegen und beobachtete, wie sie ihre Hände in eine tiefe Schlammpfütze steckte. Was zur Hölle?! Mein Kopf brauchte zu lange, um zu realisieren, was ihr krankes Köpfchen sich gerade ausgedacht hatte. Es war fast, als würde es langsam in meinem Gehirn ticken. Tick, tack. Sie nahm eine Hand voll ekelhaftem, stinkendem, dreckigem, triefendem, braunem Schlamm, gleich mit dem, in dem ich wenig zuvor gefallen war, und kam auch mich zu gekrochen. Wie ein Zombie. Tick, tack. Meine Augen wurden groß, als ihre Hände mir immer näher kamen. Tick, Tack. Wollte sie etwa …? Nein, das konnte doch nicht-
Doch, wollte sie. Ich stand einfach nur da, wie eingefroren, und starrte sie an. WAS ZUR HÖLLE PASSIERTE HIER? Klatsch. Ich spürte die Kälte des Schlamms bis auf meine Haut. Aus irgendeinem Grund konnte ich nur laut nach Luft schnappen, wild mit den Armen fuchteln und sonst nichts tun. Ich konnte, geschockt wie ich war, einfach nur beobachten, wie sie alles RUINIERTE. Mein Hose, mein Shirt, MEINE LIEBLINGSJACKE. Selbst als sie ein weiteres Mal in die Pfütze griff, konnte ich nichts tun. Es war die Hölle, die reinste Hölle, und sie eine AUSGEBRURT DES TEUFELS. Ein kleiner ZU MENSCH GEWORDENER DÄMON. Vielleicht auch eine aus der Klapse geflohene PSYCHOPATIN. Mehr viel mir in dem Moment nicht ein.
Irgendwann war sie fertig. Ich vernahm nur am Rande, dass sie irgendetwas von Kaugummis faselte. Leise wimmernd fuhr ich mit meinen Händen durch den Schlamm, aber ich sah sofort, dass es genauso zwecklos war wie mit dem weißen Anzug. Ich schüttelte meine Hände, doch auch diese waren jetzt voller Schlamm. Mit weit aufgerissenen Augen sah ich von ihr zu meinen Klamotten und wieder zurück. Ich öffnete den Mund, doch kein Ton kam heraus. Keine Ahnung, wie lange ich so da stand, mit geöffnetem Mund. Alle Farbe war aus meinem Gesicht gewichen.
»Oh-mein-Gott.«, stöhnte ich tonlos, dann ließ ich mich kurzerhand vor ihr auf dem Boden sinken. Ich war so geschockt, ich konnte nicht mal wütend sein, geschweige denn weinen. Es war alles ZU VIEL. Der heutige Tag hatte mich zu einem emotionalem Krüppel gemacht, ICH WAR AM ENDE. Der Schlamm der sowieso schon überall war interessierte mich nicht mehr, ich verbarg mein Gesicht in meinen Händen und wimmerte leise vor mich hin. Fehlte nur noch, dass ich mich wie ein Kind vor und zurück wiegen würde, und, ehrlich gesagt, war ich auch kurz davor. Irgendwann sah ich wieder auf und wischte mir mit dem letzten noch sauber gewesenen Zipfel meiner LIEBLINGSJACKE den Dreck aus dem Gesicht. Mein Blick wanderte zu der Weißhaarigen. Meine Hände waren noch immer schlammig. Ich ekelte mich. Ich stank und war dreckig. Ich beugte mich vor und wischte meine Hände kurzerhand an der Frau ab, dann schlüpfte ich vorsichtig aus der blauen Jacke. Mein Shirt, das ich darunter trug, war wenigstens nur halb beschmiert.

#5

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:05 am

















Ganz dein! Oder so...
#8 - & Ethan


Hmmm... aus irgendeinem Grunde schien es meinem Mode-Gott nicht zu gefallen, dass ich ihn mit diesem „Ganzkörper“-Peeling eingerieben habe.
Gut... eigentlich handelte es sich nicht um ein Peeling. Es war mehr so Make-Up für... für... öhm, die Kleidung? Ja, richtig! Make-Up für die Kleidung (Memo an mich selber: patentieren lassen), das war es. Und ich? Ich war die Unschuld in Person. Mehr sogar, immerhin habe ich ihm etwas gutes getan, indem ich ihn damit voll geschmiert habe, denn nun sah er noch viel, viel, viiiiiiiiiiiiiiel besser als zuvor aus. Er war heiß. Nun, zumindest so heiß, wie man sein konnte, wenn kalter Schlamm von einem herunter tropfte.

Tatsächlich. Er war nicht sonderlich beeindruckt, denn, nun ja, er fiel zu Boden. Er war geschockt. Von mir. Oh mein...! WOW! Ich, Phi White, hatte es geschafft, einen Gott zu beeindrucken. Ich stand kurz vor den Tränen. Vor den Freudenstränen. Niemals – NIE! - hätte ich genau damit gerechnet. Ich, ein einfaches Mädchen vom Lande (oder so...) und ein Gott. Ein Mode-Gott. Ich spürte, wie sich kleine, wässrige Kristalle in meinen Augen bildeten und... schnief... es war der schönste Moment meines Lebens. Ich hatte es geschafft, einen Mode-Gott mit meinem Design zu beeindrucken. SCHEINSANDSTRANDSTADTHAUSEN? ICH LIEBE DICH!
Dieser Tag konnte einfach nicht besser werden...

Ohohoho, ich täuschte mich. Und wie ich mich täuschte; nach ein paar Augenblick stand der Mode-Gott auf und... NYAHAHAHAHA! Er schmierte mich ebenfalls mit Schlamm ein! Welch fantastischer Tag! Freudig schloss ich meine Augen, meine Mundwinkel schossen in die Höhe und ich gab ein kurzes, heiseres „Ja bitte!“ von mir. Dadurch, dass er mein schockendes Design an mir benutzte, wusste ich, dass wir ebenbürtig waren und... und ich? Ich gab mich ihm ganz hin. Ich war nun ganz und gar sein. - Ähm... das hörte sich falsch an. „Ich war sein“ im Sinne von Staffelei. Er durfte sich auf mir austoben. So wie er wollte. Ich würde nicht intervenieren. Es war ein viel zu schönes Gefühl.
Hmmm... auch das hörte sich falsch an.

Er war fertig. Ich schaute an mir herab. Ich war wunderschön. Wenn dieser Mode-Gott etwas konnte, dann waren es Umstylings. Man stelle sich nur vor, wie ich aussehen würde, wenn ich ein komplettes Make-over von ihm bekommen würde.
Ich schlug meine Augen soweit es nur möglich war auf. DAS war die Idee! Er... er musste mich umstylen!
OH GROßER MODE-GOTT!“, begann ich. Es hörte sich fast wie ein Gebet an, doch nur das war würdig und recht. Nur das wurde ihm gerecht.
Oh großer Mode-Gott, ich weiß, es ist viel verlangt, und ich weiß, dass Ihr, Eure Zeit nicht mit solch einer Kreatur wie mir, verschwenden wollt, doch bitte... ich brauche Eure Hilfe...! Machen Sie mich schön. Machen Sie mich zu einem Geschöpf von Klasse!“.
Ich zitterte am ganzen Leibe. Ich wusste, dass er ablehnen würde, ja, aber... es musste einfach etwas geben, was ich tun konnte, aber was? Ich schaute mich verzweifelt um, aber mir fiel nichts auf, außer... ich schnipste, als mir die Pokébälle an meinem Rock auffielen. Na klar! Ein Pokémonkampf!
Ich löste Aquamans Ball und hielt ihn hoch. „Ein Kampf. 1Vs1! Wenn ich gewinne, dann wirst du mein Manager und stylst mich um. Wenn du hingegen gewinnst, dann... öhmmm... joa, was willst du dann?“.


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:05 am

Reena & Fynn & Phi & Ethan
{Anemonia City

Wow. Diese Frau war so ziemlich das gruseligste, was mir in diesem Jahr begegnet war. MIT ABSTAND. Gruseliger als all meine Vorgesetzten und gruseliger als alle dunklen Höhle und tiefe Wälder und und und und gruseliger als alles. Es stand außer Frage, dass sie eigentlich eine Geistesgestörte sein musste, die es irgendwie geschafft hatte ihre Aufpasser mit einer Schlammkanone zu überwältigen und zu fliehen. Oh mein Gott. Wo blieben die Leute mit den weißen Jacken, die sie wieder dahin brachten, wo sie hingehörte, und die mir das Leben retten würden? Sie sollten sich bitte beeilen, bevor das ganze noch weiter eskalieren würde. Was wusste er schon, wozu sie noch in der Lage war ... aber eins war sicher: Das würde sie mir zahlen müssen. Also die Klamotten natürlich. Dass sie es scheinbar auch noch unglaublich SUPER und FANTASTISCH fand, dass ich sie nun ebenfalls mit Schlamm beschmiert hatte -wenn auch weitaus weniger als andersherum- machte das ganze übrigens nicht weniger gruselig. Nur um das mal festzuhalten.
Man könnte, meinen es würde mir gefallen, wenn mich jemand als "Gott" anbetete, aber in dieser Situation traf das ganz sicher nicht zu. In dieser Situation wollte ich lieber um mein Leben rennen, aber ich war mir ganz sicher, dass ich keine fünf Meter weit kommen würde - meine Beine machten da echt nicht mehr. Dieser Tag war verflucht. ... Und das, obwohl ich nicht mal abergläubisch war. Was war hier nur los, dass Ethan Nathaneal Matthew Dylan Isaac Callum Kyaryn fast weinend auf dem Boden saß, von Angst ergriffen, und sich abergläubige Gedanken machte? Ich schüttelte den Kopf. Ich musste wieder runter kommen. Einatmen, ausatmen. Einatmen, ausamten. Ich schloss für einen Moment die Augen und probierte mich ganz darauf zu konzentrieren, was ich gleich machen würde. Ich würde aufstehen. Ganz cool und lässig. So wie ich es sonst auch immer war. Ich würde auf dieses Wesen hinunter sehen und Ersatz verlangen, dann würde ich gehen, mich auf mein Brutalanda schwingen und zurück zum Quatier fliegen - etwas was ich schon viel früher hätte machen sollen. Dann würde ich all den Schlamm von heute abwaschen und mich schlafen legen, all das einfach vergessen. Perfekt. Nur war mir irgendwie klar, dass es sowieso nicht funktionieren würde.
Ganz vorsichtig öffnete ich erst ein Auge, um zu sehen, wo die Weißhaarige abgebliegen war. Natürlich war sie nicht einfach verschwunden. Das wäre auch zu viel Glück auf ein mal gewesen. Ein Geschöpf von Klasse, hm? Irgendwo hatte sie ja schon recht. Aber sie schien mit dem Schlamm ein bisschen was falsch verstanden zu haben. Bevor ich reagieren konnte zog sie auf ein mal einen Pokeball. Erschrocken rutschte ich ein Stück weiter weg. Ein Pokemonkampf? Sie sah nicht so aus, als würde sie ein "nein" akzeptieren. Ich wimmerte leise, dann griff ich in meine Tasche und zog irgendeinen meiner Pokebälle heraus. Ich achtete nicht mal darauf, was es für einer war. War ja auch egal. Im nachhinein kann ich nur sagen, dass das ein mindestens so großer Fehler war, wie überhaupt erst hierher kommen.
Ich warf den Pokeball und ließ mich sofort danach nach hinten sinken, die Augen geschlossen. War ja auch egal. Ich wollte es nur so schnell wie möglich hinter mir haben. »Mach es fertig.«, murmelte ich und fuchtelte ein wenig mit meiner Hand herum. Das Pokemon, das aus dem Ball erschienen war, war mein Lucario, was ich aber dummerweise nicht registrierte. Das Problem war nicht, dass Lucario nicht stark war. Eher im Gegenteil. Das Problem war, dass Lucario mich aus tiefsten Herzen verachtete.

#6

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:05 am

















Raaaaaaaaawr~?
#9 - & Ethan


Die Spannung stieg an - in diesem kurzen Moment zwischen meiner Aufforderung und dem Kampf... oh mein Gott, ich konnte schwören, dass ich halbtot war. Wieso? Nun, mein Gehirn ging einfach jeden möglichen Ausgang dieser Situation durch. Und diese kleinen Kopfkinovorstellungen waren Qualen pur:
Ich sah, wie der Mode-Gott mich auslachte, ich sah, wie er mich einfach nur stehen ließ und, mein persönlicher Favorit, wie er einen Anruf vom Präsidenten bekam, woraufhin ein Helikopter in der Nähe von uns landete. Er wandte sich einfach nur ab und erklärte dann: „Dringende Mode-Krise im weißen Haus! Ciao, ciao, Babydoll!“.
Das Blut stieg mir in den Kopf und mir wurde ganz heiß. Dieser Kerl... er war einfach nur umwerfend!

Aber dann...! Diese dramaturgische Pause fand endlich (!) ein Ende: Mode-Gott warf einen Pokéball in die Luft und ein Lucario erschien. Wirklich stylisch sah es nicht aus, aber ich wusste, dass es stark sein musste – immerhin war es das Pokémon eines Gottes. Verdammt! I-ich musste doch unbedingt gewinnen! Er, der Mode-Gott - mein Mode-Gott - , sollte mein Manager und Stylist werden! Dieser Kampf würde über einfach alles entscheiden!
Plötzlich schoss mir eine Idee in den Kopf. Den Wettbewerb hatte ich haushoch verloren (ich war einfach zu viel Frau für Scheinsandstrandstadthausen; sie waren für so eine Frau von Macht, wie meiner Wenigkeit, nicht bereit – Anemonia, du würdest mir büßen!), aber meine Wettbewerbsvorbereitung wollte ich doch noch. Aus irgendeinem Grund... und hey, Aquaman brauchte ebenfalls noch einen Einblick in die Welt der Wettbewerbe. Also, es war entschieden!

Ich verfrachtete Jurobs Pokéball in eine Ballkapsel mit bereits angebrachtem Sticker und tat es dem Mode-Gott gleich. Mit vielen kleinen, pinkfarbenen Herzen betrat Jurob den Kampfschauplatz und schlug die kleinen Flossen aneinander. Die Frage wäre jetzt jedoch: wie konnte ich das gegnerische Pokémon besiegen? Es war klar im Vorteil. Ein Kampf/Stahl-Pokémon gegen ein Eis-Pokémon. GENIAL, PHI! Mir musste etwas einfallen... aber was? Verdammt, es war alles die Schuld dieser dum-...! Na klar! Verführung!
Aquaman, los Anziehung!“, rief ich meinem Pokémon zu. Aquaman richtete sich auf die hintereste Flosse auf, stemmte eine der zwei vorderen Flossen in die Seite, die andere führte er an den Kopf und dann... er zwinkerte Lucario zu und bewegte sich kokett hin und her.

Rawwwwwr~~~
Die Technik musste einfach funktionieren. Niemand konnte diesem sexy Pokémon widerstehen!


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:06 am

Reena & Fynn & Phi & Ethan
{Anemonia City

Ich rührte mich nicht von der Stelle. Meine Gedanken schwirrten nicht um den Pokemonkampf, der sich vor meiner Nase ... nein, eher vor meinen Füßen abspielte, sondern viel mehr darum, wie diese Situation für Vorbeikommende aussehen musste ... Schnell verscheuchte ich diese Gedanken wieder. Ich war müde, erschöpft, und traute meinen Beinen noch immer nicht wirklich zu, mich zu tragen. Also blieb ich so liegen und hoffte, dass das ganze so schnell wie möglich ein Ende nehmen würde. Ich glaubte noch immer, dass jeden Moment die Psychater dieser verrückt gewordenen um die Ecke biegen und mich befreien würden. Anders konnte es gar nicht sein, da war ich mir mittlerweile ziemlich sicher.
Der Pokemonkampf interessierte mich nicht. Eine Verrückte würde doch kaum ein starkes Pokemon Team bei sich haben, stark genug, um meines zu bezwingen, oder? Und selbst wenn sie gewann ... Pff. Pffffffff. Als ob ich mich zu so etwas herab lassen würde. Außerdem könnte sie mich dann jederzeit hinterrücks erstechen ... oder, noch schlimmer, mit einer Ladung Schlamm übergießen. Ich schauderte, als mir der penetrante Gestank in die Nase kroch. Uäääh.
Wie bereits gesagt, sah ich nicht, was sich vor mir abspielte, und es interessierte mich auch nicht - ein Umstand, den ich später noch bereuen würde. Die Weißhaarige hatte sich ebenfalls für ein Pokemon entschieden; Jurob. Ein Kampf/Stahl gegen Eis Kampf war theoretisch schon so gut wie entschieden. Theoretisch. Eigentlich. Lucario verwirrte diese ganze Situation sichtlich. Da lag der Trainer, den es verachtete, wimmernd auf dem Boden, und da war ein Jurob und eine andere Trainerin, die er augenscheinlich besiegen sollte. Das war merkwürdig, denn normalerweise wurde er 1. fast nie aus dem Ball gelassen und 2. wenn, dann stand es unter strengster Beobachtung seines Trainers, mir also. Und das wäre auch so gewesen, wenn mir aufgefallen wäre, auf welches Pokemon das Los gefallen war. Mir kam gar nicht in den Sinn, dass ich Lucario als Kämpfer gewählt haben könnte. Fehler. Fehler der fünftausendste für heute. Ein Tag voller Fehler. Ein Tag, an dem ich besser gar nicht erst aus dem Haus - oder besser, dem IW Quariter - herausgekommen wäre.

Nachdem Lucario die Situation identifiziert hatte, wand es sich dem Jurob zu. Noch immer kein Befehl des Trainers. Der gegnerische Trainer schien da deutlich motivierter zu sein zu gewinnen. Schon nach wenigen Sekunden brüllte es einen Befehl, welchen das Jurob auch so gleich ausführte. Lucario wurde getroffen - ohne Erfolg. Die Attacke war vollkommen unnütz verpufft. Und doch ließ sich das Kamp/Stahl Pokemon rücklings fallen. Geonhittet. Besiegt, ohne auch nur das kleinste bisschen Schaden zu nehmen. Die Liebe zwischen Pokemon und Trainer war unglaublich.

Ein wenig machte es mich dann ja schon stutzig, dass ich nichts von einem spektakulärem Kampf hörte oder so. Vielleicht hatte mein Pokemon das ihres ja auch schon besiegt? Das musste es sein. Zufrieden lächelte ich, und richtete mich auf. Vorsichtig öffnete ich erst ein Auge, dann beide, um das Kampfgeschehen zu betrachten. Was ich vorfand, war ein """besiegtes""" Lucario und ein Jurob. Meine Augen weiteten sich geschockt. »Verdammt!«, fluchte ich lauthals. DAS DURFTE JETZT DOCH NICHT WAHR SEIN. WOMIT HATTE ICH SO EINEN TAG VERDIENT? WOMIT? Das war doch nicht mehr fair. Wütend angelte ich nach Lucarios Pokeball und holte ihn zurück.

#7
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:06 am

















Der Schöne und das Biest
#10 - & Ethan


Meine anfänglichen bedenken waren, wie sich herausgestellt hatte, unbegründet. Wieso? Tjaa, die Antwort war mehr als nur simpel und war für all jene, die keine Tomaten auf den Augen hatten, zugänglich. Richtig, denn wer sein Augenpaar auf das Kampffeld lenkte, der wurde Zeuge von Aquamans umwerfendem Aussehen. Haha, wortwörtlich "umwerfend" (*ba dum tss*): das gegnerische Lucario ging zu Boden, wie... ähm, ... Moment... wie... wie - ah ja genau! - Madame Flegmon, die von Frau weniger-Flegmon-haarig umgenietet wurde. Sie hatte wohl oder übel eine "Niete" gezogen... (*ba dum tss*). Oder Frau "Ich-bin-mir-zu-schön-für-die-klassische-Flegmon-Frisur" hat einfach nur "Nietenranke" eingesetzt... (*ba dum tss*). Oh, Phi White... du blühst wieder zur TopFform auf... (*ba dum tss*).

Nun, jedenfalls, um auf das eigentliche Thema zurückzukommen... das Spektakel, welches sich mir bot, verzückte mich zutiefst! Mit nur einem Schlag ging das gegnerische Pokémon zu Meeresgrunde (*ba dum tss*) - Heiliges Algitt! Ich musste hier aus Scheinsandstrandstadthausen weg. Schnell weg. E-es hat einen negativen Einfluss auf mich und meine Phi-tastischen Wortspiele!
Aber jetzt... jetzt, nach diesem glorreichen Sieg, konnte ich eben dies tun. Und das nicht alleine... Er, Mode-Gott, war nur meins... ganz und gar meins! Mein Schatz! I-ich musste ihn stolz machen! A-aber wie...? Hmmmm... vielleicht wenn ich das sein würde, was er wollte... ein Fashion-Messiahs!
Unter dem wachsamen und kritischen Blick des Robben-ähnlichen-Möchtegern-Bruce Darnell stolzierte ich, Model-like, im Catwalk herüber zu MEINEM Mode-Gott. Vor Freude zuckte mein rechtes Auge und mein Körper - mein gesamter Körper! - bebte aus dem selbigen Grunde. Langsam mit zittrigen und schweißnassen Händen griff ich die seinen.


WOOOOOOOOOOOOOOOOW!!!

Dat Feeling~! Himmlisch~!
Wohlige Wärme durchströmte meinen Körper. Ich fühlte wie das Glück förmlich durch jede Zelle meines Körpers strömte!
"Und jetzt...", begann ich in einem fast schreienden Ton und hakte mich gleichzeitig bei ihm im Arm ein. "... jetzt gehen wir shoppen. Aber nicht hier!. Ich fuchtelte wild und schimpfend mit meiner freien Hand herum. Schimpfend? Oh ja, denn dieser grässliche Ort hatte uns - ihn, den Mode-Gott, und mich, den Fashion-Messiahs - nicht verdient!
"Auf, auf zum Hafen!". Mit diesen Worten zerrte ich meinen Mode-Gott - freundlich - in besagte Richtung, machte jedoch bei Jurob Halt, um es auf meinen Kopf zu heben und es aufzusetzen. Schließlich sollte mein neuer Manager ja sehen, wie stylisch ich bin. NIEMALS in seiner gesamten Karriere sollte er sich für mich, Phi White, a.k.a. Fashion-Messiahs, schämen.
Ich zwinkerte ihm noch einmal zu und dann machten wir uns auch schon auf den Weg zum Hafen!

To be continued: "???"


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:07 am

Phi & Ethan
{Anemonia City

Mit einem Mal verschwand all meine Enttäuschung und Wut und wich Resignation. Langsam erhob ich mich aus dem Schlamm, mein Gesicht emotionslos, während ich mich tief im Inneren meinem Schicksal ergab. Was hatte es noch für einen Sinn, wütend zu sein? Gar keinen. Vielleicht war das Ganze ja meine Bestrafung - meine Bestrafung dafür, dass ich nun schon seit zwei Jahren teil einer Verbrecherorganisation war und sogar einen recht hohen Rang bekleidete. Zwei Jahre! Wie schnell die Zeit verging ... zwei Jahre war es nun schon her, dass ich mehr durch Zufall auf IW gestoßen und notgedrungen beigetreten war. Zwei Jahre, in denen ich mich hochgearbeitet hatte ... Ich seufzte resigniert und schüttelte kurz den Kopf um die Gedanken los zu werden. Von wegen Bestrafung. Ich überdramatisierte das ganze mal wieder - ich hatte einfach nur Pech. Das passierte eben manchmal. Ich gab mein bestes, nicht auf meine ruinierten Klamotten zu achten und mir einzureden, dass ich genug Geld besaß, um mir neue zu kaufen. Ja, an Geld mangelte es mir nun wirklich nicht. Eher an Beschäftigung - hatte ich mich nicht noch beschwert, dass ich nichts zu tun hatte, bevor der ganze Mist hier passiert war?

Dieser Gedanke war der einzige, der mich davon abhielt, sofort auf mein Brutlanda zu steigen und weg zu fliegen, egal was mit dieser verrückt gewordenen jungen Frau war. Ich würde sie wahrscheinlich sowieso nie wieder sehen, was sollte sie mir schon tun? Aber sie sah nach Beschäftigung aus ... und in gewisser Weise schmeichelte es mich auch, wie sie zu mir hinauf sah, auch wenn meine Angst vor ihr noch immer größer war als jegliches Ego und jedes Interesse. Aber wiederum auch nicht groß genug um sofort abzuhauen ... argh! Um mich zu beruhigen fischte ich in meiner Tasche nach Kaugummis und fing an, energisch darauf herumzukauen. In Gedanken versunken sah ich mich kurz um, um zu gucken ob irgendwo am Boden noch was von mir rumlag, aber scheinbar hatte ich alles. Die Stimme der Weißhaarigen riss mich wieder aus meinen Gedanken.

Shoppen? Gegen shoppen hatte ich nie etwas. Aber in dieser Stadt? Nein, sicher nicht. Diese Stadt war verflucht, und ich wollte möglichst schnell hier weg und niemals mehr wieder kommen. Ohne lange zu überlegen befreite ich mein Brutalanda und kletterte auf seinen Rücken. Mit einem möglichst freundlichem Lächeln sah ich zu ihr hinunter. »Ich weiß nicht, was das ganze hier eigentlich soll, aber wenn wir beide schon shoppen gehen müssen, dann machen wir das in Dukatia City.«, sagte ich mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete. Dann beugte ich mich ein Stück hinunter, um ihr meine Hand zu reichen - ganz der Gentleman. Ich hatte mehrere Gründe nach Dukatia City zu wollen. Da wäre das ganz offensichtliche - Dukatia City war die größte Stadt in Johto, demnach gab es dort auch die meisten Möglichkeiten zum shoppen. Desweiteren befand sich dort mein Lieblingsschneider, bei dem ich hoffentlich meine zerstörten Klamotten ersetzen konnte. Und noch einer: Sollte sich die junge Frau doch als deutlich mehr gruselig als interessant erweisen, wäre es nicht schwer, in Dukatia City vollkommen unbemerkt zu verschwinden. Es war perfekt.

»Wie lautet eigentlich dein Name?«, fragte ich dann, während ich noch darauf wartete, dass sie aufstieg - was sie tun würde, das wusste ich.

#8
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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:07 am

















Ein Dreckspatz~
#11 - & Ethan


Seine Modigkeit befreite sich aus meinem Griff und holte einen Pokéball heraus, aus dem kurzerhand ein Pokémon herauskam - ein Brutalanda. Hmmmm... eines musste man ihm lassen, er hatte - dePHInitiv! - Geschmack. Das "Phi"-Gütsiegel prangte ab jetzt stolz auf seiner Stirn. Nun ja, zumindest in meiner Fantasie... es machte mich aber mehr als nur glücklich, dass mein neuer Stylist Geschmack hatte. Und das beste war: er wollte jetzt tatsächlich mit mir aus dieser Stadt fliehen! Oh. Mein. Gott. Alle meine Gebete wurden erhört! Der verpatzte Wettbewerb? Paaaah, wen kümmerte das denn schon? Was zählte war das hier und jetzt und im hier und jetzt gab es nur den Mode-Gott, sein modisches Brutalanda und mich!

Mit einem strahlenden zehn-Milliarden-Watt-Grinsen griff ich nach seiner Hand und beantwortete ihm seine Frage, die ich ihm eigentlich noch vor wenigen Minuten beantwortet hatte. Nun... für ihn würde ich das tausend weitere Male machen, wenn er dies wollte.... nur für ihn, versteht sich. "Mein Name?", begann ich und griff, wie gesagt nach seiner Hand. Und.... GOOOOOOOOOOOOOOOTT! Diese Berührung! Noch nie in meinem Leben wurde ich so berührt, wie von ihm... es war... aaaaaaah! Ein elektrisches Gefühl der Freude durchfloss meinen gesamten Körper! Oh ja... er war toll. Und er war meins. Nur meins, nyahahaha!
"Ich heiße Phi, Phi White!", flüsterte ich ihm ins Ohr, als ich sicheren Halt auf seinem Drachenpokémon fand. Jurob applaudierte währenddessen auf meinem Kopf. OHHHHH! DIESES DREISTE DING...! ES WOLLTE DES GOTTES AUFMERKSAMKEIT AUF SICH ZIEHEN...! Grr... Ich musste mir etwas einfallen lassen - und wie ich das musste! - , aber was... komm, Phi! Denk nach...! Hmmmmmmm... wie wäre es mit...

... PLOP~! ...

Man hörte ein Quieken von Aquaman als eben dieser auf den Boden zu Füßen des mächtigen Brutalandas fiel mitten in eine der Matschpfützen. Tjaaa... leg dich besser nicht mit Phi White an, Mister! "Oh nein...", fügte ich meiner Vorstellung hinzu. "Ach Jurob, bist du SCHON WIEDER herunter gefallen...? Du bist aber auch ein kleiner Tollpatsch... fällst immer wieder hin.... tss, tss, tss... das kommt davon, wenn du dich immer wieder auf meinen Kopf setzen willst... da hast du kaum Halt!". Ich schaute dem Mode-Gott ins Gesicht, setzte ein mädchenhaftes Grinsen auf und spielte mit einer meiner Haarsträhnen. Ob er mir meinen kleinen "Attentat" auf mein eigenes Pokémon, welches nun verzweifelt versuchte, an Brutalanda hochzuklettern, abkaufen würde...?

Nun ja, nicht jeder konnte so eine perfekte Beherrschung über seinen - beziehungsweise IHREN - Körper haben, sowie ich. da war ich wohl schon seeeeeeehr beneidenswert, nicht wahr? Wäre ich Jurob und Aquaman mein Trainer, wäre ich nicht so wie er zu Boden gegangen - tjahahaha, mich würde hier so schnell gar nichts runterkriegen können. Nichts! Überhaupt gar nichts würde mich hier von diesem Brutalanda herunterkriegen! Da war ich mir sicher zu 110%! Dieser Fakt war und würde eben dies bleiben: dePHInitiv!


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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:08 am



Reena - Post #16
♣ With Phi && Ethan
♣ Cf Anemonia City - Die Strandhalle
♣ At Anemonia City - Die Stadt






~ KEINE BESONDEREN EREIGNISSE


Letzten Endes führte wohl nicht ein einziger Weg daran vorbei, dass der junge Mann auf der Suche nach seinem geeigneten Opfer die recht spärliche Innenstadt durchkämmen musste, in der weder besonders viele noch überragend wenige Menschen ihre Wege gingen. Ein durchaus langweiliger Prozess, wie der Neunzehnjährige zugeben musste, nachdem ihm tatsächlich auffiel, das trotz dem Vorhandensein einer mittelgroßen Schar keine fantastischen - pardon, wundertastischen - oder in irgendeiner andere Weise anziehenden Ereignisse stattfanden - Nicht, dass der Wettbewerb, der soeben sein Ende genommen hatte, die Langeweile nicht vertreiben konnte, jedoch... Nun, auch er hatte prompt seine letzten Atemzüge genommen und von Unterhaltung blieb im Nachhinein sowieso keine Spur.
Ein gleichermaßen gequältes wie lang gezogenes Gähnen erfolgte, während der Suchende selbst noch immer eifrig hin und her blickte, in der Hoffnung in Zukunft schnell etwas finden zu können - Dass davon einige Zeit lang nichts zu sehen war, ist definitiv keine Frage wert, oder? Inmitten all der Menschen, zwischen denen Reena schlenderte, befanden sich letztlich auch jene, die sich von den neugierigen Blicken bedrängt fühlten und eher zaghaft jedweden Kontakt mieden, andere hingegen schienen bei dem vergangenen Wettbewerb in den Tribünen gesessen zu haben und winkten dem Koordinator freudig - Laaangweilig! Plötzlich jedoch stockte die Scheindame, blieb stehen und starrte für einige lange Sekunden eine Gruppe kleinerer Kinder an; man mochte meinen, er vergaß über diese Zeit, wie man zu atmen hatte. Auf weitere Reaktionen ließ man allerdings nicht lange warten, als der Kurzhaarige mehr oder wenig hastig zu den lachenden Menschenskindern rannte und mit strahlenden Augen vor ihnen Halt machte. Verwirrung, aber auch Angst - wer wusste schon, ob die "große", böse, fremde Frau die armen, kleinen Kinderchen nicht entführen wollte? - standen ihnen ins Gesicht geschrieben - Und Überraschung löste beide mehr oder minder ab, als der Koordinator schnell die Hände eines kurzen Jungen umfasste, »Duuuu...«, es folgte eine kurze Periode unerträglicher Stille auf beiden Seiten, »Woher hast du diese Figur?!« Der Junge, welcher vermutlich erst elf Jahre oder dergleichen zählte, legte verängstigt den Kopf schief, versuchte verzweifelt die Hände - in denen er eine Actionfigur hielt - zu befreien und zog diese schließlich dicht an seinen Körper, »Mama sagt, ich soll nicht mit Fremden reden!!« und machte sich gemeinsam mit seinen Freunden schnellstmöglich aus dem Staub.

Verlassen. Von Kindern. Was für ein Korb! Sehnsüchtig blickte Reena den Minderjährigen noch hinter, versuchte aber erst gar nicht, ihnen zu folgen - Wer brauchte schon weinende Kinder? Die... Die waren laut, ja! Laut und geizig! Das komplette Gegenteil der lieben, kleinen Schwester, die noch zuhause weilte! Pff, mit einem solchen Teufelsbraten wollte die Scheindame ganz sicher nicht über die einstige Lieblingsfernsehserie reden! Trotzig streckte der Rothaarige den Bälgern also die Zunge hinterher, stampfte mit einem Fuß auf den sandigen Untergrund und verschränkte die Arme vor der Brust. Und sowieso: Als wär dieser Junge ein derart aktiver Power Rangers Fan gewesen, wie der Oblivianer es war und noch immer ein Stück weit ist! Ja, niemand hätte... Niemand hätte... Niemand... Der Wirbelwind biss sich auf die Unterlippe, ehe beide Hände mit einem Mal durch die gefärbten Haare fuhren und lautes »PFFFFFFF!!« der Kehle des Wettbewerbssiegers entsprang. Und just in diesem Moment flüsterte der Wind dem vermeintlichen Weibchen etwas in die Lauscher, nichts geringeres als eine - für ihn - nostalgische Melodie, welche der junge Herr natürlich ohne großes Zögern und lautstark der Welt da draußen mitteilen musste.

»They've got a power and a force
that you've never seen before!
They've got the ability to morph
and to even up the score.
No one can ever take them down
the power lies on their side.
«

Was folgte, war nicht anderes als eine Pause, die nicht länger als einige Sekunden verweilte - Eine Pause, die der Möchtegern-Sänger nutzte, um sich rasch ein Bild von der jetzigen Situation zu machen: Überraschung, Überraschung! Tatsächlich hatten sich einige Personen um den schief singenden Fan versammelt, um irritierte Blicke auszutauschen - Manch einer dachte wohl auch, dass jemand, der sich absichtlich zum Griffel machte, ziemlich verzweifelt war, irgendwo Geld ausfindig zu machen, und schmiss dem Geldgierigen ein, zwei Pokédollar vor die Füße. Jaha, DAS war Showtalent! Pff, wer brauchte schon so dumme Wettbewerbe, deren Siegern kaum Achtung geschenkt wird? Ja, SO badete man im Licht und in der Aufmerksamkeit, so und nicht anders! Doch wie verschaffte man sich noch mehr Publikum, das einen für den letzten Deppen hielt? Richtig! Direkt mit dem folgenden Liedtext besuchte eine angestrengte Perfomance mit der Luftgitarre, die zwischendurch mit einem Hopser unterbrochen wurde.

»Go Go Power Rangers!
Go Go Power Rangers!
Go Go Power Rangers!
Mighty Morphin' Power Rangers!
«


Abermals schuf sich eine Zwischensequenz mit einer schräg wirkenden Luftgitarre genügend Platz, um irgendwie Gehör zu finden - Aus ein, zwei Pokédollarn wurden mit vergehender Zeit sogar ganze drei! Allerdings schienen die Leute Interesse an dem Stadtclown verloren zu haben und verließen Stück für Stück die nähere Umgebung, andere hingegen blieben amüsiert stehen, ein kleines Baby schien sogar derartig großen Gefallen an dem "Profi"-Gesang gefunden zu haben, dass es vor lauter Freude schrie und weinte! Ha, Weltstar! Dennoch musste man das fliehende Publikum doch irgendwie zurückgewinnen, irgendwie, irgendwie... Inmitten der Eile biss sich der Koordinator einmal auf die Spitze eines Daumens, überlegte - Zeit, Zeit brauchte er, gleichzeitig durfte man aber auch keine verschwenden! Und da kam der rettende Lichtblitz ins Spiel..!

»They know the fate of the world is lying in their hands.
They know to only use their weapons for defense!
«


Und ein Gitarrensolo erfolgte, ehe der kleinwüchsige Trainer einen Pokéball aus der Gürteltasche kramte und voller Vorfreude in die Luft warf, »Dein Part, Rem!«, mit jenen Worten entfesselte sich ein durchsichtiger, dennoch rötlicher Strahl aus der Kugelmitte, welcher binnen weniger Augenblicke ein dreidimensionales Oval mit angehefteten Flügelchen offenbahrte. Ein kleinlautes »Natuuu!« erklung, doch verstummte recht schnell - Das Flug-Pokémon hatte sich nämlich dazu entschlossen, so schnell es geht, zu verschwinden! »Aber unser kostenloses Taschengeeeld!«, rief die Scheindame dem stillen Pokémon hinterher, ehe die mickrigen Münzen eingesammelt wurden und es auf Verfolgungsjagd ging - Wie sich herausstellte brachte dieses im Vorhinein entschiedene Rennen jedoch weit mehr als gedacht: Aus der Höhe hatte das Natu wohl das gesuchte Angeberei-Opfer gefunden und sich fix auf den Weg dahin gemacht - Ansonsten hätte das sture Herrchen wohl auch nicht gehört, oder?
Tatsache ist, dass der Kleinvogel sich ohne sich irgendwelcher "Worte" zu bedienen, schnurstracks auf den Kopf des Gesuchten setzte. Ein hübsches, weißes Nest, dass das Natu da erspäht hatte. »Oh, oh, oh...! Phidooooooo..!«, quiekte das vermeintliche Mädchen schließlich vor lauter Freude, nahm einen genügenden Anlauf und raste geradewegs auf die weißhaarige Mitkoordinatorin zu; jene saß im übrigen hinter einem bekannten Blauhaar auf einem Brutalanda, wie es schien, wollten sie gerade abfliegen - Tja, nicht mit Reena Aine Meryl Dantalian! Stolz auf den Fund, welcher eigentlich nichtmal der eigenen Leistung entsprach, rannte man also mit weit geöffneten, nach vorne gestreckten Armen auf die Zielperson zu, um mit einem kräftigen Sprung auf dieser zu landen. Und was der gelegentliche Kellner selbstverständlich als erstes? Richtig! Band rausholen und prahlen! »Hehe... Ich hab ein Baaand und Phido hat keineees!« Dass eine gewisse weitere Person unmittelbar vor Ort war, blendete der Rothaarige einmal gescheit aus... Nun zumindest solange bis ein willkürlicher Blick sich zu dieser verirrte und... Stille. »Heeey, ist das nicht Hydropi-Haar?«

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BeitragThema: Re: Ethan & CO   Fr Jul 10, 2015 9:08 am

Phi & Ethan
{Anemonia City

Als die weißhaarige meine Hand entgegen nahm musste ich den plötzlichen Impuls unterdrücken sie zurück zu ziehen und die junge Frau damit rücklings auf den Boden - beziehungsweise in den verdammten Schlamm - fallen zu lassen. Ich hätte es wahrscheinlich sogar gemacht, wenn mir nicht bewusst gewesen wäre, dass diese Verrückte es vermutlich auch noch toll gefunden hätte ... Mit einem seligem Lächeln antwortete sie mir auf eine Frage. Phy White? Irgendwie klingelte da was in meinem Kopf. Hatte ich das eben schon ... - Ich schüttelte leicht den Kopf. Ein weiterer Beweis dafür, wie verwirrt ich war. Ich wollte meinem Brutalanda gerade den Auftrag geben los zu fliegen damit ich diesen Ort ENDLICH hinter mir lassen konnte, als ich ein Geräusch hörte. Mit gerunzelter Stirn und hochgezogener Augenbraue verrenkte ich meinen Oberkörper um zu sehen, was geschehen war. Was ich sah und von Phi White - in meinem Kopf hörte ich ihre Stimme, wie sie ihren Namen sagte - hörte, ließ meine Augenbraue immer weiter nach oben wandern. Was sollte das denn jetzt wieder werden? »Jetzt hol gefälligst dein Jurob, damit wir endlich lo-«, fing ich meinen Satz an, wurde aber prompt wieder unterbrochen. Mir blieb keine Zeit um irgendeiner Weise zu reagieren, als ein Natu auf uns zu flog, gefolgt von einem kleinen, rot haarigen Mädchen - ein weiteres Mitglied der Dreiergruppe. Ich verfluchte mich selber, dass ich sie beobachtete hatte. Mir wurde immer klarer, was für ein Fehler das gewesen war.

Als der Neuankömmling in Phi Whites Arme sprang, war mir sofort klar, dass die beiden mindestens genauso verrückt waren wie der jeweils andere. Hieß das, ich hatte jetzt zwei davon am Hals? Und nun fingen sie auch noch ein Gespräch an. Während wir auf Burtalanda saßen. Abflug bereit. Und das Jurob in der Schlampfütze. Ich schmiss meine Arme in die Luft und stieß einen Seufzer aus, der in einem Schrei endete. Ich ergab mich diesem Tag. »Ja, der bin ich!«, rief ich, mit den Armen wild gestikulierend auf meine Pokebälle zeigend. Meine Selbstbeherrschung, die ich mir so mühsam antrainiert hatte, die emotionslose Maske, mit der ich durch die Gegend lief - weg. Zitternd durchwühlte ich meine Taschen nach einem Stück Kaugummi und stopfte es mir wie rettende Medizin in den Mund. Ich kam mir schon fast vor wie ein Drogenabhängiger. Tatsächlich aber beruhigte sich mein Herzschlag ein wenig, während ich aggressiv auf dem kleinen Streifen mit Kirschgeschmack herumkaute. »Phi, du nimmst jetzt dein armes Jurob, und du -ich will nicht mal wissen wer du bist- sofort runter hier oder du begleitest uns ob du willst oder nicht. Ich geb dir fünf Sekunden.« Unter uns spannte Brutalanda merklich seine Muskeln an, bereit um jeden Moment in die Luft abzuheben.

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